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Die neue Bergstation wurde etwa 680 Meter nord-westlich der bestehenden Bergstation Krössbichl errichtet. Fotos: Gaugelhofer & Ganyecz

Gaugelhofer & Ganyecz

Neuerschliessung im Zillertal

Der neue Wimbachexpress ist rund einen halben Kilometer länger als sein Vorgänger und sorgt damit nicht nur für eine bessere Zufahrt zu bereits bestehenden Pisten, sondern ist auch Grundstein einer völlig neuen Piste.

 

Die Bergbahnen Skizentrum Hochzillertal GmbH & Co KG mit dem Sitz in Uderns beschlossen im Jahr 2017 die bestehende kuppelbare 4er-Sesselbahn Krössbichl durch eine Einseilumlaufbahn mit 10-er Kabinen zu ersetzen.

 

Durch diesen Umbau konnte nicht nur der Komfort für die Wintersportler während der Auffahrt verbessert, sondern durch eine umsichtige Planung die Trasse selbst optimiert werden.

 

Dadurch können die bereits bestehenden Pisten komfortabler und durch die erhöhte Förderleistung auch schneller erreicht werden. Zusätzlich konnte durch den Umbau auch noch eine komplett neue Piste erschlossen werden, welche das Angebot des Hochzillertals noch erweitert.

 

Die neue Spurführung der Anlage machte es auch nötig, die Bergstation etwas höher und weiter nach Westen zu versetzten.

 

Beim Neubau der Anlage setzte man auf ein modernes Design und robuste Materialen. Durch die Erfahrungen der Vorarlberger Planer in diesem Bereich entschied man sich am Ende für eine Stahl-Glas Kombination, der auch den strengen Witterungsbedingungen, welche auf über 2.000 Metern Seehöhe herrschen, problemlos widersteht.

Knapp 6 Minuten dauert die Fahrt mit dem Wimbachexpress zur neuen Bergstation. Diese bietet nicht nur kulinarische Höhenflüge, sondern auch ein unglaubliches Panorama während der neuen Abfahrt. Foto: Schulz Gruppe

Technik und Genuss in einem Haus

„Panoramaerlebniss und Pastagenuss“ wird den Besuchern im neuen Italienischen Restaurant Albergo, in der Bergstation geboten. Auch hier mussten gleich bei der Planung des fantastischen Außenbereiches und des großzügigen Gastraumes einige bauliche Auflagen berücksichtigt werden.

 

Durch die gute Vorbereitung der Planungsgesellschaft Gaugelhofer & Ganyecz gab es auch hier keine Verzögerungen bei der Umsetzung oder der späteren Abnahme.

 

Weiters bietet das dreigeschossige Stationsgebäude, der für den Betrieb der Anlage nötigen Technik Platz. Der elektrische Antrieb, welcher als Brückenantrieb geführt wird, befindet sich gemeinsam mit dem Bahnsteig, dem Kommandoraum und einem Appartement im „Seilbahngeschoss“ des Gebäudes.

Die Natur im Blick

Auch bei der Abtragung der Anlage, beziehungweise der Rückführung wurde auf das umgebende Gelände geachtet. Die bestehenden Fundamente wurden bis mindestens 0,3 Meter unter dem Geländeniveau eingeebnet und die wenigen dadurch entstandenen Bodenverletzungen wurden mit Erde ausgeglichen. Dadurch wurde das Gelände wieder an die natürliche Umgebung angepasst.

 

Die anschließende, an den Bergraum angepasste Begrünung unterstützt auch den natürlichen Erholungsprozess der umliegenden Fauna und Flora. Natürlich hat man sich auch um die Teile der alten Sesselbahn gekümmert. Diese wurden vollständig sach- und fachgerecht demontiert und entsprechend der geltenden Bauresteverordnung von den zuständigen Parteien entsorgt.

Es wird nichts dem Zufall überlassen

Das Plaungsbüro für Seilbahnanlagen Gaugelhofer & Ganyecz denkt an jeden Schritt während der Projektphase. Dies reicht von den, für die Region spezifischen Bauvorschriften über die Planung der Anlage selbst, bis hin zur Lösungsfindung, falls es zu unvorhergesehenen Ereignissen kommt.

 

Als Partner weiß man sich durch die hohe fachliche Kompetenz des Unternehmens in jeder Situation gut aufgehoben. Denn bei Gaugelhofer & Ganyecz wird nichts dem Zufall überlassen. tm

Technische Daten

Wimbachexpress