Schilthorn: Rekordjahr trotz Betriebsunterbruch

Obwohl die oberste Sektion zwischen Birg und Schilthorn sowie das Drehrestaurant und der Top Shop bis Mitte März 2025 geschlossen waren, meldet die Schilthornbahn AG ein positives Jahresergebnis. Sowohl Besucherzahlen als auch Umsatz legten zu – ebenso Gastronomie, Hotellerie und Shops. Wie groß war das Wachstum und was plant das Skigebiet für das Jahr 2026?

Die Schilthornbahn AG hat über ihre Jahresbilanz 2025 berichtet – und sie fällt positiv aus: Sämtliche Geschäftsbereiche schließen mit einem Gewinn ab. Und das trotz der baubedingten Schließung der obersten Sektion zwischen Birg und Schilthorn sowie des Drehrestaurants Piz Gloria und des Top Shops bis Mitte März 2025.

So haben die Frequenzen auf der Hauptlinie zwischen Stechelberg und dem Schilthorn trotz des Betriebsunterbruchs und fortwährend reger Baustellentätigkeit die Höchstwerte aus den Jahren 2018 und 2019 übertroffen.

Die Frequenzen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 17,3 Prozent und lagen sogar 38,4 Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt.

Neue Luftseilbahnen, mehr Kapazität

Im Dezember 2024 wurde die steilste Seilbahn der Welt zwischen Stechelberg und Mürren sowie die schweizweit erste Funifor-Bahn zwischen Birg und Mürren eröffnet. Mitte März 2025 folgte die Eröffnung der Funifor-Bahn zwischen Birg und Schilthorn.

Seit Ende November ist auch die zweite Spur der Luftseilbahn Mürren-Birg in Betrieb, womit die volle Förderleistung mit 800 Personen pro Stunde in das Skigebiet garantiert ist. Diese Kapazitätssteigerung wirkte sich äußerst positiv auf das Gesamtergebnis aus.

Funifor-Bahn zwischen Mürren und Birg.

Allmendhubel profitiert ebenfalls vom Wachstum

Auch die Standseilbahn Mürren-Allmendhubel profitierte von der Zunahme der Gäste nach Mürren. Die Besucherzahlen sind erneut 8,1 Prozent höher als der Höchstwert 2024 – in den Sommermonaten gar um 22,3 Prozent.

Diese Zunahme spiegelte sich zudem im Panorama Restaurant Allmendhubel, dessen Rekordumsatz von 2024 nochmals um 11 Prozent gesteigert werden konnte.

Ein Plus in der Gastronomie, der Hotellerie und den Shop-Betrieben

Obwohl das Drehrestaurant Piz Gloria zu Beginn des Jahres nicht mit der Luftseilbahn erreichbar und deshalb geschlossen war, konnte der Umsatz um über 12 Prozent gesteigert werden. Mit einem Plus von zwei Prozent verbesserte sich das Bistro Birg und auch die Hotels Alpenruh und Blumental haben mit jeweils gut 4,5 Prozent zugelegt.

Die Restaurants Gimmeln und Schiltgrathüsi profitierten von den guten Schneeverhältnissen im vergangenen Winter und steigerten den Umsatz um 15 Prozent.

Der Start in die laufende Wintersaison war hingegen verhaltener, da der Betrieb des Skilifts Gimmeln bisher noch nicht möglich war. Der Top Shop ist seit der Wiedereröffnung des Gipfels im März mit einer größeren Verkaufsfläche präsent.

Dank einer starken Sommersaison ist der Umsatz um fast 11 Prozent gestiegen. Insbesondere das Souvenirgeschäft erreicht wieder die Bestwerte von vor der Pandemie.

Das Drehrestaurant Piz Gloria nach dem Kranabbau im Dezember 2025.

Erfolgreicher Start in die Wintersaison 2025/2026

Seit Beginn der Wintersaison wurden 18 Prozent mehr Ersteintritte verzeichnet als im Vorjahr. Gründe dafür sind der frühe Saisonstart Ende September 2025 mit den Pända Snowpark Sessions, der frühe Wintereinbruch im November sowie insgesamt gute Schneeverhältnisse.

Über die Festtage waren – mit Ausnahme des Skilifts Gimmeln – sämtliche Anlagen und Pisten geöffnet.

Pläne das Jahr 2026

Das laufende Jahr steht ganz im Zeichen des Abschlusses des Seilbahnprojekts SCHILTHORNBAHN 20XX: Rund drei Jahre nach dem Abbruch der Transportseilbahn Käthi, dem symbolischen Baustart, wird am Gründonnerstag, 2. April 2026, die letzte neue Funifor-Spur zwischen Birg und Schilthorn feierlich eröffnet. Sämtliche neuen Seilbahnanlagen und die dazugehörigen Stationen sind damit fertiggestellt.

Was danach folgt, sind ergänzende Ausbauprojekte: In der Station Mürren entsteht ein neuer Sport-Shop mit Skivermietung und einem Bistro. Die Eröffnung ist im kommenden Sommer vorgesehen.

Vervollständigt wird das Angebot zum Start der Wintersaison 2026/2027 mit einem Skidepot, das 300 Schränke für jeweils bis zu zwei Ski-Paare umfasst.