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IFM

Weiterbildung für alle!

Absetzbarkeit der Weiterbildung und die daraus resultierenden Steuerersparnisse werden oft nicht in Anspruch genommen. Hier eine kurze Zusammenfassung der Möglichkeiten.

 

Einmal eingeschlagen und verfolgt, ist es ein zeitintensives und mitunter auch teures Unterfangen den gewählten beruflichen Bildungsweg wieder zu verlassen und sich neuen Herausforderungen zu stellen. Wir von der SI sind davon überzeugt, dass auch jeder, der seinen Traumberuf erst etwas später gefunden hat, die Möglichkeit haben sollte diesen auch zu ergreifen.

 

Aus diesem Grund möchten wir hier kurz ein paar Hinweise zur Absetzbarkeit von Weiterbildungen für Angestellte und Selbstständige in Österreich geben. In Deutschland & der Schweiz gibt es ähnliche Regelungen. Viele Menschen würden sich gerne beruflich verändern, aber es fehlen oft die nötigen finanziellen Mittel, um diesen Wunsch auch nachzugehen.

 

Mit dem nötigen Hintergrundwissen kann man sich aber über die Steuern einiges der Ausbildungskosten zurückholen. Die SI hat sich ein wenig umgesehen und für Sie einen kleinen Überblick zusammen getragen.

 

Viele berufsbegleitende Ausbildungsstellen wie zum Beispiel das IFM (Institut für Management) bieten auf ihrer Homepage ebenfalls einen Überblick über diesbezügliche Möglichkeiten.

Werbungskosten für Arbeiternehmer

Die Weiterbildungskosten können von Angestellten im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung als Werbungskosten abgesetzt werden, was zu einem Steuerersparnis (Rückerstattung von bezahlten Steuern) führt.

 

Zu diesen Werbekosten zählen unter anderem berufsbezogene Bildungsmaßnahmen, die zur Verbesserung, der für die ausgeübte Tätigkeit nötigen Fähigkeiten, dient. Als zweiter großer Punkt sind die Umschulungskosten zu nennen, welche alle Bildungsmaßnahmen für den Ein- stieg in eine neue Tätigkeit umfassen.

 

Der Kursteilnehmer kann dabei alle Kosten, welche in diesem Zusammenhang anfallen, als Werbemittel absetzen. Reisekosten, Kosten für die Arbeitsmittel und die Unterlagen, sowie die Kurskosten selbst und das häufig übersehende Tagesgeld.

Steuererleichterung für Selbstständige

Selbstständige haben die Möglichkeit Weiterbildungskosten im Rahmen der Einkommenssteuererklärung als Betriebsmittel geltend zu machen. Dies ist der Fall, wenn die Fortbildung der Mitarbeiter im betrieblichen Interesse liegt und das Unternehmen die Kosten für die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter trägt.

 

Neben den direkt übernommenen Kosten der Weiterbildung können auch Ausgaben für Fachbücher, Unterbringungen, Verpflegung und Reisekosten, die der Arbeitgeber trägt, als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Unabhängig von der steuerlichen Ersparnis sind die Förderungsmöglichkeiten des jeweiligen Bundeslandes in Betracht zu ziehen.

Beispiel

Beschließt man beispielsweise eine der zahlreichen steuerlich absetzbaren Bildungsmaßnahmen des IFMs in Anspruch zu nehmen, kann man sich einiges der Ausbildungskosten wieder zurückhohlen. Aus steuerlicher Sicht ebenfalls eine win- win-Situation besteht, wenn sich der Ar- beitgeber entscheidet, statt der Auszahlung einer Prämie, die Kosten für etwa ein MBA-Programm zu übernehmen.

 

Für den Arbeitnehmer ist im Gegen- satz zu einer Prämie die Förderung von Weiterbildung durch den Arbeitgeber steuerfrei. Der finanzielle Vorteil beträgt so bis zu 50%. Und auch der Arbeitgeber profitiert davon, denn es fallen keine Lohnnebenkosten an und für den Arbeitgeber sind die Teilnahmegebühren voll absetzbar.

 

Damit Aus- und Weiterbildungskosten von der Steuer abgesetzt werden können, müssen alle Rechnungen aufbewahrt werden. Also in Zukunft lieber eine Rechnung mehr aufheben als eine zu viel weggeworfen zu haben! tm