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Corona und Wir:

Ein Streifzug durch die Branche – Teil 3

Die COVID-19 Pandemie hat große Auswirkungen auf die Zulieferindustrie der Seilbahnbranche. Wir vom SI Magazin hören uns bei den Unternehmen um, wie sie zurzeit mit der Situation umgehen. Heute mit Bartholet, IBTP Koschuch und Bächler.

Foto: BARTHOLET

Bartholet

Der international tätige Seilbahnhersteller aus der Schweiz sieht die derzeitige Lage sehr realistisch und lässt sich nicht verunsichern.

 

"Zurzeit arbeiten wir noch voll. Wenn die Material-Zulieferkette zunehmend reduziert wird, müssen wir die Prioritäten der Projekten anpassen. Noch sehen wir keinen Engpass für die Auslieferungen der Anlagen, welche dieses Jahr gebaut werden," so Roland Bartholet, Geschäftsführer und Verwaltungspräsident von BARTHOLET zur aktuellen Lage.

  

 

Foto: IBTP Koschuch

IBTP Koschuch

Das österreichische Unternehmen hat sich auf die Herstellung, Planung und Montage von hochwertigen Radaranlagen spezialisiert. 

 

"Die Krise trifft uns auf zweierlei Art. Erstens weil wir jetzt kaum zu unseren Kunden kommen und somit keine Projekte besprechen und planen können (wir haben ja immer Vorlaufzeiten von einigen Monaten) und zweitens weil unser Kunde ja meistens in irgendeiner Form die öffentliche Hand ist (Gemeinden, Straßenerhalter, Bahn etc.) und es nun zu befürchten ist, dass viele geplanten Projekte um Monate wenn nicht Jahre nach hinten geschoben werden.

 

Trotzdem sind wir zuversichtlich, dass Projekte im Naturgefahrenbereich weiter im Gedächtnis bleiben, da ja viele Probleme in diesem Bereich in Österreich weiterhin akut sind,"berichtet Richard Koschuch.

BÄCHLER geht davon aus, dass nach der Corona-Krise das Interesse nach energieeffizienten Schneilanzen noch weiter steigen wird. Foto: Bächler

Bächler

Der Schweizer Hersteller von Schneilanzen hat glücklicherweise im Betrieb noch keine gesundheitlichen Einschränkungen. "Dies wollen wir auch zwingend so beibehalten und tun alles dafür, dass das gesamte Bächler-Team so gut wie möglich geschützt werden kann", sagt COO Mario Koch.

 

Alle Arbeiten in der Produktion, die unter Einhaltung der Sicherheitsmassnahmen möglich sind, werden normal weitergeführt. Personelle Anpassungen sind nicht geplant. "Die Büromitarbeiter sind grösstenteils im HomeOffice und die Server rauchen noch nicht. Soweit hat sich das Ganze relativ gut eingependelt. Wir versuchen soviel Normalität wie möglich aufrecht zu erhalten", so Koch weiter.

 

Bezüglich der weiteren Strategie gebe es aber schon zwei, drei Fragezeichen. Insbesondere wird die Dauer der Einschränkungen für die gesamte Wirtschaft entscheidend sein. Wir gehen aber davon aus, dass die energieeffiziente Beschneiung noch mehr in den Fokus rücken wird. In diesem Bereich sind wir ja bekanntlich sehr gut aufgestellt", betont der COO. Trotz ein paar Sorgenfalten schaue BÄCHLER positiv in die Zukunft. Auch, dank den vielen tollen Rückmeldungen über Produkte aus der vergangenen Saison.