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Spanische Skigebiete investieren kräftig
Zur kommenden Skisaison 2026/2027 wird das spanische Skigebiet Astún seine neuen Sesselbahn Balsas in Betrieb nehmen. Das berichten die Medien Noticias und El Periodico. Die fixgeklemmte 4er-Sesselbahn soll die geplante Verbindung von Astún mit Candanchú verstärken.
Angesichts des absehbaren Anstiegs der Skifahrerzahlen durch die Kabinenbahn-Verbindung mit Candanchú hält das Skigebiet Astún die Installation der neuen Sesselbahn für notwendig und budgetiert dafür 5,3 Millionen Euro.
Technische Daten im Überblick:
- Länge: 788 m (schräge Länge: 820 m)
- Höhenunterschied: 203 m (zwischen 2.015 m und 2.218 m Höhe)
- Durchschnittliche Neigung: 25,8 %
- Kapazität: 1.884 Personen pro Stunde
Die Anlage mit dem Namen TF4 Balsas wird im westlichen Teil des Skigebiets entstehen und in der Nähe des Sessellifts La Raca verlaufen. Die Talstation befindet sich unterhalb der grünen Piste Prado Blanco, während die Bergstation oberhalb der Piste Balsas liegt.
Die Bergstation der künftigen Verbindungs-Gondelbahn aus Candanchú wird auf einer Höhe von 2.022 m liegen. Da sich diese in unmittelbarer Nähe der Talstation der neuen Balsas-Seilbahn befindet, können Skifahrer den Einstieg auf 2.015 m Höhe bequem erreichen.
Der Auftrag wurde an das Unternehmen Leitner vergeben. Die Anlage wird über 96 feste 4er-Sessel verfügen, wobei auf ein Förderband beim Einstieg verzichtet wird.
Pistenplan Alto Campoo
Ein neuer Anfängerbereich soll entstehen.

Skigebiet Alto Campoo vor umfassender Renovierung
Das Ski- und Bergresort Alto Campoo treibt derzeit umfassende Investitionen in Seilbahn, Anfängerzone und Schneefräsen voran. Das berichten die Medien Démocrata und EuropaPress.
Demnach läuft derzeit ein Genehmigungsverfahren, um den Schlepplift „Toboganes de El Chivo“ zu versetzen und so eine neue, spezifische Zone für Anfänger einzurichten – eine Maßnahme, die mit über 270.000 Euro veranschlagt ist.
Parallel dazu befindet sich das Projekt für eine 6er-Sesselbahn in der Entwurfsphase, der den alten Pidruecos-Lift ersetzen soll. Zudem ist geplant, „in den kommenden Wochen“ den Kauf einer Schneefräse (Turbofresa) für geschätzte 500.000 Euro auszuschreiben, um die Schneeräumung zu verstärken.
Auflösung des Investitionsstaus
Die kalabrische Regierung will mit frischem Geld den Wintersport in Alto Campoo fördern.

Investitionsoffensive nach Jahrzehnten
Kalabriens Sportminister Luis Martínez Abad betonte, dass in der 60-jährigen Geschichte des Skigebiets bisher „außer in Schneekanonen kaum investiert wurde“ und dass „alle wesentlichen Investitionen erst jetzt getätigt werden“.
Er erläuterte, dass die Regionalregierung in der aktuellen Legislaturperiode bereits eine halbe Million Euro für die laufende Wartung und den Austausch von Sicherheitskomponenten bereitgestellt hat.
In den vergangenen zwei Jahren wurden zudem eine Million Euro in zwei moderne Pistenbullys investiert. Zudem wurde am 1. Dezember 2025 ein neuer Leiter für die Instandhaltung der Seilbahnanlagen eingestellt.
Für die Frühjahr-Sommer-Saison ist eine umfassende Sanierung der Toiletten im Mehrzweckgebäude geplant. Dabei werden auch Anlagen reaktiviert, die seit über zehn Jahren geschlossen waren. „Wir arbeiten für die Gegenwart, aber auch für die Zukunft, um die Destination das ganze Jahr über attraktiv zu machen und die Saison zu entzerren“, so der Minister.