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Umwelt-Engagement greifbar machen

Sympathische Öko-Kommunikation

In Sachen Umwelt, Nachhaltigkeit & Co sind die Engagements der Seilbahnbranche vielfältig. Potenzial liegt darin, diese Bemühungen entsprechend klug darzustellen.

 

Das Interesse des durchschnittlichen Gastes an Nachhaltigkeits-, Umwelt- und Öko-Themen ist deutlich im Steigen begriffen. Gaben im Vorjahr 34 % der Reisenden an, dass Nachhaltigkeit & Umweltfreundlichkeit für sie Thema sind, so sind es heuer bereits 65 %. Das zeigt eine Studie des Buchungsportals Booking.com.

 

Ähnliches fördert eine Studie der Stiftung für Zukunftsfragen zutage: Hier nannten 63 % der Deutschen „Nachhaltigen Tourismus - kontrollierte Umweltqualität und intakte Natur“ als zentralen Faktor. Anhand solcher Erkenntnisse wird klar - Umwelt-Themen bewegen die Mehrzahl der Gäste und sind schon lange nicht mehr nur „Öko-Freaks“ wichtig.

Die Schlussfolgerung aus Marketing-Sicht: All die Bemühungen zur Ressourcenschonung, zum Energiesparen und bezüglich Umweltfreundlichkeit ebenso wie im Zusammenhang mit nachhaltigem Handeln und Öko-Denken sind ins Marketing und speziell in die Kommunikationsarbeit einfließen zu lassen. Der Stil soll fundiert professionell, einfach und klar, aber nicht zu marktschreierisch sein.

 

„Kommunikation bezogenauf Nachhal- UMWELT-ENGAGEMENT GREIFBAR MACHEN SYMPATHISCHE ÖKO-KOMMUNIKATION In Sachen Umwelt, Nachhaltigkeit & Co sind die Engagements der Seilbahnbranche vielfältig. Potenzial liegt darin, diese Bemühungen entsprechend klug darzustellen. tigkeit wirkt sich positiv auf das Unternehmensimage und die Zahlungsbereitschaft aus“, ergab eine an der FH St. Pölten durchgeführte Studie. Soll heißen, Unternehmen, die ihr Nachhaltigkeitsengagement klug kommunizieren, fördern ihr Image und es steigt die Bereitschaft der Gäste, für entsprechend nachhaltige Leistungen mehr zu bezahlen.

Unklares Bild von Nachhaltigkeit

Der Frage, „was verstehen Reisende unter nachhaltigem Tourismus“ ist Booking. com in einer weiteren Studie nachgegangen. Eine einheitliche, klare Vorstellung von dem, was „nachhaltiger Tourismus“ ist, gebe es demnach nicht. „Kompensieren von CO2-Emissionen, Aufenthalt in Naturschutzgebieten, Schutz der einheimischen Tierwelt oder verantwortungsbewusster Umgang mit den Ressourcen und den Menschen im Gastland“ waren die häufigsten Nennungen.

 

Vielversprechend: Laut Studie würden sich 68 % eher für ein umweltfreundliches Angebot entscheiden, wenn das entsprechend kommuniziert werden würde. Das spricht ein weiteres Mal für das kluge Kommunizieren von Öko-Engagements. Wohldosiert soll der potenzielle Gast bereits am Markt informiert werden. Die vertiefende Kommunikation sollte dann erst vor Ort stattfinden. Das fördert Image, Zahlungsbereitwilligkeit und Gästebindung.

Öko-Potenziale erkennen & nutzen

Öko-Potenziale erkennen & nutzen Die weitreichende Öko-Sensibilisierung großer Gästegruppen lässt für die Zukunft neue Potenziale entstehen. Um diese zu erkennen und bestmöglich zu nutzen, rücken mit der Nachhaltigkeit „verwandte“ Kompetenzfelder ins zusätzliche Blickfeld. Etwa die „genützte“ Landschaft und die notwendige Architektur. Zu beiden Themen sind gerade kluge Bücher erschienen: „Die Landschaft des Tourismus“ von Erik Aschenbrand, Verlag Springer VS und „Grundwissen Tourismusarchitektur“ von Heiner Haass, utb-Verlag.

 

Quellen: Booking.com Nachhaltigkeitsstudien; Stiftung für Zukunftsfragen - Urlaubstrends 2017; Studie Nachhaltigkeitskommunikation FH St. Pölten & MindTake Research, Verfasserin: Katharina Kirisits; fvw; Bücher „Die Landschaft des Tourismus“ und „Grundwissen Tourismusarchitektur“ op