Lech Bergbahnen: Schnee-Investition zahlt sich aus

Die Lech Bergbahnen AG produzierte 31,5 Prozent mehr technischen Schnee als im Vorjahr - und das bei kaum gestiegenem Energieverbrauch. Das funktioniert dank gezielter Investitionen in die Beschneiungsinfrastruktur. Der Ausbau wird im Sommer 2026 konsequent fortgesetzt. Worin investiert Lech genau?

Die Wintersaison 2025/26 war in weiten Teilen des Alpenraums von unterdurchschnittlichen Naturschneemengen geprägt.

Für die Lech Bergbahnen AG hat sich in diesem Winter gezeigt, dass die konsequente Investition des vergangenen Jahres in die technische Beschneiung die richtige Strategie war: Insgesamt wurden rund 750.000 m³ technischer Schnee produziert – das entspricht einem Plus von 31,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Gleichzeitig stieg der Energieverbrauch lediglich um rund 13 Prozent, was die deutlich gestiegene Effizienz der modernen Anlagen belegt.

Der gesamte Stromverbrauch für die Beschneiung in Österreich beträgt nur 0,3 Prozent des Gesamtverbrauchs. Davon kommen 90 Prozent aus erneuerbaren Quellen, in Lech sind es nahezu 100 Prozent.

Auch das Wasser, das verwendet wird, fließt ohne Zusätze wieder in den Kreislauf zurück.

„Diese Wintersaison hat gezeigt, wie entscheidend eine leistungsfähige Beschneiungsinfrastruktur ist. Wir konnten unseren Gästen trotz schwieriger Ausgangsbedingungen vom ersten bis zum letzten Tag gute Pistenverhältnisse bieten – und genau das ist unser Anspruch“, sagt Klaus Nußbaumer, Vorstand der Lech Bergbahnen AG.

Beschneiungsanlagen

Investitionen in die Beschneiung

Besonders positiv wirkte sich dabei der im Sommer 2025 abgeschlossene erste Ausbauschritt aus. Es wurden 8 Millionen Euro investiert und die Leistungsfähigkeit der Anlage erhöht.

Dazu wurde das Hauptpumpwerk auf die neue Leistung ausgerichtet, das Leistungsnetz erneuert und ausgebaut. Um die optimale Grundlage zu schaffen, hat die Lech Bergbahnen AG in den vergangenen beiden Jahren in 80 neue Schneeerzeuger der Firmen Supersnow und Demaclenko investiert.

Diese sind rund 40 Prozent energieeffizienter und im Goldton passend zu den Unternehmensfarben. Auch in diesem Jahr kommen neue Schneeerzeuger und Schnei-Lanzen dazu, um die Herausforderungen von schneearmen Wintern deutlich besser abfedern zu können.

Pumpstation

bei der Talstation Schlegelkopf

Weiterer Ausbau im Sommer 2026

In diesem Sommer werden weitere fünf Millionen Euro investiert und es folgt Teil zwei der Bauarbeiten rund um die Leitungen am Schlegelkopf, womit die Beschneiungsleistung in Richtung Kriegerhorn und Steinmähder in der nächsten Wintersaison verdreifacht sein wird.

Gemeinsam mit den Oberlecher Skigesellschaften ist zudem der Bau des Beschneiungssees „Sulzen“ geplant, um die verfügbaren Wasserressourcen zu erhöhen und mit dem Ziel, die Pisten innerhalb von 50 bis 70 Stunden beschneien zu können.

Im unteren Bereich des Madlochs werden neue Lanzen eingesetzt, um hier in Zukunft ebenfalls schneller und energieeffizienter technischen Schnee zu produzieren.