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Schematische Darstellung der Speicherseekühlung.

Neue Erfindung von 2SNow

Patentierte Speicherseekühlung

Oft scheitert die Beschneiung nicht am Wetter sondern an den Temperaturen im Speichersee. 2SNOW hat daher eine patentierte Speicherseekühlung erfunden.

 

Das Szenario kommt wohl vielen Skigebieten bekannt vor. Die Außentemperatur bzw. die Feuchtkugeltemperatur (FK) beträgt zwar minus zwei Grad, jedoch liegt die Wassertemperatur des Speichersees zwischen acht und zehn Grad Celsius – oder sogar noch wärmer. Die meisten Schneianlagen benötigen aber mindestens minus vier Grad Celsius Feuchtkugeltemperatur, um mit acht Grad warmen Wasser Schnee in brauchbarer Qualität zu produzieren.

 

Die existierenden Kühltürme reichen dabei meist nicht aus, um annähernd mit der bestehenden Pumpkapazität schneien zu können. Die Skigebiete haben bei dieser Ausgangslage nur wenige Möglichkeiten: Entweder sie kühlen den Speichersee, indem sie das Wasser umwälzen. Diese Methode ist jedoch langwierig und kostet viel Zeit. Oder sie schaffen sich Kühltürme an, die sehr viel Geld kosten. Dank 2SNOW können Skigebiete nun aber drei weitere Methoden anwenden, die günstiger und effektiver sind.

Kühlung mit Schneilanzen

So können Skigebiete ihren Speichersee beispielsweise mit Schneilanzen kühlen. Dazu werden die Schneeerzeuger um den Speichersee gruppiert und anschließend angeworfen. Die Lanzen schneien direkt in den See und kühlen ihn vier Mal schneller als mit gängigen Kühltürmen.

Kühlung mit nicht brauchbarem Schnee

Zudem können Skigebiete bei einer Feuchtkugeltemperatur von minus ein bis minus zwei Grad ihren Speichersee mit Schnee kühlen, der für die Pisten qualitativ unbrauchbar ist. Schneematsch besitzt einen Wasseranteil von bis zu 50 Prozent und damit eine sehr große Menge an Kühlenergie, die beim Schmelzen des Eisanteils an die zu warme Restwassermenge im Speichersee abgegeben wird.

Die Umwandlung von flüssig in fest entzieht der Umgebungsluft damit wesentlich mehr Kälte. Forscher gehen davon aus, dass dieser Prozess zwischen fünf und zehn mal mehr Kälteenergie entziehen kann als andere Methoden. Deshalb ist diese Art der Speicherseekühlung mindestens fünf mal effizienter als die herkömmliche Kühlung mittels Kühlturm.

 

Die Betriebskosten sinken dementsprechend deutlich, zudem entfallen die vergleichsweise teuren Anschaffungskosten für die Kühltürme. Die Ausgangslage und das Einsparungspotential unterscheiden sich jedoch von Fall zu Fall. Deshalb kann 2SNOW genaue Zahlen und Einsparungen erst errechnen, wenn die Mitarbeiter die Situation im jeweiligen Skigebiet gesehen und mit dem Personal gesprochen haben.

Die Tridusa-Lanzen von 2SNOW eignen sich nicht nur zum Beschneien von Pisten, sondern auch zur effizenten Kühlung von Speicherseen.

Kühlung mittels Schnee vom Vorjahr

Eine weitere Methode ist die Kühlung des Speichersees mittels Schnee vom Vorjahr. Im Prinzip handelt es sich um dieselbe Vorgehensweise wie bei der Kühlung mit nicht brauchbaren Schnee, nur mit dem Unterschied, dass der Schnee in der Vorsaison produziert wurde.Der Schnee wird im Februar oder März hergestellt und mit Holzschnitzel abgedeckt.

 

Der Verlust über den Sommer beträgt je nach Isolation zehn bis 30 Prozent der Schneemasse. In der darauffolgenden Kälteperiode bringen die Skigebiete den „Letztsaisonschnee“ in den Speichersee oder in das Becken ein.

 

Der Schnee schmilzt und bringt die Wassertemperatur schnell auf die gewünschte Temperatur von circa 0,4 Grad Celsius. Die erste Pilotanlage der patentierten Speicherseekühlung wird in der kommenden Saison realisiert. Interessierte melden sich bei 2SNOW bzw. BÄCHLER TOP TRACK oder SCHUBERT. ts

Kühlung mit unsbrauchbarem Schnee

Kühlung mit Schnee vom Vorjahr