
Management & Tourismus, Planen & Bauen
Kronberg baut Restaurant und plant Seilbahn
Die Kronberg AG erzielte im Geschäftsjahr 2025 trotz wetterbedingt anspruchsvoller Rahmenbedingungen mit CHF 6,76 Millionen erneut einen Umsatzrekord. Gleichzeitig investierte das Unternehmen laut Medienmitteilung gezielt in Verkauf, Digitalisierung und Infrastruktur, um die langfristige Entwicklung weiter voranzutreiben
Das operative Ergebnis (EBITDA) belief sich auf CHF 925’000 und lag damit deutlich über dem Vorjahr. Die Eigenkapitalquote blieb mit 39 Prozent stabil.
«Die Zahlen bestätigen, dass wir uns als Ganzjahresdestination erfolgreich weiterentwickeln. Gleichzeitig schaffen wir mit unseren Investitionen die Grundlage für zukünftiges Wachstum, vor allem auch ausserhalb der Hauptsaison», erklärte Verwaltungsratspräsident Thomas Bischofberger an der Generalversammlung.
Events sind zentrale Bausteine des Angebots:
Kronberg unterstreicht seine Position als vielseitige Erlebnisdestination für alle Generationen.

Fokus auf Zukunftsinvestitionen und neue Angebote
Im Zentrum der strategischen Entwicklung steht weiterhin die langfristige Strategie «Kronberg 2040». Im vergangenen Geschäftsjahr wurden insbesondere die Bereiche Verkauf, Digitalisierung und Gruppenangebote gezielt ausgebaut.
Mit der Einführung einer neuen ERP- und CRM-Plattform sowie der Reorganisation von Verkauf und Marketing schuf die Kronberg AG wichtige Grundlagen für eine datenbasierte Steuerung und weiteres Wachstum.
Auch die Angebotsentwicklung wurde weiter vorangetrieben. Besonders erfreulich entwickelten sich der Zipline-Park sowie die Märliwelt, die insbesondere dank neuer Attraktionen wie dem Kugelpark deutlich mehr Gäste verzeichnete. Parallel dazu wurden neue Gruppenangebote für Firmen und Vereine erfolgreich lanciert.


Talrestaurant als wichtiges Infrastrukturprojekt
Ein zentrales Projekt der kommenden Monate bleibt der Ausbau des Talrestaurants. Mit dem Baustart Anfang 2026 wurde ein bedeutender Meilenstein erreicht. Nun ist eine gestaffelte Wiedereröffnung ab Frühsommer geplant.
Das modernisierte Talrestaurant stärkt insbesondere das Ganzjahresangebot, schafft zusätzliche Kapazitäten und verbessert die Aufenthaltsqualität sowie die betrieblichen Abläufe nachhaltig – inklusive neue Möglichkeiten für Gruppenangebote.
Die Investitionen in Infrastruktur, Organisation und technische Revisionen belasteten zwar das Jahresergebnis, stärken jedoch die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmung. Dank solidem Cashflow konnten gleichzeitig weitere Schulden reduziert werden.
Eine neue Kronberg-Seilbahn?
Die längste Luftseilbahn im Appenzellerland ist mit Baujahr 1964 nicht die jüngste Anlage – trotz Umbauten 1994 und 2012.

Neue Seilbahn und Bergrestaurant
Wie die Appenzeller Zeitung berichtet, steht auch der Neubau der Kronbergpbahn auf der Agenda. Konkrete Neubaupläne wurden zwar keine vorgestellt. Aber die Aktionärinnen und Aktionäre wurden auf Neuerungen vorbereitet.
Die Infrastruktur sei veraltet, man stoße an Kapazitätsgrenzen, man müsse jetzt investieren, um für die Zukunft gewappnet zu sein. Auf dem Plan stehen finanzielle Anstrengungen für Bergbahn, Bergrestaurant, Gipfelerlebnis und Digitalisierung.
Die Konkurrenz schlafe nicht, sondern realisiere neue Projekte. «Wenn wir jetzt nicht die Weichen stellen, können wir die Ziele nicht erreichen», sagte Geschäftsführer Felix Merz.