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Visa: Was Zahlungen über Skigäste verraten
Österreich bleibt eine Wintersportnation: Eine aktuelle Visa-Umfrage unter 1.000 Teilnehmenden zeigt, dass 83 % der Bevölkerung in den letzten drei Jahren aktiv waren – sei es auf der Piste, dem Eis oder beim Snowboarden.
Drei Viertel buchten dafür einen Urlaub – beliebteste Destination ist dabei eindeutig Österreich: 89 Prozent der Urlauber bleiben im eigenen Land. Die Hauptgründe dafür sind vor allem die Nähe und Erreichbarkeit (52 %) sowie die Vertrautheit (45 %).
Auch bei internationalen Gästen ist Österreich gefragt und liegt sowohl bei den Deutschen (39 %) als auch den Niederländer (50 %) auf Platz 1 der populärsten Wintersportregionen.
Zur Studie
Die im Dezember 2025 von Visa in Auftrag gegebene Umfrage wurde von Toluna, einer globalen Online-Plattform für Markt- und Meinungsforschung, durchgeführt und umfasste 18.000 international befragte Personen, darunter 1.005 Befragte in Österreich. Länder: Österreich, Schweiz, Deutschland, Frankreich, Schweden, Vereinigtes Königreich, USA, Niederlande, Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn, Rumänien, Slowenien, Kroatien, Bulgarien.
Ausgaben um 14 Prozent gestiegen
Mit Blick auf die Olympischen und Paralympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 rechnet Visa mit zusätzlicher Dynamik: Vier von zehn der befragten Österreicher geben an, dass die Spiele sie zu Wintersportaktivitäten inspirieren.
Die wachsende Begeisterung bringt laut Visa auch wirtschaftliche Effekte mit sich: Einer Analyse interner VisaNet Daten von Visa Consulting & Analytics (VCA) zufolge sind die Ausgaben mit Visa Karten in europäischen Wintersportdestinationen in der Saison 2024/25 im Vergleich zu 2023/24 um 14 Prozent gestiegen.
.Skigebiete in Österreich, Polen und Italien verzeichnen mit jeweils plus 20 Prozent den stärksten Zuwachs, gefolgt von Frankreich (plus 15 %). In Österreich lagen die Ausgaben in Ferienorten von Ende Dezember 2024 bis Anfang März 2025 durchgehend über dem wöchentlichen nationalen Durchschnitt – meist um das 1,5- bis 2,5-fache. Das unterstreicht die wirtschaftliche Relevanz der Wintersportsaison für Tourismusregionen.
Zur den Daten:
Die VisaNet-Daten zeigen die Ausgaben im persönlichen Kontakt (face-to-face) in den Skigebieten in Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Finnland, Norwegen, dem Vereinigten Königreich, Polen, Schweden und der Schweiz im Zeitraum vom 15. Dezember bis 15. März der Saison 2024/25 im Vergleich zu 2023/24.

Stefanie Ahammer
Country Managerin Visa Österreich.
„Die Olympischen und Paralympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 verstärken das Interesse am Wintersport und eröffnen der europäischen Wintersportbranche zusätzliche Wachstumschancen. Egal ob Beherbergung, Gastronomie, Liftbetreiber oder der Sportfachhandel – sie alle können von der Begeisterung rund um die Spiele profitieren, was auch für Österreich als eine der führenden Wintersportnationen Impulse bringt.“
Technologie als Beschleuniger bei Planung und Buchung
Eine wichtige Rolle bei der Urlaubsvorbereitung wird in Zukunft künstliche Intelligenz (KI) spielen. So nutzt der Visa Umfrage zufolge bereits jetzt ein Drittel der Österreicher KI, um Destinationen zu recherchieren und Reiserouten zu erstellen; weitere 42 Prozent wollen dies künftig tun. Ein zentraler Treiber ist Zeitersparnis (67 %).
„Diese Entwicklung spiegelt die wachsende Nachfrage nach schnelleren, nahtloseren Abläufen von der Planung bis zur Bezahlung wider. Mit Visa Intelligent Commerce arbeiten wir daran, dass KI in Zukunft nicht nur bei der Auswahl von Angeboten hilft, sondern KI-Agenten auch Zahlungen sicher ausführen können“, so Ahammer.