Herzogstand erhält neue Talstation

Die Herzogstandbahn GmbH stellt die Weichen für eine nachhaltige Zukunft: Auf dem bestehenden Betriebsgelände soll bis voraussichtlich November 2027 die derzeitige Talstation durch ein neues, energieeffizientes und barrierefreies Gebäude ersetzt werden.

Die Herzogstandbahn erhält nach über 70 Jahren eine neue Talstation. Seilbahntechnik, Trasse und Bergstation der Herzogstandbahn bleiben unverändert. Auch werden allein durch den Neubau der Talstation nicht mehr Personen transportiert.

Vielmehr geht es um eine funktionale und qualitative Weiterentwicklung – mit mehr Komfort, höherer Effizienz und einem barrierefreien Zugang für Gäste und Mitarbeitende.

„Die Entscheidung für den Neubau ist für mich persönlich ein echter Meilenstein, den ich mir seit vielen Jahren gewünscht habe. Mit der neuen Talstation schaffen wir nicht nur eine moderne und barrierefreie Infrastruktur für unsere Gäste, sondern verbessern gleichzeitig die Arbeitsabläufe und Bedingungen für unsere Mitarbeitenden nachhaltig. Durch den Einsatz zukunftsorientierter Technologien investieren wir zudem gezielt in einen energieeffizienten und langfristig klimafreundlichen Betrieb der gesamten Anlage“,

– Jörg Findeisen, Geschäftsführer & Betriebsleiter Herzogstandbahn GmbH.

Freuen sich über den Neubau (v.l.):

Magnus Oberleitner (Loidl-Baumeister planbar architektur GmbH), Daniel Weickel (Leiter Tourismus Kochel a. See), Christian Spindler (stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen), Jörg Findeisen (Geschäftsführer & Betriebsleiter Herzogstandbahn GmbH), Jens Müller (Erster Bürgermeister Gemeinde Kochel a. See), Franziskus Loidl (Klenkhart & Partner Consulting ZT GmbH)

Nachhaltig. Zugänglich. Zukunftsorientiert.

Die neue Talstation wird offen, hell und einladend gestaltet und setzt konsequent auf Komfort und Zugänglichkeit für alle Gäste. Der gesamte Bereich ist stufen- und schwellenlos konzipiert und ermöglicht damit einen durchgehend barrierefreien Zugang. Großzügigere Zugangsbereiche zu den Seilbahnkabinen sorgen für mehr Bewegungsfreiheit und einen entspannten Ablauf.

Der Eingangsbereich wird mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet und lädt zum Verweilen ein, während der Kassenbereich klar strukturiert ist und einen flüssigen Zugang ermöglicht. Optional wird künftig auch ein Ticketverkauf über Automaten angeboten, um zusätzliche Flexibilität zu schaffen. Auch die Sanitäranlagen werden vollständig erneuert und modernisiert – barrierefrei, familienfreundlich und zeitgemäß ausgestattet.

Projektbeschreibung

  • Ersatz der bestehenden Talstation durch ein neues, energieeffizientes und barrierefreies Gebäude
  • Seilbahntechnik, Trasse und Bergstation der Herzogstandbahn bleiben unverändert. Auch werden allein durch den Neubau der Talstation nicht mehr Personen transportiert.
  • Ziel: Funktionale und qualitative Weiterentwicklung der Infrastruktur – mit mehr Komfort, höherer Effizienz und einem zeitgemäßen, barrierefreien Zugang für Gäste und Mitarbeitende.

Wichtige Überlegungen getroffen

Das Gesamtkonzept der neuen Talstation setzt konsequent auf nachhaltige Energieversorgung und einen ressourcenschonenden Betrieb. Durch den Einsatz modernster Gebäudetechnik und nachhaltig produzierter Baustoffe werden deutliche CO₂-Einsparungen erzielt. Damit wird ein wichtiger Beitrag zu einem energieeffizienten und zukunftsorientierten Betrieb geleistet.

Büro- und Mitarbeiterräume – einschließlich Pausen- und Erholungsbereiche sowie Umkleiden – werden in das Gebäude integriert und entsprechen zeitgemäßen Anforderungen an einen attraktiven und funktionalen Arbeitsplatz.

Durch die optimierte Anordnung von Werkstätten und Lagerräumen werden Arbeitsabläufe effizienter gestaltet und die Zugänglichkeit sowie die Arbeitsbedingungen deutlich verbessert.

Auch die drei im Bestand bewährten Betriebswohnungen im Obergeschoss finden in modernisierter Form wieder ihren Platz im Gebäude und bleiben damit als wichtiger Bestandteil erhalten.

Eckdaten zum geplanten Gebäude

  • Räumlichkeiten: Eingangsbereich, Kassenbereich, Toilettenanlagen, Zu- und Abgang zur Seilbahn, Werkstätten, Maschinenhalle, Lagerräumlichkeiten, Aufenthaltsräume, Mitarbeiterumkleiden, 3 Betriebswohnungen
  • Grundfläche: 828 m²
  • Nutzfläche: rund 1.179 m²
  • Geschosse: 3 (UG, EG, OG)
  • Gebäudehöhe: ca. 9 Meter – die Gebäudehöhe orientiert sich weitgehend am Bestand und liegt nur leicht über der bisherigen Firsthöhe.

Strategische Rahmebedingungen

Die bestehende Talstation der Herzogstandbahn wurde gemeinsam mit der Sesselbahn im Jahr 1954 errichtet und im Zuge des Umbaus 1994 lediglich punktuell an den Betrieb der heutigen Kabinenbahn angepasst.

Nach über 70 Jahren entspricht das Gebäude jedoch nicht mehr den aktuellen Anforderungen – weder für die rund 155.000 Gäste pro Jahr noch für die Mitarbeitenden im täglichen Betrieb.

Im Zuge des Projekts soll zudem der Pachtvertrag mit den Bayerischen Staatsforsten vorzeitig um weitere 50 Jahre verlängert werden. Die Verhandlungen dazu befinden sich auf der Zielgeraden.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 5,5 Mio. Euro und werden aus der soliden Finanz- und Ertragskraft der Herzogstandbahn, ohne öffentliche Zuschüsse, finanziert.

Zeitplan

  • Voraussichtlicher Baubeginn und Betriebseinstellung Herzogstandbahn: Nach dem Ende der Sommersaison 2026, spätestens nach den Herbstferien
  • Geplante Wiederaufnahme Betrieb Herzogstandbahn: Ostern 2027
  • Fertigstellung Talstation & Eröffnung: voraussichtlich November 2027

Zeitplan. Bauphase. Betrieb.

Die Bauarbeiten für die neue Talstation sollen im Idealfall unmittelbar nach dem Ende der Sommersaison 2026, spätestens nach den Herbstferien, beginnen.

Im Anschluss an die reguläre Herbstrevision, die in diesem Jahr aus Effizienzgründen auch die 10-Jahresrevision der beiden Seilbahnlaufwerke und Gehänge umfasst, wird die Herzogstandbahn voraussichtlich zu Ostern 2027 ihren Betrieb wieder aufnehmen können. Die Fertigstellung und Einweihung der neuen Talstation ist dann für November 2027 geplant.

Die Bauarbeiten werden dabei so organisiert, dass wesentliche Teile des Gebäudes parallel zum laufenden Betrieb fertiggestellt werden können und es zu möglichst geringen Einschränkungen für den Fahrgastbetrieb kommt. Sollte das Genehmigungs- und Ausschreibungsverfahren einem planmäßigen Baubeginn zeitlich entgegenstehen, verschiebt sich der Projektverlauf um jeweils ein Jahr.