Welche Bilanz ziehen die deutschen Skigebiete?

Kaltstart, Wärmephasen, Wintercomeback: Die Deutsche Seilbahnbranche zieht Bilanz zur Wintersaison 2025/2026. Wie haben sich die Skigebiete geschlagen? Welche Bedingungen forderten heraus? Und welche Fakoren gaben Rückenwind?

Mit einem frühen Wintereinbruch, reichlich Naturschnee und kalten Temperaturen starteten viele deutsche Skigebiete bereits Ende November in die Saison und profitierten von guten Bedingungen für die technische Beschneiung.

Diese leistete erneut – insbesondere bei zunehmend wechselnden Witterungsverläufen – einen wichtigen Beitrag zur konstant hohen Pistenqualität und unterstreicht ihre zentrale Rolle für ein verlässliches Wintersportangebot.

Investitionen und Neuerungen wie beispielsweise die neue Kreuzwankl-Sesselbahn im Skigebiet Garmisch-Classic wurden von den Gästen sehr gut angenommen.

Birgit Priesnitz

Geschäftsführerin Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplife e.V.

„Wir freuen uns, dass viele unserer Seilbahnunternehmen, gerade auch in den Mittelgebirgen, in dieser Wintersaison eine positive Bilanz ziehen konnten. Besonders positiv ist außerdem, dass das Interesse an Skifahren und Snowboarden mit kurzer Anreise ungebrochen hoch bleibt. Gleichzeitig zeigt sich, wie wichtig die Anpassungsfähigkeit unserer Branche ist: Mit einem breiten Angebot – vom klassischen Skibetrieb bis hin zu attraktiven Wintersportalternativen konnten wir auch in wärmeren Phasen viele Gäste begeistern.“

Hybridbetrieb als Hebel

In wärmeren Phasen – insbesondere rund um Weihnachten – zeigten sich die deutschen Seilbahnunternehmen erneut flexibel und anpassungsfähig: Neben dem klassischen Skibetrieb erfreuten sich Alternativangebote wie Rodeln und Winterwandern großer Beliebtheit.

Auch Ganzjahresangebote, wie beispielsweise der Silberberg-Coaster in Bodenmais, sorgten für eine große Nachfrage. Nach einer wechselhaften Phase in den Faschingsferien brachte eine anschließende Kälteperiode mit viel Sonnenschein erneut ideale Wintersportbedingungen.

Insgesamt zieht die Branche eine positive Bilanz und bestätigt die hohe Attractivität wohnortnaher Wintererlebnisse. Einige Skigebiete haben aufgrund der guten Bedingungen ihre Saison sogar über Ostern hinaus verlängert.

Abgerundet wird die diesjährige Wintersaison durch ideale Bedingungen für das Frühlingsskifahren in den hochalpinen Skigebieten auf der Zugspitze und am Nebelhorn, wo der Skibetrieb noch bis einschließlich 3. Mai 2026 läuft.