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Fotos: Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair AG

Aus der Krise zum Erfolg

Wie eine Notsituation zum Aufschwung von Skihütten führte.

 

Der 15. Jänner mag für viele nichts besonders sein, aber in der Schweiz erinnert man sich noch genau an diesen Tag vor fünf Jahren. Die Schweizerische Nationalbank hat damals beschlossen den Euro-Mindestkurs aufzuheben. Binnen kürzester Zeit sackte der Euro zusammen und der Kurs fiel auf bis zu 0,86 Franken.

 

Für zahlreiche Kreditnehmer, die auf den stabilen Schweizerkurs gesetzt hatten war dies ein schwarzer Tag. Viele verloren ihr Geld und auch der Handel stand mancherorts still. Einer der mit den Auswirkungen kämpfen musste war Herwig Stenitzer. Der gebürtige Steirer ist Gastronomieleiter der Bergbahnen Samnaun AG und sah sich in nur wenigen Tagen mit einem Verlust von etwa 2,5 Millionen Franken konfrontiert.

 

Der finanzielle Schlag wurde aufgrund der Anbindung zum österreichischen Skigebiet Ischgl noch deutlicher. Der hohen Preisunterschied zwischen der österreichischenund der schweizer Seite der Skiregion sorgte für einen starken Rückgang der Kundenfrequenz in Samnaun.

 

 

Die Wintersportler fuhren zum Einkehrschwung lieber in den deutlich billigeren Teil des Skigebiets. Der Gastronom musste nun in kürzester Zeit ein erfolgsversprechendes Konzept entwickeln, um die starken Verluste einzudämmen.

 

Die Lösung für die Notlage der Samnauner Berggastronomie fand sich überraschenderweise im französischen Luxusgut Champagner.

Mit Champagner zum Erfolg

Um die Kundenströme wieder zu erhöhen entwickelte der Gastronomie Experte ein spannendes Konzept und setzte dabei auf den luxuriösen Schaumwein. Die Idee lag darin den Gästen ein Erlebnis zu bieten, wie es nicht auf jeder Skihütte zu finden ist. Wichtiger noch als das Angebot selbst war es dabei vor allem das Preis- Leistungsverhältnis nicht aus den Augen zu verlieren.

 

„Die Gäste sind in den letzten Jahren viel mündiger geworden. Sie können mit dem Handy ganz einfach Preise online vergleichen und wissen daher schnell, ob sie ein gutes Angebot vor sich haben oder nicht“, so Stenitzer.

 

Manche Regionen machen immer wieder mit enormen Preisspitzen auf sich aufmerksam und sorgen so für Negativschlagzeilen. Genau aus dieser Abwärtsspirale wollte man mit dem neuen Konzept ausbrechen.

 

Negativschlagzeilen findet man zu diesem Konzept keine und trotzdem generiert das Erfolgskonzept aus Samnaun viel Aufmerksamkeit. Gerade andere Skigebiete sehen den Champagnertrend neugierig entgegen. Vereinzelt nur und oft auch nur für besondere Events, doch die Nachfrage zum Erfolgskonzept Schaumwein steigt.

Herwig Stenitzer

Leiter Gastronomie Samnaun

„Damit eine Lösung wirklich langfristig funktionieren kann muss man eine WIN-WIN Situation schaffen. Alle Beteiligten sollen von dem Angebot, der Kooperation oder der Neugestaltung profitieren um auch wirklich hinter diesem Konzept zu stehen. Wenn dies noch nicht der Fall ist empfiehlt es sich die Strategie noch weiter zu optimieren.“

Moderater Schaum(wein) Aufschlag

Für die ideale Preisfindung wurden die üblichen Weinaufschläge als Richtwert herangezogen. So können nun die verschiedenen Schaumweine zu einem vernünftigen Preis angeboten werden.

 

„Heute hat kein Gast mehr Verständnis dafür, wenn er im Tal eine günstige Flasche kaufen kann und auf der Hütte dafür das Zehnfache bezahlen müsste und das ist auch gut so“, so Stenitzer. Bereits ab 25 CHF 23 Euro kann man eine gute Flasche des sprudelnden Getränkes in den Hütten, unter seiner Leitung, erstehen.“

Neuer Hüttenshop

Das große Angebot an hochwertigen Schaumweinen wurde von den Gästen gut angenommen und zeigte sich bald als Erfolgskonzept. „Mit einem solchen Zuspruch von den Gästen und einer derartigen Frequenz macht das Ganze auch richtig Spaß“, erzählt der gebürtige Steirer begeistert.

 

Das große Interesse hat dazu geführt, dass der Champagner im Selbstbedienungsrestaurant genau so gut angenommen wird, wie im Barbereich, weshalb es nun auch die Möglichkeit gibt nach einer gemütlichen Verkostung im Gastraum die edlen Tropfen Zollfrei mit nach Hause zu nehmen.

 

Die niedrigen Preise in Kombination mit dem umfangreichen Angebot bringen nun so manchen Feinschmecker so richtig zum Staunen. Derzeit werden am Berg ungefähr 16 Flaschen Champagner pro Tag verkauft und das große Schaumwein Angebot wächst weiter.

Florian Schrems

Experte für Sommer- und Outdoor Gastro Mobiliar

Gerade in diesem Jahr kommt es in der Wintersaison immer wieder zu größeren Temperaturschwankungen. In der Woche vor Weihnachten lagen die Plusgrade noch im zweistelligen Bereich, nur um sieben Tage später wieder unter den Gefrierpunkt zu fallen.

 

Besonders in der Berggastronomie muss man da sehr flexibel sein, denn der Außenbereich ist auch im Winter eine gern genutzte Möglichkeit die Natur zu genießen. Im Zentrum eines guten Wintergastgartens steht wie auch im Sommer die Wahl der richtigen Möbel. Diese sollten je nach Anspruch und Gegebenheiten vor Ort unterschiedliche Faktoren erfüllen.

 

Falls die Möbel direkt Schnee und Eis ausgesetzt werden sind selbstverständlich andere Materialeigenschaften zu empfehlen, als wenn die Möbel nur bei sonnigen Wintertagen auf die Terrasse gestellt werden. Dabei gilt: Für erst genanntes Szenario sollte ein winterhartes, robusten Material verwendet werden.

 

Die Outdoormöblierung sollte auch über ein größeres Eigengewicht verfügen, um den höheren Windgeschwindigkeiten am Berg standhalten zu können. Schönwettermöbel auf der anderen Seite, müssen leicht verschiebbar sein und sollten je nach Gegebenheiten nur wenig Platz in Anspruch nehmen.

 

Gerade Berghütten kämpfen häufig mit unterschiedlichen Anforderungen weshalb, hier auch Sonderanfertigungen der richtige Weg sein könnten. Eine Beratung über die richtigen Materialen und Eigenschaften sind aber für Wintermöbel sehr zu empfehlen. Ihre Fragen und Meinugen können Sie gerne direkt an mich schicken: E-Mail: fschrems@schrems.co.at