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Das AlpenParks Sonnleiten in Saalbach wurde mit „Buy-to-let“ finanziert. Foto: AlpenParks

Buy-to-Let:

Neues Finanzierungmodell als eine Chance für die Hotellerie

Hoteliers sehen sich bei der Kapitalbeschaffung für Neu- oder Ausbauprojekte für klassische Hotels im Alpenraum in der Regel mit der Herausforderung konfrontiert, dass derartige Projekte ohne hohen Eigenkapitalanteil finanztechnisch nicht darstellbar sind.

 

Eine gute Möglichkeit, hier erfolgreich zu agieren, bieten .„Buy-to-let“ Modelle. Sie stellen eine Alternative zur Bankenfinanzierung dar und liegen im gemeinsamen Interesse von Investoren und Hoteliers.

 

Zudem zeigen sie in der „heißen Diskussion um kalte Betten“ neue Wege auf. Bei dem aus dem angelsächsischen Raum kommenden Buy-to-let Konzept („der Gast als Hoteleigentümer“) kauft der Investor ein Hotelzimmer oder Apartment zum Zwecke der Vermietung, welche über das bestehende Hotel erfolgt.

 

Der Investor verfügt über keine Schlüsselhoheit, da er seine Aufenthalte über die Hotelrezeption abwickelt. Er kann die gekaufte Einheit in einem zeitlich eingeschränkten Ausmaß selber nutzen, im Rahmen des Hotelbetriebs vermieten oder auch frei verkaufen.

 

Seine Investition ist im Grundbuch eingetragen und wie jedes Wohnungseigentum abgesichert. Die Hoteleinheiten können nicht nach den persönlichen Vorlieben des Investors eingerichtet werden. Die Einheit wird als Teil des Hotels professionell vermarktet und Buchungen, auch jene des Eigentümers, laufen über die Hotelrezeption.

 

Die Interessen von Betreibern und Eigentümern stimmen überein, wobei touristische Interessen immer im Vordergrund stehen. Auch in Österreich gewinnt das neue Instrument zur indirekten Hotelfinanzierung vermehrt an Popularität. Ein gutes Beispiel ist das Buy-to-let Konzept von AlpenParks in Seefeld und Saalbach (Eröffnung 2019).