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Hier auf der Aussichtsplattform im Stubaital, Schlick 2000, hat man eine phantastische Aussicht. Foto: IDEE

Idee Concept & Exhibition

Mit Emotionen Wünsche wecken

Die Innsbrucker Firma IDEE GMBH hat sich einen bekannten Namen gemacht, wenn es darum geht, Berge und andere interessante Orte mit spannenden sowie emotionalen Themen zu inszenieren.

 

Seit bereits 20 Jahren bilden Marius Massimo und Norbert Span ein perfektes Team. Ein Jahrzehnt lang kannte man die In- und Outdoor-Planer unter dem Namen EISWELTEN. Erste Erfolge verbuchten die Tiroler bei der EXPO Hannover im Jahr 2000. „Das damalige Projekt brachte uns Schlagzeilen“, erzählt Massimo.

 

„Zusammen mit der Zillertaler Gletscherbahn haben wir vier riesige Eisblöcke auf LKW‘s verladen und nach Hannover gebracht, um sie dort bei einer Sonderausstellung den Besuchern präsentieren zu können. Für die Leute war es ein tolles Erlebnis, reales Eis aus dem Hintertuxer Gletscher ansehen und vor allem auch angreifen zu dürfen.“

 

Ein paar Jahre später entschlossen sich Massimo und Span, einen neuen Firmennamen zuzulegen: IDEE CONCEPT & EXHIBITION ENGINEERING GMBH wurde gegründet.

Aussicht mit gewissen Extras

Mit dem neuen Markt-Auftritt konnten nicht nur die Belegschaft, sondern auch die Produkte verstärkt werden. „Ich möchte da vor allem“, erzählt Massimo, „unser inzwischen weltweit vertriebenes und einzigartiges Aussichtsfernrohr Viscope hervorheben. Dieses intelligente Fernrohr ist seit 2008 auf dem Markt und bietet nicht nur spektakuläre Aussichten, sondern erzählt zusätzlich noch spannende Geschichten.“

 

Für Bergbahnen sei dieses Gerät sehr interessant, meint Massimo, aber es müsse nicht immer ein hoher Gipfel sein, um das Fernrohr, das 360 Grad Aussichten inklusive visuellen Einblendungen bietet, einzusetzen. „Wir haben auch Kunden im hohen Norden, wie z.B. auf der Nordsee- Halbinsel Butjadingen oder in Städten wie z.B. in Innsbruck.

 

Da kann man landschaflichen Schönheiten begutachten, oder aber auf beeindruckende Weise die Sehenswürdigkeiten der Stadt hautnah erleben“, schildert der Planer begeistert.

Mit dem 360 Grad-Aussichtsfernrohr beim Kaiserlift Kufstein sieht man kilometerweit wie ein Adler. Fotos: IDEE

Emotionen sollen geweckt werden

Ein großes Aufgabengebiet der Firma, die ihren Sitz in der Tiroler Landeshauptstadt hat, ist das Planen und die Umsetzung von touristischer Infrastruktur im In- und Outdoorbereich, von Museen, Erlebniswelten, Ausstellungen uvm. Ein aktuelles Projekt, das seit der Fertigstellung 2016 schon viele Besucher angelockt hat, ist das Schneeflockenzentrum auf dem Gipfel der Zugspitze.

 

„Hier“, so erzählt Massimo, „werden die Gäste in die Welt der Himmelsjuwelen entführt. Hologramme und 3D-Kristalle bringen die Leute zum Staunen und mit Konstruktionen wie etwa dem Kristallbrunnen wird der Blick in ein Mikrouniversum ermöglicht. Auf 50m2 wird ein kleine, aber feine Ausstellung geboten. Und warum das Ganze hier oben auf der Zugspitze inszeniert wird, beantwortet Massimo so: „Das ist der perfekte Ort für eine derartige Ausstellung, denn wo sonst ist man dem Himmel so nah?“

 

Auch im Tal der Zugspitze wird zur Zeit an einem Projekt gearbeitet. Rund um den Antrieb der alten Zugspitzbahn wird ein Gebäude gebaut, das nicht nur als neue Talstation, sondern zugleich auch als Ausstellungsort dient. „Hier“, so schildert Massimo, „werden Videoleinwände und interaktive Module dem Besucher einen Vorgeschmack darauf bieten, was ihm auf dem Gipfel der Zugspitze erwartet.

 

 

Bei einem Rundgang durch die Ausstellung werden Emotionen geweckt und der Wunsch und die Lust tatsächlich mit der Seilbahn hinaufzufahren wird immer größer.“ Auch bei Soft-Inszenierungen ist die IDEE GmbH der richtige Ansprechpartner: Themenwege mit Verweilplätzen oder Aussichtsplätze, an denen man die Natur und die Tierwelt in aller Ruhe beobachten kann, wie z.B. im niederöstereichischen Moorbad Harbach, werden ebenso geplant wie aufregende und spektakuläre Inszenierungen.

 

„Je nach Ort versuchen wir den Ur-Eindruck einzufangen und gehen je nach Situation behutsam sanft oder mit technischer Raffinesse vor.“ Der nächste große Auftrag ist auch schon in Planung: Der Schweizer Säntis soll in einen Wetter- Berg mit insgesamt 600m2 Ausstellungsfläche verwandelt werden. bm

Die Zirbenausstellung lockt zahlreiche Gäste nach St. Jakob. Foto: GRUBER