„Cervino the One“: Neue Generation alpiner Mobilität am Matterhorn

Mit dem Großprojekt „Cervino the One“ erhält das Skigebiet Breuil-Cervinia zwei 3S-Bahnen, die das italienische Aostatal ab der Wintersaison 2029/2030 mit der Schweizer Grenze verbinden. Einblick in die Highlights und Neuerungen.

90 Jahre nach der Eröffnung der ersten Seilbahn in Breuil-Cervinia markieren zwei neue 3S-Bahnen einen bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung des Skigebiets im italienischen Aostatal. Die Anlagen werden von Leitner, Cogeis, Ivies und BGF errichtet.

Das Vorhaben sieht den Bau einer hochmodernen Seilbahnverbindung in zwei Abschnitten vor: vom Ortszentrum von Cervinia nach Plan Maison (IT) sowie weiter bis zum Plateau Rosa an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz.

Dort wird die Anlage direkt an das 2023 fertiggestellte „Matterhorn Alpine Crossing“ angebunden, welches über das Klein Matterhorn Breuil-Cervinia mit Zermatt (CH) verbindet.

Auf den beiden Sektionen Breuil-Cervinia–Plan Maison sowie Plan Maison–Plateau Rosa kommen moderne Symphony-Kabinen mit jeweils 24 Premium-Sitzplätzen zum Einsatz.

3S-Bahn Einstieg

Modernisierung der Infrastruktur

Auch die Infrastruktur wird umfassend modernisiert. Die Talstation der neuen 3S-Bahn entwickelt sich zu einem zeitgemäßen Empfangsbereich mit Kassen, Informationszentrum, Verleih sowie Geschäftsflächen.

In Plan Maison entsteht das betriebliche Herzstück von „Cervino The One“ mit Mehrzwecksaal, Werkstätten und Lagerbereichen für die Kabinen.

Plateau Rosa übernimmt weiterhin seine zentrale Funktion als Verbindungspunkt zur Schweiz sowie zum Matterhorn Glacier Ride II. Die Inbetriebnahme ist nach aktuellem Zeitplan in der Wintersaison 2029/2030 vorgesehen.

Während der rund dreijährigen Bauzeit bleibt die Verbindung durch zwei parallele Transportachsen gewährleistet.

Künftig werden saisonale Unterbrechungen zwischen Breuil-Cervinia und Plateau Rosa dauerhaft der Vergangenheit angehören.

Die Visualisierung der Mittelstation.

Ein Jubiläum mit Blick nach vorne

Bei aller Innovationskraft bleibt die Geschichte des Skigebiets ein wesentlicher Teil seiner Identität. Was einst nur wenigen Alpinisten als Ausgangspunkt für Touren auf das Matterhorn bekannt war, hat sich zu einer der bedeutendsten Alpendestinationen entwickelt.

Heute stammen rund 85 Prozent der Gäste aus dem Ausland. Diese Entwicklung wurde durch kontinuierliche Investitionen ermöglicht – zunächst durch die Società Anonima Cervino, später unter der Führung der Familie Cravetto.

Seit 2008 hält die Autonome Region Aostatal die Mehrheit der Anteile und setzt den langfristigen Investitionskurs konsequent fort.