Skigebiet Heutal will 25 Mio. Euro investieren

Das Skigebiet Heutal bei Unken (Salzburger Pinzgau) plant Investitionen in eine neue Sesselbahn, eine moderne Beschneiungsanlage sowie einen Gasthof. Insgesamt sind dafür rund 25 Millionen Euro nötig – für den Bau der Seilbahn fehlen allerdings noch mehrere hunderttausend Euro. Wie geht das Skigebiet mit der Finanzierungslücke um?

Der Wildalm-Schlepplift im Skigebiet Heutal bei Unken (Pinzgau) ist fast 60 Jahre alt und wird zunehmend zum Problem für die Destination. Zudem fehlt es immer öfter an Schnee – in dieser Saison konnte die Lifttrasse zu Beginn wegen Schneemangels nicht gespurt werden.

Da der untere Schlepplift als Zubringer fehlt, sind auch die beiden oberen Schlepplifte nicht erreichbar, sodass das gesamte Skigebiet zeitweise stillstand.

Um die Situation zu verbessern, sind Investitionen in Höhe von rund 25 Millionen Euro nötig. So soll im kommenden Jahr eine gebrauchte Sesselbahn den alten Schlepplift ersetzen. Das würde den Betrieb auch bei wenig Schnee ermöglichen – darüber berichtet der ORF unter Berufung auf Geschäftsführer Sebastian Vitzthum:

„Wir sind bekannt als sehr schneesicheres Gebiet. Dennoch verbraucht die Liftspur sehr viel Schnee und Arbeit, die wir dann nicht mehr hätten.“

Für die weitere Entwicklung des Skigebiets sind außerdem eine neue Beschneiungsanlage sowie Investitionen in das bestehende Gästehaus nötig. Ziel ist es, zusätzliche Betten zu schaffen und die Gastronomie zu modernisieren.

Der Beitrag in der Facebook-Gruppe des Skigebiets vom 18. Dezember 25.

Finanzierung noch unvollständig

Die öffentliche Hand und Unternehmen aus der Region wollen das Projekt unterstützen, für die Sesselbahn fehlen aber noch mehrere hunderttausend Euro.

Um die fehlenden Mittel zu sammeln, plant das Skigebiet, sich direkt an Haushalte aus der Region zu wenden: Wer sich mit 5.000 Euro beteiligt, soll zehn Jahre lang zwei Tickets für alle Angebote im Heutal erhalten.

Sanfter Tourismus im Fokus

Das Skigebiet Heutal möchte künftig umweltfreundlicheren Tourismus fördern. Zusammen mit dem Umweltbundesamt haben die Betreiber dafür eine Studie erstellt und neue Ideen für sanften Tourismus entwickelt.

Noch vor wenigen Jahren gab es im Heutal zum Beispiel eine künstliche Eiskletterwand, die viele Besucher aus dem In- und Ausland anlockte.

Zum sanften Wintertourismus gehört auch Skitourengehen. Diese Aktivität ist im Heutal neben dem Skilanglauf seit Jahrzehnten beliebt und wichtig für die Gastronomie – in dieser Saison gibt es bisher allerdings nur wenig Schnee.