
Management & Tourismus
Studie: Alpiner Skilauf verliert an Bedeutung
„Eine Generation später: Alpiner Schilauf verliert beim Winterurlaub an Bedeutung“ betitelt das Market Institut seinen Vergleich einzelner Wintersportarten von 1996 bis 2026.
Besonders deutlich wird demnach der Rückgang der Bedeutung des alpinen Schilaufs. Diese Sportart war 1995 mit großem Abstand die wichtigste Wintersportaktivität und prägte das Bild des klassischen Winterurlaubs. Im Jahr 2026 liegt ihr Anteil jedoch um ganze 10 Prozentpunkte niedriger.
Damit verliert der Schilauf nicht nur an Beliebtheit, sondern auch seine Rolle als klarer Hauptgrund für einen Winterurlaub. Der Rückgang deutet laut market Institut auf strukturelle Veränderungen hin, etwa veränderte Freizeitgewohnheiten, höhere Kosten oder auch klimatische Unsicherheiten.

Keine Dominanz mehr
Auffällig ist demnach zudem, dass 2026 mehrere Wintersportarten nahezu gleichauf liegen. Alpiner Schilauf, Rodeln, Schneewandern und Eislaufen erreichen ähnliche Zustimmungswerte.
Im Gegensatz zu 1995 gibt es somit keine dominante Wintersportart mehr, sondern eine stärkere Fragmentierung der Interessen. Der Wintersport wird vielfältiger, aber auch weniger klar fokussiert auf einzelne Aktivitäten. Dies spricht für individuellere und flexiblere Freizeitgestaltung.
Neben dem alpinen Schilauf zeigen auch weitere Wintersportarten deutliche Rückgänge. Besonders stark betroffen sind das Pferdeschlittenfahren, das um 6 Prozentpunkte an Bedeutung verliert, sowie Eisstockschießen (–4 %) und Snowboarden (–3 %).
Winterurlaub ohne Sport
Ein besonders aussagekräftiger Befund ist der starke Anstieg der Kategorie „Nichts davon“. Während 1995 noch 17 % der Befragten angaben, keine der genannten Wintersportarten im Winterurlaub auszuüben, sind es 2026 bereits 31 %.
Da gleichzeitig keine Wintersportart insgesamt deutlich an Bedeutung gewonnen hat, schließt das Market Institut, dass Wintersport im Allgemeinen an Relevanz verliert. Immer mehr Menschen verbringen ihren Winter offenbar ohne sportliche Aktivitäten oder wenden sich alternativen Urlaubsformen zu.
Zusammenfassend zeigt die Grafik einen klaren Strukturwandel: Der klassische, sportlich geprägte Winterurlaub verliert an Bedeutung, während individuelle, weniger sportzentrierte Formen zunehmen.