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Stuttgart: Eine Seilbahn-Route scheitert, doch die Stadt sucht Alternativen
Die deutsche Großstadt Stuttgart hat die mehrjährige Untersuchung zu Seilbahnen als mögliche Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) abgeschlossen.
Die Machbarkeitsstudie hat gezeigt, dass die Verbindung zwischen dem Bahnhof Vaihingen und dem Eiermann-Areal unter den aktuellen Rahmenbedingungen wirtschaftlich nicht tragfähig ist.
Die Verwaltung empfiehlt daher, die Planungen für diese Trasse nicht weiterzuführen. Gleichzeitig hebt die Stadt hervor, dass erstmals fundierte Bewertungen zu Einsatzmöglichkeiten, Kosten, Umweltauswirkungen und verkehrlichem Nutzen von Seilbahnen im urbanen Raum vorliegen. Diese bieten eine wertvolle Grundlage für zukünftige Planungen.
Der Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, Peter Pätzold sagt:
„Seilbahnen können dort, wo die Bedingungen passen, eine gute Ergänzung zu den bisherigen Verkehrsarten im ÖPNV sein. Sie können eine echte Chance für eine nachhaltige und platzsparende Mobilität sein. Für Vaihingen reicht es wirtschaftlich nicht. Gleichzeitig haben wir jetzt eine fundierte Grundlage, um gezielt nach besseren Lösungen im Stadtgebiet zu suchen. Unser Anspruch ist, innovative Ansätze ernsthaft zu prüfen – und dort umzusetzen, wo sie für Stuttgart wirklich einen Mehrwert bringen.“
Potenzial in anderen Stadtteilen
Geplant ist eine Potenzialanalyse, die gezielt nach Strecken sucht, bei denen topografische Gegebenheiten und Verkehrsbedarf besonders gut zusammenpassen. Die Ergebnisse sollen in die Weiterentwicklung des Nahverkehrs einfließen.
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf möglichen Verbindungen im Stuttgarter Norden, etwa im Bereich Pragsattel – Robert-Bosch-Krankenhaus.
Die Diskussion wird nun im Bezirksbeirat Vaihingen fortgeführt. Ein Beschluss zum weiteren Vorgehen ist für den Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik (STA) am 16. Juni vorgesehen.