KLENKHART & PARTNER IN HOPFGARTEN MEHR ALS EINE PISTENGERÄTE-GARAGE!

Was einfach und banal klingt ist in Wahrheit eine multifunktionale Technikzentrale für das Gebiet Hopfgarten-Itter, die mit viel Gespür für Effizienz und ökologischem Bewusstsein von KLENKHART & PARTNER geplant wurde und sich derzeit in der Realisierungsphase befindet.

Aber der Reihe nach. Die Salvista Gondelbahn, die von Itter in die Skiwelt Wilder Kaiser Brixental führt, ist in die Jahre gekommen und wird derzeit modernisiert. Die neue 10er Gondelbahn von DOPPELMAYR führt bis zur Mittelstation auf der alten Trasse und wird im oberen Bereich um 650 Meter verlängert. Die neue Bergstation befindet sich am Kopf der Kleinen Salve. Von dort führt künftig eine Piste Richtung Süden zu den weiteren Liften in Hopfgarten.

Für Piste, Beschneiung und die ausgeklügelte Technikzentrale zeichnen KLENKHART & PARTNER aus Absam/Tirol verantwortlich. Angefangen von der Planung, über die Behördeneinreichungen bis hin zur Bauaufsicht liegen sämtliche Aufgaben in den bewährten Händen des kompetenten und kreativen Teams rund um Christian Klenkhart und Christian Weiler.

Strategische Planung

Um die Schlagkraft der Beschneiungsanlage Hopfgarten – Itter zu erhöhen, wurde knapp unterhalb der Kleinen Salve ein Speicherteich mit fast 50.000 Kubikmetern errichtet. Fast unmittelbar darunter wird das moderne Technikzentrum situiert, das in der Sommersaison problemlos mit LKW und PKW angefahren werden kann. Die Bergbahnen wünschten sich eine strategische Planung und suchten dabei auch nach einer zentralen Lösung für Betankung und Garagierung der Pistengeräte und auch eine weitere zentrale Lagerungsmöglichkeit für die Schneeerzeuger und Pistenausrüstung.

Vieles unter einem Dach

KLENKHART & PARTNER setzten alle Wünsche mit einer innovativen Lösung für viele Bereiche um. Im neuen Technikzentrum, das zentral situiert wurde, sind die Pumpstation samt Kühlturmanlage, Werkstätten für Pistengeräte und Schneigeräte, eine Tankstelle und eben die Garage für alle Pistengeräte untergebracht.

Nur eine Front sichtbar

Aufgrund der Größe  (58 Meter Länge, 27 Meter Tiefe und einer Giebelhöhe von rd. 15 Meter)  musste die Baugrube mittels Spritzbeton und Ankern gesichert werden. Durch die tiefe Einschüttung wurde das Gebäude sehr gut in die Umgebung eingebunden. Es ist lediglich eine Front komplett sichtbar. Die Geländeanpassung ermöglicht es, mit Fahrzeugen direkt auf das Dach und in die Zwischengeschosse zu fahren, was die Logistik wesentlich vereinfacht.

Die integrierte Tankstelle, die hauptsächlich der Betankung der Pistengeräte dient, umfasst drei große Dieseltanks mit einem Gesamtvolumen von 150.000 Litern und einen AdBlue Tank mit 16.000 Litern. Diese Tanks werden außenseitig im Erdreich eingebaut. Die Zapfstellen hingegen befinden sich witterungsgeschützt in der Garage. Die großzügige Werkstatt wurde mit einer Montagegrube und einer Hebebühne versehen, sodass auch sämtliche Servicierungsarbeiten bequem und vor allem vor Ort durchgeführt werden können.

Heizung in Bodenplatte und Zwischendecke

Um das Gebäude energieeffizient zu heizen ist eine Luft- Wärmepumpe in Kombination mit einer sogenannten Industrieflächenheizung bzw. Betonkernaktivierung vorgesehen. Die Heizung ist also in die Bodenplatte bzw. die Zwischendecke des Gebäudes eingelegt. Auf das Dach des Gebäudes, welches in
Stahlbetonbauweise errichtet wurde, erfolgt ein Holzaufbau, um den gesamten Bau optimal in die Umgebung einzupflegen.

Der Aufbau bietet zudem eine weitere Lagerfläche im Ausmaß von rund 1.000 Quadratmetern. Generell haben KLENKHART & PARTNER, die für ihre sensible Planung bekannt sind, sehr viel Bedacht auf die vorhandene Ökologie genommen, um die Eingriffe in die Natur minimal zu halten. So konnte auch ein knapp über dem Gebäude liegendes Moor erhalten bleiben. Sämtliche Bauarbeiten sollen bis Ende 2020 abgeschlossen sein und das Technikzentrum rechtzeitig zur Saisoneröffnung 20/21 zur Verfügung stehen.