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Säntis 2026: Wie laufen die Arbeiten an der Schwebebahn?
Das Großprojekt „Säntis 2026“ tritt in eine weitere entscheidende Phase. Im April kommt es zu Anpassungen im Bahnbetrieb, der Zugang zum Säntis bleibt jedoch weiterhin möglich.
Für Gäste bietet sich damit die Gelegenheit, den Säntis noch einmal vor Beginn der intensivsten Bauzeit zu erleben.
Anpassungen im Bahnbetrieb
Ab dem 7. April 2026 gilt ein angepasster Spezialfahrplan. Unter der Woche fährt die Bahn mit einer letzten Talfahrt um 15.30 Uhr, während der Wochenendbetrieb unverändert bleibt. So bleibt der Säntis auch in dieser Übergangsphase ein erreichbares Ausflugsziel.
Letzte Gästefahrten
Ein besonderer Moment erwartet Besucher am 25. und 26. April 2026 mit der „Säntis-Ustrinkete“ auf dem Säntisgipfel, eine Einladung an alle Säntis-Fans nochmals mit der alten Gondel auf den Gipfel zu fahren und das Wochenende mit musikalischer Unterhaltung zu genießen.
Am Donnerstag, 30. April 2026 um 15.00 Uhr ist die letzte reguläre Bergfahrt und um 15.30 Uhr die letzte reguläre Talfahrt.

Betonschalung Tragseilpoller auf dem Gipfel.
Fortschritte bei den Arbeiten
Mit der Anlieferung erster Baumaterialien wurde die nächste Etappe des Projekts sichtbar eingeläutet.
Die ersten Seilsättel der Firma Garaventa sind bereits auf der Schwägalp eingetroffen. Sie bilden zentrale Elemente für die zukünftige Infrastruktur und zeigen, dass die Umsetzung planmäßig voranschreitet.
Auch auf dem Säntisgipfel laufen die Arbeiten intensiv weiter. Der zweite Seilpoller, welche die enormen Zugkräfte der Tragseile aufnimmt, wurde erfolgreich betoniert.
Gleichzeitig wurden bestehende Wände aufwändig und gezielt verstärkt, um die notwendige Stabilität für die Aufnahme der höheren Seilspannungen sicherzustellen.
Die Visualisierung:
Die bestehende Stütze 2 der Säntis Schwebebahn wird durch eine 43 Meter hohe Zwischenstütze ersetzt, die zusätzlich eine attraktive Gästeplattform für den Ein- und Ausstieg bietet.

Säntis 2026
Die aktuelle Säntis-Schwebebahn wurde seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1974 kontinuierlich modernisiert. Im Nachgang zum Lawinenereignis von 2019 sah sich die Säntis Schwebebahn AG mit der Herausforderung konfrontiert, mittelfristig die Stütze 1 nicht nur zu ersetzen, sondern auch den Lawinenschutz zu verstärken.
Da die bestehende Bahn mittelfristig weitere Ersatzinvestitionen erfordert hätte, entschied sich der Verwaltungsrat sich für den Bau einer komplett neuen Bahn.
Für die Umsetzung des Projekts hat der Verwaltungsrat eine Gesamtbausumme von rund 22 Mio. Franken genehmigt. Den Auftrag für die Seilbahntechnik erhielt Garaventa.