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Das Prinzip, den Seileinzug durch die Eigenleistung der Bahn durchzuführen ist das Selbe wie beim Austausch vor 13 Jahren. Foto: Bergbahnen Destination Gstaad AG

Gstaad:

Ein neues Förderseil für die Wispile Gondelbahn.

Nach 13 Jahren in Betrieb musste das 3751 Meter lange Seil nun ausgetauscht werden. Kein einfaches Unterfangen, denn der Seileinzug ist ein aufwendiger Vorgang.

 

Zuerst musste die  hydraulische Spannvorrichtung im Tal entspannt werden um das Abhängen des Seiles aus zwei Stützen zu ermöglichen. Anschließend mussten das alte und neue Seil über einen provisorischen Spleiss miteinander verbunden und ein Drallhalter eingebaut werden.

 

Dieser ermöglichte erst einen geraden Seileinzug. Nach diesem Arbeitsschritt wurde das alte Seil nur noch aufgerollt und das neue Seil in umgekehrten Vorgang wieder eingehängt. Zuletzt wurde das Seil via Hydraulik wieder auf eine Betriebsspannung von 13 Tonnen gesetzt. Die einzigartige Bahn befand sich während des gesamten Prozesses in einem Überbrückungsmodus.

 

Bei der Gstaader Bahn handelt es sich nämlich um eine besondere Rarität und zwar um die einzige Bahn welche zwei Sektionen mit nur einem Antrieb und zwei unabhängigen Förderseilen betreibt. Das bedeutet jedoch auch, dass bei Sturm oder anderen Problemen die untere Sektion nicht losgelöst fahren kann. Damit muss jede Gondeln bis in die Bergstation fahren und kann nicht in der Mitte einfach umgelenkt werden. Die Kosten für den neuen Seileinzug sowie den Seilersatz beliefen sich auf über 100.000 CHF.