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Im Schwarzwald kommt die Gecko-Kette auf einem Pisten- Bully 600 bereits zum Einsatz.

Hans Hall

Die Problemlöser

Mit der neuen „Gecko-Kette“ und dem neuen Verankerungssystem für Raupenstege an Gummibändern reagiert die HANS HALL GmbH auf aktuelle Probleme in der Pistenpflege innovativ und praxistauglich.

 

Seit Jahren setzt die Hans Hall GmbH in der Entwicklung von Raupenketten und Ersatzteilen Maßstäbe in der Branche. 

 

Auf Problemstellungen der aktuellen und älteren Kettenkonstruktionen reagiert das deutsche Unternehmen stets mit zeitnahen, innovativen und praxis-tauglichen Entwicklungen. Ihre Verbesserungen fügen sich dabei passgenau in vorhandene Systeme ein.

 

Mit der neuen Gecko-Kette und dem Verankerungssystem für Raupenstege an Gummibändern hat HANS HALL kürzlich zwei Produkte zur Marktreife gebracht, die technische Meilensteine setzen.

Zwei Schnittkanten, kein Kippen

So bilden die Stege der neuen Gecko-Kette statt der üblichen Keilform ein U, besitzen also statt nur einer jeweils zwei Schnittkanten. „Die klassischen Stege kippen aufgrund ihrer Keilform leicht um und beschädigen die Gummibänder. Die Stege der Gecko- Kette stehen dagegen gerade und stabil auf zwei Schnittkanten und haben ein geringeres Kippmoment“, erklärt Geschäftsführer Hans Hall.

 

Durch das neue Design der Stege gewinnt das Pistenfahrzeug mehr Laufruhe, „die Vibrationen sind komplett weg“, wie es Hall formuliert. Die Stahlkette hat zudem eine sehr leichte Drehfähigkeit, während die Belastung für Rahmen und Federsysteme deutlich verringert werden. Zudem hat die Fräse weniger Arbeit, da die Stege mit ihren zahlreichen Schnittkanten den Schnee feiner zerschneiden und nicht so tief in ihn eindringen.

Langloch adé!

Während die Gecko-Kette nicht nur für Neufahrzeuge interessant ist, hat HANS HALL mit dem neuen Verankerungssystem für Raupenstege an Gummibändern eine Lösung für bestehende Ketten geschaffen. Bisher werden die Stege mit einer einfachen Loch-Klemmung an die Gummibänder geschraubt. Durch die Einbringung der Löcher in das Gummiband werden die Zugfäden in diesem Bereich zerschnitten und bieten keinen Halt beziehungsweise übernehmen keine Zugkraft mehr.

 

Durch die Löcher wird ein Gummiband um 30 Prozent seiner Zugkraft beraubt. Die Folge: In den Gummibändern entstehen Langlöcher, Blasen und Risse – die Gummibänder müssen oft schon nach 2.000 Betriebsstunden ausgetauscht werden. „Wir haben daher ein Verankerungssystem entwickelt, welches die Kräfte, die auf das Schraubenloch wirken, komplett übernimmt und direkt in das Gewebe leitet.

 

Durch die neue Zahnscheibe haben wir eine direkte und kraftschlüssige Verbindung in das Gewebe des Gummibandes. Die Zähne durchdringen das Gewebe schonend und passen sich dort ein ohne Zerstörung der Fäden“, berichtet Hall. Konkret werden die Stege mit einem Zahnkranz aus Nägeln, der das Loch umschließt, an die Gummibänder befestigt.

 

Die Zugkräfte lasten somit auf den Nägeln, welche sich in das Gewebe einpassen. Das Loch ist dagegen spannungsfrei und dient nur noch der Fixierung. „Die Zugfähigkeit an den Lochstellen entspricht fast einem Gummiband ohne Loch. Unsere Tests ergaben, dass die Verbindung die Entstehung von Langlöchern nicht zuläßt, sondern so stabil ist, dass diese erst nachgibt wenn das Gummiband reißt und an seiner Streckgrenze ist“, sagt Hall.

Komponenten der Gecko-Kette

Wasser kann nicht eindringen

Die Untersuchungen zeigen zudem, dass die Lebensdauer um mindestens 30 Prozent verlängert wird, da durch die großflächige Abdichtung der Verbindungsstelle unter anderem die Wassereindringung unterbunden wird. Der Kraftschluss direkt in das Gewebe durch die Zahnscheibe optimiert die Verbindung zusätzlich. Ebenfalls praktisch: Das neue System von HANS HALL kann für sämtliche Pistenraupen nachgerüstet werden. Eine Optimierung der Lebensdauer von Kettenbändern in bestehende Ketten wird schon erreicht, wenn die Spurbügelbänder mit diesem optimierten Montagesystem nachgerüstet werden. ts

Querschnitt: Zahn im Gewebe.

Zahnscheibe montiert. Fotos: HANS HALL