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Weniger Bürokratie: PV-Ausbau bei Seilbahnen wird vereinfacht
Das österreichische Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) bringt eine Novelle der Verordnung über genehmigungsfreie Bauvorhaben bei Seilbahnen (VgBSeil 2006) auf den Weg.
Ein zentraler Schwerpunkt der Anpassung liegt auf der erleichterten Errichtung von Photovoltaikanlagen. Künftig sollen insbesondere Photovoltaikanlagen im Bereich von Seilbahninfrastrukturen einfacher und ohne aufwendige Genehmigungsverfahren errichtet werden können.
Damit wird es für Betreiber deutlich leichter, auf erneuerbare Energie zu setzen und ihre Anlagen klimafit zu machen.
Die Novelle der Verordnung wurde nun in die politische Koordinierung übergeben. Ziel ist, dass die novellierte Verordnung noch vor dem Sommer in Kraft tritt.

Peter Hanke
Infrastrukturminister
„Mit der erleichterten Errichtung von Photovoltaikanlagen bei Seilbahnen setzen wir einen konkreten Schritt für die Energiewende. Wir schaffen die Voraussetzungen, damit Unternehmen schneller in erneuerbare Energie investieren können – unbürokratisch, effizient und zukunftsorientiert. Weniger Bürokratie bedeutet in diesem Fall mehr Klimaschutz und Erleichterung für Investitionen. Wir ermöglichen es den Betrieben, vorhandene Flächen sinnvoll zu nutzen und einen aktiven Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung zu leisten.“
Weitere Verfahrensvereinfachungen umgesetzt
Neben dem Fokus auf Photovoltaik wurde die Verordnung gemäß der offiziellen Pressemitteilung auf Basis der Erfahrungswerte der Seilbahnbehörden umfassend überarbeitet.
Die Liste genehmigungsfreier Bauvorhaben wurde erweitert und bestehende Unklarheiten bereinigt.
Auch Maßnahmen wie die Modernisierung technischer Infrastruktur – etwa die Umstellung von Steuerleitungen auf Glasfaser – werden künftig einfacher umsetzbar sein.
Die Änderungen erfolgen auch im Sinne der Branche: Betreiber und Hersteller haben sich klar für eine Weiterentwicklung der bestehenden Regelungen ausgesprochen.