
Stadt
Herne: Grünes Licht für die Seilbahn
Der Rat der deutschen Stadt Herne hat kurz vor der Sommerpause eine wichtige Entscheidung getroffen: Mit großer Mehrheit gaben die Stadtverordneten grünes Licht für den Bau einer städtischen Seilbahn.
Sie soll künftig das ehemalige Zechengelände General Blumenthal an den Verkehr anbinden und die Straßen entlasten.
Zuvor hatte es entsprechende Vorberatungen in den Ratsausschüssen für Planung und Stadtentwicklung, für Digitales, Infrastruktur und Mobilität sowie im Haupt- und Personalausschuss gegeben. Auch die Bezirksvertretungen Wanne und Eickel votierten im Vorfeld für die Pläne.
„Mit diesem Votum des Rates ist die Grundsatzentscheidung für die Realisierung der Seilbahn gefallen. Das ist ein deutliches Signal gerade auch an die zahlreichen Unternehmen, die bereits Interesse an einer Investition im Rahmen von ‚Blumenthal hoch3‘ gezeigt haben, dass es bei diesem wegweisenden Stadtentwicklungsprojekt wie geplant weitergeht“, so Oberbürgermeister Frank Dudda.
Die Seilbahn ist ein zentrales Element
des autoarmen Mobilitätskonzepts des Innovationsquartiers „Blumenthal hoch3“.

Die nächsten Schritte
Der Baubeginn für die Seilbahn, die als erste in Deutschland direkt in ein bestehendes Nahverkehrssystem integriert wird, ist noch für dieses Jahrzehnt vorgesehen.
Zu den zentralen Aufgaben gehören jetzt:
- Europaweite Ausschreibung: Die Suche nach Firmen für den Bau der Seilbahn.
- Finanzierung sichern: Die Beantragung von Fördergeldern, um das Projekt zu refinanzieren.
- Betriebsplanung: Die Vorbereitung der reibungslosen Inbetriebnahme.
Die künftige Seilbahn ist ein wesentlicher Baustein im Rahmen der Weiterentwicklung des ehemaligen Geländes der Zeche General Blumenthal zu einem Green- und Hightech-Standort mit bis zu neuen 4.000 Arbeitsplätzen auf dem Gelände und im regionalen Umfeld.
„Mit der Seilbahn gelingt eine verkehrliche Erschließung, die nicht nur klimafreundlich und barrierefrei ist, sondern zugleich auch wirtschaftlich überzeugt, weil sie im Vergleich deutlich günstiger ist, als der Anschluss des Geländes an andere Verkehrssysteme. Zugleich sorgt das innovative Verkehrskonzept dafür, dass die Belastung der ohnehin stark ausgelasteten Straßen im Umfeld nicht weiter zunimmt“, ordnet Frank Dudda die Vorteile des Projekts ein.