Melzer & Hopfner: Neubauprojekte 2025

Modernisierte Stationen, innovative Technik und mehr Komfort: 2025 setzte MELZER & HOPFNER in mehreren Skigebieten Projekte um, um die Seilbahnen für Gäste sowie Mitarbeiter zu optimieren. Ein Blick auf die wichtigsten technischen Highlights.

Seit über 35 Jahren entwickelt das Vorarlberger Seilbahnplanungsbüro MELZER & HOPFNER für jedes Projekt individuelle Bestlösungen. Auch heuer wählte das Team für jeden Auftrag einen Ansatz, der auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt war:

So wurden unter anderem die Windresistenz der Seilbahnen erhöht, Stationen optimiert, der Transport von Fahrrädern erleichtert und Materialien nachhaltig wiederverwendet.

Daniel Mangold, GF Melzer & Hopfner:

„Das Team von MELZER & HOPFNER bedankt sich bei allen Bauherren für die jahrelange Treue und das Vertrauen in unser Büro.“

Loischkopfbahn, Bürserberg, im Brandnertal, Vorarlberg

Das Brandnertal mit den Skigebieten Brand und Bürserberg zählt zu den stärksten Tourismusdestinationen Vorarlbergs. Aufgrund des stark gestiegenen Besucheraufkommens, insbesondere durch den erfolgreichen Bikepark Brandnertal, wurde eine Modernisierung der Anlagen notwendig.

Die bisherigen Sesselbahnen Einhornbahn II und Loischlift konnten die Nachfrage nicht mehr bewältigen. Nach mehreren Jahren Vorbereitung und Abstimmung, insbesondere im Bereich Naturschutz, begann im April 2025 der Bau einer neuen Anlage. Die neue 10er-Einseilumlaufbahn ersetzt die alten Sessellifte Einhornlift 2 und Loischlift sowie den Schlepplift Tschengla.

Kompakte Bauweise

Die Talstation der Loischkopfbahn vereint auf kleinem Raum alle wichtigen Infrastrukturen.

Die Gesamtplanung stammt von MELZER & HOPFNER und setzt auf einen modernen Baustil, lichtdurchflutete Räume, klare Formensprache sowie hohe Funktionalität. Die neue Talstation vereint auf kleinem Raum alle wichtigen Infrastrukturen: Seilbahnbahnhof, Pumpstation für die Beschneiung, Lagerflächen, Trafozellen, Pistengerätegarage und Betankungsanlage.

Für die Zukunft ist bereits ein zweistöckiges Mitarbeiter-haus mit 18 Wohneinheiten vorbereitet. Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle: Die Südfassade der Pistengerätegarage wird mit einer PV-Anlage ausgestattet.

Innovativ ist auch der Transport von Fahrrädern: Das BikeCab aus dem Haus DOPPELMAYR ermöglicht den komfortablen Transport von acht Bikes pro Kabine. Die Gäste können ihre Räder selbst ein- und ausladen, sodass sie ohne sperrige Bikes mit der Kabine bergauf fahren.

Die Sesselbahn Gartnerkofel in Nassfeld wurde nach 40 Jahren Betrieb ersetzt. © MELZER & HOPFNER

Die Talstation Gartnerkofel wurde am bisherigen Standort neu gestaltet. © Rendering. MELZER & HOPFNER

Gartnerkofelbahn, Nassfeld, Kärnten

In den 1960er Jahren begann Nassfelds touristische Entwicklung, die es zu einem der bekanntesten Skigebiete Österreichs machte. Ein wichtiger Faktor des Erfolgs ist die kontinuierliche Weiterentwicklung der Infrastruktur: So wurde in diesem Jahr die 1985 eröffnete 4er-Sesselbahn Gartnerkofel ersetzt.

Sie wird durch eine moderne 10er-Kabinenbahn abgelöst, um Komfort und Kapazität zu erhöhen. Die Herausforderung bestand darin, die doch recht großzügige Kubatur der Tal- aber auch der Bergstation sanft und optisch ansprechend in die Landschaft zu setzen.

MELZER & HOPFNER plante die neuen Stationen so, dass die Talstation am bisherigen Standort bleibt und zukünftig über ein modernes Gastronomieangebot verfügen wird.

Die vollautomatische Fahrzeuggarage befindet sich seitlich der Talstation und umfasst neben den notwendigen Betriebsräumen auch Büros, Ticketautomaten und großzügige Lagerflächen. Die Bergstation wurde leicht talwärts geschoben, um mehr Platz beim Ein- und Ausstieg zu bieten.

Mehr Leistung am Berg

Bild von den Bauarbeiten an der Maiskopf-Sesselbahn, die ihre Kapazität deutlich steigern wird.

Maiskopf-Sessellift, Fieberbrunn, Tirol

Der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn bekommt diesen Winter eine neue Sesselbahn. Der F8 Maiskopf-Schlepplift wird durch eine fixgeklemmte 6er-Sesselbahn ersetzt. Die Strecke bleibt unverändert, die Transportkapazität steigt von 800 auf 1.800 Personen pro Stunde.

Bei der Planung wurde bewusst darauf geachtet, möglichst viele Materialien der Seilbahn aus Ischgl wiederzuverwenden. So stammen unter anderem das Antriebssystem, die Stützen und die Sessel von der ehemaligen Sassgalun-Bahn in Ischgl. Diese Elemente werden mit einem neuen Steuerungssystem und modernen Gebäuden kombiniert.

In Kappl erwartet die Gäste eine moderne 10er-Kabinenbahn. © Bergbahnen Kappl AG

Die neue Talstation in Kappl sorgt für mehr Komfort. © Bergbahnen Kappl AG

Diasbahn, Kappl, Tirol

In dieser Saison dürfen sich die Gäste des Skigebiets Kappl über noch mehr Komfort freuen: Die alte kuppelbare 4er- Kabinenbahn aus dem Jahr 1987 wurde ersetzt. Die Verantwortlichen in Kappl beauftragten MELZER & HOPFNER mit der Aufgabe, die notwendigen Modernisierungen zu betreuen.

Die Förderleistung wurde auf 2.400 Personen pro Stunde festgelegt. Der Antrieb befindet sich in der Bergstation, im Tal wird die Bahn hydraulisch abgespannt. Hohe Kabinen mit ebenem Einstieg garantieren höchsten Komfort.

Besonders an diesem Projekt ist, dass die neue 10er-Diasbahn größtenteils aus der früher in Mannheim eingesetzten Seilbahn stammt.

Durch die Übernahme dieser Anlage setzen die Bergbahnen Kappl ein Zeichen für Nachhaltigkeit: Statt eine komplett neue Anlage zu bauen, wurde die bestehende Bahn sorgfältig demontiert, geprüft und für den Einsatz in Tirol vorbereitet.

Facelift

Die Karrenseilbahn hat ein modernes Talstationsgebäude erhalten.

Karrenseilbahn, Dornbirn, Vorarlberg

Nicht zuletzt wurde 2025 die Dornbirner Karrenseilbahn umfassend modernisiert: Die Talstation erhielt ein Refresh und die Seilbahntechnik wurde nach 25 Jahren komplett erneuert, insbesondere die Steuerung.

Das neue Talstationsgebäude orientiert sich optisch am Bestand und verbindet modernes Design mit funktionaler Gestaltung. Der Kern mit der mechanischen Seilbahntechnik blieb nahezu unverändert.

Ergänzt wurde das Gebäude durch zwei Anbauten: Im Osttrakt sind Lagerflächen für die Bergbahn und die Berggastronomie untergebracht, im Westtrakt wurden Kassa- und Wartebereich sowie Büroräume für die Mitarbeiter eingerichtet.

Achtsames Konzept:

Am Katschberg ist der Neubau harmonisch in die Landschaft integriert.

Almbahn Katschberg, Kärnten/Salzburg

Am Katschberg beginnt ein neues Kapitel: Die alte 3er-Sesselbahn auf das Aineck, gebaut 1980 und 1987 saniert, galt seit Jahren als Schwachpunkt. Besonders an windigen Tagen kam es häufig zu Stillständen.

Jetzt sorgt die neue Bahn mit integrierten Zusatzgewichten von 160 Kilogramm in den Kabinenböden, höherer Windresistenz bis zu 80 km/h und geschlossenen Kabinen für mehr Stabilität und Komfort. MELZER & HOPFNER verantwortet in diesem Projekt die Generalplanung sämtlicher Leistungen von der Konzeptphase bis zur Umsetzung.