
Tourismus
Vietnam: Seilbahn für den Insel-Flughafen
Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam hat den Bau einer 15 Kilometer langen Seilbahn vorgeschlagen, die den Co-Ong-Flughafen mit dem Zentrum von Con Dao verbinden soll. Ziel wäre es, zukünftige Verkehrsengpässe zu reduzieren und zugleich die Wälder der Insel zu schonen, schreibt das Medium VnExpress.
Der Plan wurde in einem städtischen Bericht über Maßnahmen zur Förderung der sozioökonomischen Entwicklung der Sonderverwaltungszone Con Dao vorgestellt, da in den kommenden Jahren mit einem starken Anstieg der Touristenzahlen gerechnet wird.
Con Dao rechnet mit mehr Touristen
Die Stadtverwaltung schätzt, dass der Flughafen bis 2030 jährlich etwa zwei Millionen Passagiere abfertigen wird, mit einem Anstieg auf drei Millionen pro Jahr im darauffolgenden Jahrzehnt.
Derzeit ist der Co-Ong-Flughafen über eine schmale, zweispurige Bergstraße mit dem Stadtzentrum verbunden, die Fahrtzeiten betragen 20-30 Minuten.
Zudem ist die bestehende Bergstraße in vielen Abschnitten kurvenreich und steil, was bei zunehmendem Verkehr ein hohes Stau-Risiko schafft.
Der Großteil der Insel ist ein Nationalpark.

Seilbahn verringert Eingriff in den Wald
Eine Erweiterung auf vier Spuren gilt als unrealistisch, da hierfür Berge durchbrochen und über 15 Hektar Wald gerodet werden müssten, was die Umwelt stark beeinträchtigen würde. Auch der Transport über Wasserwege wird als ungeeignet eingeschätzt, aufgrund von rauem Meer und unvorhersehbarem Wetter.
Nach vorläufigen Schätzungen würde die Seilbahn nur etwa drei Hektar Wald betreffen – mehr als fünfmal weniger als bei einer Straßenerweiterung.
Die Behörden betonen, dass die Seilbahn nicht nur den Transportbedarf decken würde, sondern auch ein landschaftlich reizvolles Tourismus-Erlebnis bietet, das die Wälder, Berge und Küsten von Con Dao in Szene setzt – ganz im Einklang mit der nachhaltigen Luxus-Tourismusstrategie der Insel.
Nationalpark Con Dao
Con Dao erstreckt sich über fast 76 Quadratkilometer und liegt etwa 230 Kilometer von Ho-Chi-Minh-Stadt entfernt. Mehr als 78 Prozent der Fläche sind als Nationalpark geschützt und beherbergen empfindliche Wald- und Meeresökosysteme.
Die Insel wird als Sonderwirtschaftszone entwickelt, mit Schwerpunkt auf Öko-Tourismus, historischem und spirituellem Tourismus sowie Naturschutz.