
Management & Tourismus
Oberösterreich will Kasberg übernehmen
Das oberösterreichische Skigebiet Kasberg hat eine wahre Tal-und-Bergfahrt hinter sich: 2023 stand die Destination vor der Insolvenz, schrieb jedoch bereits 2024 mit neuen Eigentümern schwarze Zahlen.
„Der Kasberg blüht auf“ titelten wir im Herbst 2024, es folgte eine äußerst erfolgreiche Wintersaison 2024/2025 mit über 100.000 Gästen. Trotz schwieriger Schneeverhältnisse und einer sehr alten Beschneiungsanlage konnte auch in diesen Winter erfolgreich gestartet werden.
Um das Skigebiet langfristig und strategisch zu sichern, strebt Friedrich Drack, Geschäftsführer der Almtal Bergbahnen, schon länger die Eingliederung der Almtal-Bergbahnen in die OÖ Seilbahnholding an – Markenname Bergbahnen Dachstein Salzkammergut. Nun kommt Bewegung in die Sache.

Diskussion heute im Landtag
Die Oberösterreichische Landesregierung hat angekündigt, das Skigebiet übernehmen zu wollen.
Demnach wurde die OÖ Seilbahnholding beauftragt, Gespräche über eine mögliche Übernahme mit den derzeitigen Betreibern aufzunehmen. Ziel ist es, insbesondere für Kinder, Familien und Skivereine auch künftig ein attraktives Angebot am Kasberg sicherzustellen.
Ein entscheidender Faktor für einen zukunftsfähigen Betrieb ist die technische Absicherung des Skigebiets. Dazu zählt insbesondere die Beschneiung. Entsprechende Maßnahmen können jedoch nur im Einvernehmen mit den betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern und mit den nötigen rechtlichen Genehmigung umgesetzt werden. Insbesondere wird auch das EU-Beihilferecht geprüft.
Lesetipp

© fotohofer.at
Fünf Berge – ein Kopf
Fünf Destinationen sind mittlerweile als Bergbahnen Dachstein Salzkammergut (OÖ Seilbahnholding) zusammengefasst. Geschäftsführer Rupert Schiefer durfte von Grund auf eine neue Unternehmensstruktur schaffen. Wie das gelang, welche Chancen darin liegen und wohin die Reise geht, verrät er im Interview.