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Die neueste Sonderform „Donut“ auf Engstligenalp ist verankert und wird überschneit. Fotos: SARNA PLASTEC

Sarna Plastec

Iglus liegen im Trend

Von der Ski-Bar über ein Restaurant bis zum Hotelkomplex mit Wellness: Zahlreiche Skigebiete bieten Erlebnisse im Iglu an. Damit sich der Aufwand für den Bau in Grenzen hält, bedienen sich viele Iglubauer der aufblasbaren Ballons von SARNA PLASTEC.

 

Weltweit setzen immer mehr Destinationen auf Erlebnisse im Iglu – von der Ski-Bar über Restaurants bis hin zum Hotelkomplex mit Wellness. Die benötigten Bauten entstehen jedes Jahr neu und bleiben lediglich wenige Monate während der Wintersaison bestehen, um dann in der Frühlingssonne dahin zu schmelzen. Damit sich der Aufwand für den Bau in Grenzen hält, bedienen sich viele Iglubauer einer cleveren Methode mittels aufblasbarer Ballons, die mit Schnee überdeckt werden. Der Schweizer Folienspezialist SARNA PLASTEC fertigt ein breites Sortiment dieser so genannten Iglu-Formern, von Standardgrößen ab einem Durchmesser von zwei bis acht Metern bis hin zu Sondergrößen und komplexen Spezialformen.

Jeder Ballon wird auf seine Qualität hin geprüft, bevor er an den Kunden ausgeliefert wird.

Schnee wird auf Form geschleudert

Die Bauweise bleibt immer dieselbe, egal ob ein kleiner oder ein großer Iglu-Former verwendet wird. Diese werden mit Luft befüllt und anschließend am Boden verankert. Dann braucht es Schnee, viel Schnee – dieser wird mit einer leistungsstarken Fräse auf den Iglu-Former geschleudert. Nach einer kalten Nacht hat sich der Schnee soweit verfestigt, dass die Luft aus dem Ballon abgelassen werden kann. Der Iglu-Former wird nun aus dem Iglu gezogen und steht für den Bau des nächsten Iglus bereit. Im Iglu beginnt nun das Feintuning, kunstvolle Ornamente und Figuren werden in den Schnee gefräst, gehauen und modelliert. Ein schweißtreibendes Handwerk – oder besser gesagt Kunstwerk – trotz Minustemperaturen.

Auf Engstligenalp ist das Restaurant-Iglu mit Tischen, fellüberzogenen Eisbänken und kunstvollen Wandverzierungen für den Fondueplausch bereit.

Prototyp und Weltrekord

Die allerersten Iglu-Former kamen auf der Engstlingenalp zum Einsatz, der größten Hochebene der westlichen Schweizer Alpen auf 2.000 Metern über dem Meer ganz in der Nähe der berühmten Weltcup Piste Chuenisbärgli in Adelboden. Dort stellte SARNA PLASTEC am 19. Dezember 2002, einem bitterkalten Wintertag, seinen ersten Ballon auf.

 

Es entstand das erste Iglu mit Hilfe dieser Technik und das Resultat überzeugte vollauf. Dies war der Beginn der Geschichte der Iglu-Former. Mittlerweile wurden mehrere hundert Iglus in der ganzen Welt mit Iglu-Formern gebaut. Im Dezember 2011 entstand mittels dieser Bauart in Kühtai im Tirol sogar das mit zwölf Meter Durchmesser größte Iglu der Welt, welches den Eintrag im Guinessbuch der Rekorde schaffte.

Der Iglu-Baumeister der Engstligenalp Beat Pieren in einem der neuen Schlaf-Iglus.

Großraumiglus für 200 Personen

In der Zwischenzeit wurde auf der Engstlingenalp – dem Ursprungsort der neuen Methode – das Angebot für Iglu-Fans weiter ausgebaut. Heute finden in acht Großraumiglus insgesamt 200 Personen zum Essen Platz. Dazu kommen vier Iglus als Bar oder für Events. Solche Iglus sind besonders auch für Firmen eine ideale Plattform, mit einer Soundanlage und einem Beamer ausgestattet wird jede Präsentation zum unvergesslichen Erlebnis, als Projektionsfläche dient dabei die Iglu Kuppel. Nach einem Pilotversuch im letzten Winter stehen nun zusätzlich fünf Schlafiglus für je vier Personen zur Verfügung, die stets gut gebucht sind. ts