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Corona und Teufelberger-Redaelli

Florian Teufelberger, CEO Teufelberger Gruppe, erzählt im SI-Interview wie das Unternehmen mit der derzeitigen Situation umgeht.

SI: Wie sehr schadet Ihnen die Corona-Krise?

 

Florian Teufelberger: Die Corona-Krise beschäftigt und natürlich auch sehr. Noch sind wir aber in der glücklichen Lage gut ausgelastet zu sein, die Produktionen in Österreich laufen.

 

Anders sieht es bekanntlich in Italien aus, wo die Behörden die Schließung der Produktionen angeordnet hat, wobei wir dabei sind, die Einstufung als essentielle Infrastruktur zu erhalten und damit den Betrieb etwas eingeschränkt wieder aufnehmen zu können.

 

TEUFELBERGER ist ein gesundes Unternehmen und wir sind zuversichtlich, dass wir gut durch diese herausfordernden Zeiten kommen werden, um unsere Kunden in gewohnter Weise unterstützen zu können.

 

 

Was machen Sie mit Ihren Mitarbeitern?

 

Es ist uns ein großes Anliegen unsere MitarbeiterInnen zu halten, damit wir auch nach der Krise ein eingespieltes Team haben.  TEUFELBERGER ist über alle Bereiche– Faserseile, Stahlseile und Umreifungsbänder – und internationalen Standorte hinweg, mehr oder weniger von Auftragsschwankungen oder staatlichen Regulierungen betroffen.

 

Deshalb prüfen wir sehr genau, wo Kurzarbeit eine Variante sein kann, die es uns ermöglicht die MitarbeiterInnen zu halten, und wirtschaftlich zu arbeiten.  Es wird daher voraussichtlich keine flächendeckende Kurzarbeit geben, aber eventuell in Teilbereichen.

Fotos: Teufelberger

Wie gestaltet sich bei Ihnen der (Nicht)betrieb?

 

Die Gesundheit unserer MitarbeiterInnen hat für uns oberste Priorität weshalb wir uns strikt an die behördlichen Vorgaben bei Hygiene, Abstand, etc. halten. Wir können aber keinesfalls von einem „Nicht-Betrieb“ sprechen. Wo es möglich ist – und das sind ein großer Teil der Büromitarbeiter – arbeitet wir von zu Hause aus.

 

In den Produktionen haben wir mit vielfältigen Maßnahmen die Sicherheit der Mitarbeiter sicher gestellt. Die Schichten in den Produktionen sind so organisiert, dass der Abstand gewährleistet ist und sich die Schichten gar nicht begegnen.

 

Eine kontinuierliche Informationskampagne im Haus sorgt dafür, dass die Grundregeln wie Hände waschen und Abstand halten ständig präsent sind.

 

Wie blicken Sie in die Zukunft?

 

Mit erhöhter Aufmerksamkeit aber zuversichtlich. Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie sind heute noch nur schwer abschätzbar und werden wohl auch davon abhängen, wie wichtige Absatzmärkte in Europa, aber auch USA, die teils viel dramatischeren Verläufe der Virusinfektion wirtschaftlich verarbeiten werden können.

Welche Strategien haben Sie?

 

Unser eingespieltes Team zu halten um fit zu sein, unsere Kunden so lange es möglich zu unterstützen und positiv bleiben.  

 

Inwiefern muss die Politik Sie unterstützen?

 

Die österreichische Bundesregierung hat zum richtigen Zeitpunkt massive Maßnahmen gesetzt, die notwendig sind. Jetzt kommt es aber auch darauf an, den Wirtschaftsmotor nicht abzuwürgen und so rasch wie möglich schrittweise die Restriktionen wieder zu lockern. 

 

Unser exzellentes Gesundheitssystem konnten wir nur aufgrund der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit aufbauen, wir müssen sicherstellen, dass das auch in 3, 5 oder 10 Jahren der Fall sein kann.