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Stehen stolz vor dem neuen Reissverschluss, der künftig die Skigebiete Davos und Klosters miteinander verbindet (von links): Chefmonteur Ruedi Elmer und die Technischer Leiter der Parsenn-Bahnen Beni Walder und Markus Good. Fotos: SI/ Surrer

Inauen-Schätti in Davos

Montage für Garaventa

Mit dem neuen Furka Zipper in Davos hat INAUEN-SCHÄTTI die allererste D-Line-Sesselbahn in der Schweiz montiert.

 

Furka Zipper, also „Reisverschluss“ nennt sich die neue 6er-Sesselbahn, die künftig die Skigebiete Davos und Klosters miteinander verbindet. Die Anlage ist die erste Bahn der neuen D-Line des Herstellers DOPPELMAYR/GARAVENTA in der Schweiz. Kein Wunder, dass bei solch einem Prestigeprojekt echte Experten mit der Montage betraut werden: Die Profis von INAUEN-SCHÄTTI.

 

Zeitweise waren im Tal, auf der Strecke und am Berg drei Montageteams gleichzeitig damit beschäftigt, die Anlage zu errichten, welche einen Doppelschlepplift ersetzt. „In Spitzenzeiten leitete ich acht Monteure von INAUENSCHÄTTI und zwei Mitarbeiter der Bergbahnen Davos-Klosters, um den sportlichen Zeitplan einzuhalten“, berichtete Chefmonteur Ruedi Elmer. Denn die Erstmontage eines neuen Seilbahn-Typs stellt immer eine Herausforderung dar, da auf Vorwissen nur bedingt zurück gegriffen werden kann.

„Alles war neu, keine Schraube war mehr gleich, nichts konnten wir mehr aus dem Gedächtnis montieren“ sagte Elmer. Doch das sei kein Problem. Nicht nur die Monteure von INAUEN-SCHÄTTI sind bestens ausgebildete Profis, sondern auch die Mitarbeiter der Bergbahnen Davos-Klosters seien sehr kompetent: „Mit ihnen lief alles bestens und effizient ab“, erklärte Elmer.

 

Einer der eingebundenen Seilbahner war Beni Walder, technischer Leiter der Bergbahnen Davos-Klosters. Er verwies stolz auf die Eigenleistung des Skigebiets, dass neben der Bauleitung, der Montage der Seilbahn und der Elektroinstallation auch den Bau neuer Pisten und der Errichtung von Beschneiungsanlagen umfasste. „Wir haben sowohl Mitarbeiter, die durch Revisionen Erfahrung im Seilbahnbau haben, als auch Bergbahner, die große Baumaschinen bedienen können“, berichtete Walder.

Die Stütze 7 konnte nicht mit dem Hubschrauber montiert werden, da dort der Furka Zipper eine Sesselbahn über- und eine Pendelbahn unterkeuzt.

Ruedi Elmer beim Nachjustieren der Seilbahntechnik – zu den Spitzenzeiten leitete der Chefmonteur drei Teams gleichzeitig.

Zusammenarbeit auf höchstem Niveau

Sein Kollege Markus Good, technischer Betriebsleiter der Parsenn-Bahnen, verwies auf die Zusammenarbeit mit INAUEN-SCHÄTTI, GARAVENTA und den Behörden. „Durch die vielen Schnittstellen konnten wir geologische und umweltrechtliche Herausforderungen, wie etwa Gewässerabstände und Quellschutzzonen hervorragend meistern“. Good hatte INAUEN-SCHÄTTI bereits zuvor durch zahlreiche Montagen und Revisionen als zuverlässigen Partner kennengelernt, der durch sein Know-how auch spezielle Aufgabenstellungen übernehmen kann.

 

So mussten die Monteure beispielsweise die Stütze 7 mit dem Kran sorgfältig installieren, anstatt – wie die übrigen Pfeiler – mit dem Hubschrauber. Der Grund: Der Furka Zipper kreuzt dort eine Sessel- und eine Pendelbahn. Das Baumaterial wurde mit LKWs über eine Baustraße angeliefert.

Außer Nebel am ersten Tag des Hubschraubereinsatzes und kleinen Schwierigkeiten beim Seiltransport, gab es aber kaum Probleme. „Das ist sicherlich darauf zurückzuführen, dass wir im Vorfeld eine D-Line-Schulung besuchten und das Gebiet Davos sehr gut kennen“, erläutert Elmer Während INAUEN-SCHÄTTI mit dem Furka Zipper die erste D-Line-Sesselbahn in der Schweiz montierte, installierte die FREY AG STANS darin die erste Doppelmayr Connect-Steuerung der Schweiz.

 

„Während die Steuerung intuitiv funktioniert, ist die D-Line an sich extrem wartungsfreundlich“, lobt Walder. Vorstand Good lobt dagegen die massive Komfortsteigerung für den Skigast und den besseren Besucherfluss im Skigebiet. Denn dank der Montage von INAUEN-SCHÄTTI ist der Reissverschluss zwischen Davos und Klosters modern und bequem geschlosssen. ts