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Garaventa

Ein Wettlauf mit der Zeit

Baubewilligung im August, Eröffnung vor Weihnachten: In nur vier Monaten wurde zwischen dem Eisee und dem Brienzer Rothorn das Unmögliche möglich gemacht. Der Bau der neuen Vierer-Sesselbahn war in jeder Beziehung eine Geduldsprobe.

 

Was lange währt, wird endlich gut. Bei der neuen Vierer-Sesselbahn zwischen Eisee und Brienzer Rothorn trifft dies auf jeden Fall zu. Denn schon während der Planungs- und Bewilligungsphase war Geduld gefragt. Als dann Anfang August 2017 die lang ersehnte Baugenehmigung eintraf, sorgte schon bald der frühe Wintereinbruch für eine weitere Geduldsprobe. Der frühe Schnee hatte einen direkten Einfluss auf die Zugänglichkeit zur Baustelle. War die Straße von Sörenberg zum Eisee bereits während der schneefreien Zeit nur bedingt für Lastentransporte geeignet, konnte diese Straße nach den ersten Schneefällen gar nicht mehr benutzt werden. Deshalb kamen sowohl bei den Betonarbeiten wie auch beim Transport der verschiedenen Komponenten der Sesselbahn ausschließlich Helikopter zum Einsatz. Und die wiederum konnten nur bei günstigen Wetterbedingungen fliegen und ihre Arbeit ausführen.

Einsatz auf mehreren Baustellen

Um das enge Zeitfenster zwischen Baustart und Eröffnung optimal nutzen zu können, wurden verschiedene Arbeiten parallel ausgeführt – etwa der vollständige Rückbau der alten Sesselbahn Eisee aus dem Jahr 1973 und der Abbau des Skilifts Eisee inklusive Verlegung der zwischenzeitlich generalüberholten und re-vidierten Skiliftanlage ins Gebiet Schönenboden/ Habchegg. Gleichzeitig wurden die Arbeiten an der neuen Vierer- Sesselbahn vom Eisee zum Brienzer Rothorn sowie der Bau der neuen Beschneiungsanlage Rothorn bis Schönboden in Angriff genommen, während beim Eisee das Berghaus umgebaut wurde. In diesem Gebäude war bis dahin ebenfalls die Talstation der alten Zweier-Sesselbahn untergebracht. Und weil all diese Arbeiten bei der Erteilung der Baubewilligung miteinander verknüpft worden waren, konnte kein Teilauftrag vorgezogen werden.

Eine neue Talstation

Die Linienführung der neuen, mit fixen Klemmen versehenen Vierer-Sesselbahn entspricht mehrheitlich der Seilführung der alten Sesselbahnanlage. Die neue Talstation und das Kommandogebäude wurden vom Berggasthaus getrennt. Dies ermöglicht nun einen idealen Gästefluss zwischen dem Restaurant, den Pisten und der Bahn. Hier befindet sich auch die Antriebseinheit. Multifunktional ausgestattet wurde auch die Kabeltrasse. Die Stromversorgung, die Streckenüberwachungs- und Kommunikationsleitungen sowie die Leitungen für Luft, Wasser und Strom für den Betrieb der neu erstellten Beschneiungsanlage wurden im Tiefbauverfahren im selben Leitungsgraben eingezogen. Die neu erstellte Vierer-Sesselbahn ist sowohl für den Schneesportbetrieb im Winter wie auch für den Sommerbetrieb ausgerichtet, ist doch das Gebiet Eisee im Sommer ein beliebtes Wander- und Fischerparadies.

Bequemer und sicherer Einstieg

Die fest mit dem Seil verbundenen Sessel bieten den Fahrgästen dank des Förderbandeinstiegs bei der Talstation ein bequemes und sicheres Einsteigen bei Fahrgeschwindigkeiten bis zu 2,6 Meter pro Sekunde. Dass die Anlage wartungsfreundlich ist und eine langlebige Verfügbarkeit aufweist, spricht für den Einsatz auf gut 2.000 Metern zwischen Eisee und dem Brienzer Rothorn.

Technische Daten