Wann laufen Schneeerzeuger wirklich?

TechnoAlpin hat erstmals anonymisierte Betriebsdaten von 13.129 Schneeerzeugern in 112 österreichischen Skigebieten ausgewertet. Das Ergebnis: In der Wintersaison 2025/26 waren die Anlagen durchschnittlich 169 Stunden im Einsatz. 40 Prozent der hergestellten Schneemenge entfielen auf nur sechs Tage im November – jenes kurze Zeitfenster, in dem die Grundbeschneiung für die Saison aufgebaut wurde.

Wie lange technische Schneeerzeuger tatsächlich in Betrieb sind, wurde bisher vielfach geschätzt. Anhand von anonymisierten Daten aus seiner Steuerungssoftware ATASSpro hat TechnoAlpin nun eine Datengrundlage ausgewertet.

Die Basis bilden anonymisierte Betriebsdaten von 13.129 technischen Schneeerzeugern aus 112 Skigebieten in Österreich, die mit ATASSpro arbeiten. Dadurch ließ sich der tatsächliche Einsatz der Anlagen systematisch analysieren.

Matthias Illmer

Geschäftsführer von TechnoAlpin Österreich

„ATASSpro unterstützt Skigebiete dabei, ihre Beschneiung präzise zu steuern. Die anonymisierten Betriebsdaten ermöglichen uns darüber hinaus einen analytischen Blick auf die technische Schneeerzeugung in der Praxis. So gewinnen wir Erkenntnisse, mit denen wir unsere Systeme kontinuierlich weiterentwickeln und gleichzeitig besser verständlich machen können, wie moderne Schneeerzeugung tatsächlich funktioniert und wie wir unsere Kunden bestmöglich unterstützen können.“

Konzentration auf wenige Tage im November

Ein großer Teil der Schneerzeugung konzentrierte sich auf wenige Tage im November und damit auf einen Zeitraum kurz vor Saisonbeginn. Zwischen dem 18. und 23. November wurden 40 Prozent der gesamten Schneemenge erzeugt.

In vielen Skigebieten fällt dieser Zeitraum in die Phase der Grundbeschneiung. Dabei wird eine möglichst gleichmäßige und belastbare Schneebasis aufgebaut, die wesentlich zur Pistenqualität während der Wintersaison beiträgt.

Mehr als die Hälfte des produzierten Schnees – 58 Prozent – entstand bei Grenztemperaturen, also bei Feuchtkugeltemperaturen zwischen minus 2 und minus 7 Grad Celsius.

Die Feuchtkugeltemperatur berücksichtigt sowohl die Lufttemperatur als auch die Luftfeuchtigkeit und ist damit eine entscheidende Messgröße für die technische Schneeerzeugung. Nachbeschneiungen erfolgen im weiteren Verlauf überwiegend punktuell und abhängig von Witterung, Schneelage und Pistennutzung.

Factbox: Betriebsdaten technische Schneeerzeugung – Winter 2025/26

  • Datengrundlage: anonymisierte Betriebsdaten aus 112 österreichischen Skigebieten
  • Steuerungssystem: ATASSpro von TechnoAlpin
  • Schneeerzeuger im Einsatz: 13.129
  • Durchschnittliche Betriebsdauer: 169 Stunden je Schneeerzeuger
  • 40 Prozent der erzeugten Schneemenge: 18. bis 23. November 2025
  • Durchschnittliche Feuchtkugeltemperatur während des Betriebs: –6,4 °C

„Die Grundbeschneiung legt eine wesentliche Basis für die Pistenqualität während der Wintersaison. In einem kurzen Wetterfenster schaffen die Skigebiete so jene Schneebasis, auf der die weitere Pistenpräparierung aufbauen kann. Dafür müssen Wetterbedingungen, Infrastruktur und Steuerung optimal zusammenspielen“, erklärt Illmer.

Die Daten liefern zudem Einblicke in Betriebszeiten, Wetterbedingungen und Entwicklungen über den gesamten analysierten Anlagenbestand.

„Je größer die Datengrundlage ist, desto besser können wir Zusammenhänge erkennen. Die anonymisierten Auswertungen helfen uns, die technische Schneeerzeugung noch präziser und effizienter zu gestalten. Gleichzeitig liefern sie wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung unserer Systeme“, sagt Illmer.

Auswertung-Hinweise

Die Auswertung basiert auf anonymisierten Betriebsdaten von insgesamt 13.129 TechnoAlpin-Schneeerzeugern, die in der Wintersaison 2025/26 in Österreich über ATASSpro betrieben wurden.

Die Auswertung umfasst jene 112 österreichischen Skigebiete, die ATASSpro einsetzen und deren anonymisierte Betriebsdaten in die Analyse einfließen. Sie stellt daher keine Vollerhebung aller österreichischen Skigebiete dar.