Digital Days Euro ernten großen Zuspruch

Mit rund 45 Betriebsleitern und Partnern haben die „Digital Days Euro“ von Sisag und Remec diese Woche einen neuen Teilnehmerrekord eingefahren. Die zwei Tage in Obertauern standen ganz im Zeichen von Steuerung, Software und Instandhaltung der Infrastruktur am Berg.

Der Mittwoch diente als Praxistag: Die Teilnehmer bekamen exklusive Einblicke in die Bergbahnen Krings und erfuhren insbesondere, wie die Software SAMBESI X in der Beschneiung eingesetzt wird. Auch das soziale Miteinander kam am Abend nicht zu kurz.

Der Donnerstag war dann geprägt vom fachlichen Input. zu Generalrevisionen, Retrofits, Modulentwicklung, Kundenstorys, Cockpitthemen und visuelle Seilkontrolle.

Umbauten in Österreich und der Schweiz:

Darüber sprachen Seilbahnplaner Stephan Salzmann und Sisag-Experte Jan Megert.

Umbauten von Seilbahnen

Seilbahnplaner Stephan Salzmann informierte über Fristen, Phasen, Kosten und Schlupflöcher zu Generalrevision von Seilbahnen in Österreich. Er trieb die Betriebsleiter dazu an, rechtzeitig mit dem Recherchieren, Sammeln und Einreichen der Dokumente zu beginnen.

Wie Retrofit in der Schweiz funktioniert, schilderte im Anschluss Jan Megert von der Sisag. In der Eidgenossenschaft herrscht hier eine etablierte Kultur, allein der Steuerungsbauer setzt 25 bis 30 Projekte jährlich um.

Direkter Draht zu den Entwicklern:

Daniel Schuler, Leitung Softwareentwicklung bei Remec, nahm die Ideen und Wünsche der anwesenden Betriebsleiter direkt auf.

Diskussion über Ersatzteile

Über neue Module und Insights aus der Entwicklung berichtete Daniel Schuler. Besonders spannend ist der Prozess von einem Kundenwusch (Story) über die Diskussion im Epic Team und dem Erfinden, Entwerfen und Verfeinern der Lösung bis hin zum Codieren, Texten und Ausrollen eines neuen Features.

In dem Zuge schlugen Betriebsleiter aus dem Publikum sogleich Ideen vor, die das Entwicklerteam in SAMBESI umsetzen könnte, etwa einen Livechatbot, der einen informiert, wann die Klemme XY getauscht wurde.

Auch das Thema Ersatzteilmanagement wurde heiß diskutiert: Welchen Bedarf hat ein Betriebsleiter, wie lautet der Lagebestand dazu und welche Menge muss noch bestellt werden

Manfred Krings (links) blickte mit Thomas Oppeneiger von Remec zurück auf den Pioniergeist in Obertauern.

Über SAMBESI debattierten (von links): Robert Lasshofer (Obertauen),  Christian Weisshorn (Schöneben), Bernd Millinger (Lofer) und Thomas Oppeneiger (Remec).

Kundenstorys im Mittelpunkt

Anschließend galt den Kunden von Sisag und Remec die Bühne: Den Auftakt machte Manfred Krings. Die Bergbahner-Legende aus Obertauern blickte mit Thomas Oppeneiger von Remec zurück auf den Pioniergeist im Tal und sprach über die Anfänge der Beschneiung, Investitionen in den Pistenbau und seinen Fehler, einst eine fixgeklemmte statt eine kuppelbare Seilbahn zu bauen.

Über die Implementierung der Instandhaltungssoftware SAMBESI diskutierten im Anschluss die Betriebsleiter Robert Lasshofer (Obertauen), Christian Weisshorn (Schöneben) und Bernd Millinger (Lofer). Der Tenor: Sowohl Mitarbeiter als auch Behörden lassen sich rasch überzeugen.

Michael Arnold von Sisag sprach über das SisControl Cockpit.

Johannes Stadler informierte über die visuelle Seilprüfung.

Digital versus Analog

Nach dem Mittagessen schilderte Michael Arnold von Sisag das breite Einsatzspektrum des SisControl Cockpit an konkreten Beispielen: Diese reichen von der Parkraumbewirtschaftung über Auslastungsprognosen und Datenmanagement bis zur Fahrgastinformation in Kabinen mit SisLink.

Denn Abschluss vollzog Johannes Stadler von Remec mit der visuellen Seilprüfung mittels Winspect. Er stellte diese der herkömmlichen Sichtprüfung gegenüber und legte dar, dass mit Winspect bis zu 20 Mannstunden pro Kontrolle und Anlage eingespart werden können.