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Paris überlegt zweite Seilbahn – wo genau?
Im Dezember 2025 hat die urbane Seilbahn Câble C1 in Paris ihre ersten Gäste empfangen. Die rund 4,5 Kilometer lange Seilbahnlinie mit fünf Stationen verlängert die Metro-Linie 8 und verbessert damit die Anbindung der südlich gelegenen Vororte von Paris an das Verkehrsnetz der Île-de-France.
Und bereits im Januar äußerte die Präsidentin der Region Île-de-France, Valérie Pécresse, laut dem Portal Sortir à Paris den Wunsch nach einer zweiten Seilbahn:
„Wir erlauben uns, vom Vélizy – Pont-de-Sèvres-Seil zu träumen, das eine Fahrt auf der N118 ersparen könnte“, erklärte sie am 14. Januar in ihrer Neujahrsansprache an Île-de-France Mobilités.
Und obwohl es bisher nur eine Idee ist, berichtet France 3 Paris – Île-de-France, dass die Studien zu diesem Projekt wieder aufgenommen werden könnten. Die Seilbahn würde der Route der RN118 folgen und über die Straßenbahnlinie T6 mit Vélizy-Villacoublay verbunden werden.
Die 2017 für dasselbe Projekt durchgeführten Umfragen lieferten kein eindeutiges Ergebnis.
Câble C1
ist Teil der Strategie von Île-de-France Mobilités, das ÖPNV-Angebot im Großraum Paris auszubauen und innovative Mobilitätslösungen zu fördern.

Pro und Contra der zweiten Seilbahn
Laut Pascal Thevenot, dem Bürgermeister von Vélizy-Villacoublay, könnten Pendler dank der Seilbahn in der Hauptverkehrszeit 10 bis 15 Minuten einsparen. Der Bürgermeister ist überzeugt, dass die Seilbahn auch zur Entlastung der Autobahn RN118 beitragen könnte.
Das Projekt scheint zwar bei einigen Nutzern Anklang zu finden, doch der französische Verband der Fahrgastverbände bezweifelt seinen Nutzen.
„Seit Jahren verkehrt ein Bus zwischen Pont de Sèvres und dem Gewerbegebiet Vélizy-Meudon, der außerhalb der Stoßzeiten weniger als 15 Minuten benötigt. Die Seilbahn wird also nicht schneller sein“, zitiert France 3 Paris – Île-de-France Marc Pélissier, Präsident des FNAUT Île-de-France.
„Lediglich während der Stoßzeiten, vielleicht jeweils eine Stunde morgens und abends, könnte sich die Seilbahn lohnen“, so sein Fazit.