Schweizer „Seilbahnschule“ feiert Jubiläum

Seilbahnen Schweiz feierte am 25. August 2026 das 20-jährige Bestehen seines Ausbildungszentrums in Meiringen. Aus einem Pionierprojekt mit zehn Lernenden ist in zwei Jahrzehnten das nationale Kompetenzzentrum für die Aus- und Weiterbildung der Schweizer Seilbahnbranche mit knapp 200 Lernenden entstanden. Mit einer neuen Seilbahnhalle soll die Entwicklung in Zukunft noch gestärkt werden.

Als das Ausbildungszentrum 2006 seine Türen öffnete, betrat die Branche Neuland. Mit dem neuen Beruf Seilbahn-Mechatroniker:in EFZ entstand erstmals eine schweizweit einheitliche Grundbildung für technische Fachkräfte der Seilbahnunternehmen.

Aus den anfänglich zehn Lernenden der Deutschschweiz entwickelte sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten ein Kompetenzzentrum für die Aus- und Weiterbildung aller Bereiche der Bergbahnen, von der Bahntechnik über den Pisten- und Rettungsdienst bis hin zum Management.

Mit jährlich rund 132.000 Teilnehmerlektionen hat sich das Ausbildungszentrum zum wichtigsten Bildungsstandort der Schweizer Seilbahnbranche entwickelt.

Seit der Eröffnung im Jahr 2006 haben rund 660 Seilbahnmechatroniker:innen EFZ, 100 Seilbahner:innen EBA, 480 Seilbahnfachmänner und -frauen, 130 Fachmänner und -frauen des Pisten- und Rettungsdienstes sowie 30 Seilbahnmanager:innen die Aus- und Weiterbildungen der Seilbahnbranche besucht.

Hans Wicki, Ständerat und Präsident von Seilbahnen Schweiz, würdigte in seiner Rede die Entstehungsgeschichte des Ausbildungszentrums.

Gemeindepräsident Daniel Studer betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Ausbildungszentrums für Meiringen.

20 Jahre Ausbildung aus eigener Hand

Rund 100 geladene Gäste würdigten in Meiringen die 20-jährige Entwicklung des Ausbildungszentrums von Seilbahnen Schweiz. Ständerat Hans Wicki betonte die zentrale Bedeutung der Berufsbildung für die Schweizer Seilbahnbranche und die Sicherung qualifizierter Fachkräfte.

Gemeindepräsident Daniel Studer bezeichnete das Ausbildungszentrum als Erfolgsgeschichte für Meiringen und als Kompetenzzentrum mit schweizweiter Ausstrahlung.

Persönliche Einblicke von Tobias Stauffacher, Walter Schläppi und Marc Ziegler machten die Entwicklung des Zentrums seit den Anfängen erlebbar. Tobias Stauffacher, Teilnehmer des ersten Lehrgangs und heute selbst Ausbildner, unterstrich, dass die gestiegene Nachfrage nach Lernenden den damaligen Entscheid der Branche bestätigt.

«Bestens ausgebildete Fachkräfte bilden die Grundlage für einen sicheren und zuverlässigen Seilbahnbetrieb und sorgen für einmalige Bergerlebnisse der Gäste. Die Investition in die Ausbildung ist eine Investition in die Qualität, die sich lohnt,» sagte Berno Stoffel, Direktor von Seilbahnen Schweiz.

Schilderten unterhaltsame Erlebnisse von ihrer Zeit im Ausbildungszentrum von 2006 bis heute (von links): Michael Nydegger, stv. Leiter Ausbildungszentrum, Tobias Stauffacher, Lernender des 1. Lehrgangs, Walter Schläppi, ebenfalls Lernender des 1. Lehrgangs sowie Marc Ziegler, Leiter des Ausbildungszentrums von Seilbahnen Schweiz.

In seiner Rede betonte Berno Stoffel, Direktor Seilbahnen Schweiz, die Innovation der Seilbahnbranche und deren Ausbildung.

Nächste Entwicklungsstufe: Modernisierung der Ausbildung

Mit Investitionen in Meiringen wollen Seilbahnen Schweiz, die Gemeinde Meiringen und der Kanton Bern die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige, moderne Ausbildungsstätte schaffen, die den heutigen Bedürfnissen von Jugendlichen und den Lernmethoden von morgen entspricht.

Dazu gehören zeitgemäße Schulungsräume ebenso wie die geplante Seilbahnhalle. Sie wird die praktische Ausbildung weiter stärken, realitätsnahe Trainingsbedingungen ermöglichen und damit genau jene Praxisnähe schaffen, welche die Branche für die Zukunft braucht.

Mit diesen Innovationen wird die Rolle des Ausbildungszentrums als führendes Kompetenzzentrum für die Seilbahnbranche langfristig weiter gestärkt.