Neues Fördergeld für Energieeffizienz

Mit 1. Juli startet die zweite Ausschreibung zur Energieeffizienz in Betrieben im Rahmen der Umweltförderung in Österreich. Welche Projekte können teilnehmen und finanzielle Unterstützung erhalten?

Zum 1. Juli startet die zweite Ausschreibung zur Energieeffizienz im Rahmen der Umweltförderung in Österreich. Darüber informiert das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus. Dafür stehen insgesamt 9 Millionen Euro zur Verfügung.

Unterstützt werden Betriebe, die ihren Energieverbrauch dauerhaft senken, ihre Kosten reduzieren und damit gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Elisabeth Zehetner

Energie-Staatssekretärin

„Die günstigste Energie ist jene, die gar nicht erst verbraucht wird. Genau dort setzen wir an: Wir helfen Betrieben dabei, Energie zu sparen, Kosten zu senken und wettbewerbsfähiger zu werden“, sagt Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner. © BKA/Andy Wenzel

Teilnahmebedingungen

Gefördert werden Investitionen in bestehenden gewerblichen und industriellen Anlagen mit einer Investitionssumme ab 1 Million Euro, die mindestens 1 GWh Energie pro Jahr einsparen.

Die Einsparung muss spätestens bis 31. Dezember 2029 wirksam werden.

Anträge können von 1. Juli 2026 bis 12. Oktober 2026 ausschließlich online eingereicht werden.

Die Fördermittel werden im Wettbewerb vergeben. Entscheidend ist, mit welchem Projekt bei möglichst geringem Förderbedarf möglichst viel Energie eingespart wird. Die Förderung beträgt maximal 180 Euro pro eingesparter MWh, höchstens 50 Prozent der förderungsfähigen Kosten und maximal 2,5 Millionen Euro pro Projekt.

Praxisbeispiel

Ein Beispiel für die Wirkung solcher Investitionen ist ein Projekt der Zellstoff Pöls AG am Standort Pöls in der Steiermark. Das Unternehmen plant, die bestehende Branntkalkkühlung durch eine effizientere Technologie zu ersetzen.

Im Produktionsprozess wird Branntkalk in einem Kalkbrennofen erzeugt. Die im Branntkalk enthaltene Wärme konnte bisher nur eingeschränkt zurückgewonnen werden.

Durch einen neuen statischen Kühler soll die Wärmerückgewinnung deutlich verbessert werden. Die entzogene Energie kann künftig effizienter wieder im Prozess genutzt werden. Dadurch können jährlich rund 10.000 MWh Endenergie eingespart und rund 2.000 Tonnen CO₂ vermieden werden.

Am Standort werden Zellstoff sowie Spezial- und Verpackungspapiere hergestellt.

„In Pöls wird sichtbar, was Energieeffizienz in der Praxis bedeutet: Wärme, die bisher verloren gegangen ist, wird künftig wieder genutzt. Das spart Energie, senkt CO₂ und stärkt einen wichtigen Industriestandort. Genau solche Lösungen brauchen wir öfter“, sagt Zehetner.