Weniger Gäste wegen Olympia: Unerwarteter Effekt in Südtirol

Die Olympischen Spiele sind vorbei – und einige Skigebiete in Italien können durchatmen. Obwohl Olympia als Touristenmagnet gilt, verzeichneten manche Destinationen während der Spiele einen Rückgang bei den Gästezahlen.

Obwohl die Olympischen Spiele weltweit Millionen Zuschauer anziehen und das Gastgeberland versucht, neue Gäste zu locken, bleiben manche Touristen den Austragungsorten während der Spiele lieber fern.

Die Zeitung „Il Dolomiti“ berichtet, dass die Skigebiete in Val di Fassa und Primiero seit Beginn der Olympischen Winterspiele rund zehn Prozent weniger Besucher verzeichnen. In Alpe Cermis, etwa 100 Kilometer von Cortina entfernt, liegt der Rückgang sogar bei 40 Prozent.

Mögliche Ursache: Angst vor überfüllten Skigebieten

Das Medium zitiert Valeria Ghezzi, Präsidentin des Nationalen Verbands der Seilbahnbetreiber:

„Das ist sicher nicht der Februar, den wir erwartet hätten.“

Selbst einheimische Touristen hätten laut Ghezzi möglicherweise „aus Angst vor Chaos“ andere Reiseziele gewählt. Man hofft, dass sich die Lage im weiteren Verlauf der Skisaison wieder verbessert.

Viele Besucher könnten Sorge vor überfüllten Olympiastandorten, abgesperrten Pisten und Menschenmassen haben. Allerdings betont Ghezzi: „Die Temperaturen sind ideal, die Pisten sind perfekt und wir sind voll einsatzbereit.“ Außerdem gebe es ausreichend Parkplätze.

Die Olympischen Winterspiele 2026

2026 fanden vom 6. bis 22. Februar in Mailand und Cortina d’Ampezzo statt.

Anstieg direkt nach den Spielen erwartet

Gleichzeitig gehen Experten davon aus, dass der Touristenansturm nach den Winterspielen richtig Fahrt aufnehmen dürfte. „Die Olympischen Spiele sind zweifellos eine einmalige Chance“, sagte Francesca Misconel, Marketingmanagerin von Alpe Cermis, gegenüber „Il Dolomiti“.

Die Olympischen Winterspiele in den Austragungsstädten Mailand und Cortina d’Ampezzo endeten am 22. Februar.