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Wandern mit Entspannungsfaktor - vielen reicht das, manche wollen mehr Action oder Unterhaltung. Foto: Bergbahnen Mayrhofen

Sommer am Berg

Was lockt Gäste an ?

Früher haben sich die Menschen damit begnügt, einen Berg zu Fuß zu erklimmen, um dann auf dem Gipfel stolz das herrliche Panorama sowie das Jausenbrot zu genießen.

Heutzutage reicht die Natur oder eine urige Almhütte allein nicht immer aus, um Sommer-Gäste auf den Berg zu locken. Viele suchen nicht nur Ruhe und Entspannung, sondern brauchen spezielle Angebote, die von Action bis hin zum wahren Nervenkitzel reichen. Aus diesem Grund punkten Sommerbergbahnen, die vermehrt in diese Richtung investieren, auch immer mehr.

 

Ein gutes Beispiel: Die Planai Bahnen. Diese befördern im Sommer 5.000 Fahrgäste täglich auf die Berggipfel. Dazu tragen Angebote wie die erste steirische E-GoKart Bahn oder der höchste Spielplatz der Steiermark, das Hopsiland, nachweislich bei. Andere Tourismusregionen locken mit Sommerrodelbahnen, Downhill Strecken, Tier- oder Seilparks oder mit außergewöhnlichen Aussichtsplattformen und Themenwegen.

Biker auf den Bergen im In- und Ausland sind schon lange willkommen. Von vielen Bergbahnen werden sie auf die Gipfel transportiert. Foto: Engadin St. Moritz Mountains AG

Auch das Baden am Berg ist inzwischen ein Magnet. In Anlehnung an das Freibad in Donnersbachwald in den 1930er Jahren, wurde am Gipfel der Riesneralm ein Schwimmbad errichtet, das dem Original optisch sehr ähnelt. Mit modernster Technik konnten auch die hygienischen Voraussetzungen für einen genussvollen Relaxtag auf 1.900 Metern Seehöhe geschaffen werden.

 

Man fragt sich an dieser Stelle, ob man nicht das Baden auf den Bergen generell forcieren könnte, denn immerhin gibt es ja in Österreich insgesamt an die 400 Speicherteiche, die rein theoretisch - und auch in einigen praktischen Fällen - im Sommer genutzt werden bzw. könnten. Allerdings ist dies nicht ganz unproblematisch, denn das Abdichtungssystem und die Filteranlagen laufen Gefahr von den Badegästen beschädigt zu werden und die gewerberechtlichen Auflagen sind sehr streng.

 

Dennoch gibt es Orte, die eine Doppelnutzung gewagt haben. So z.B. Söll am Wilden Kaiser - der Ort sorgt seit einige Jahren mit seinem Speicherteich für Erfrischung (siehe Seite 58) Wie die Endbilanz einer Saison aussieht, ob Winter oder Sommer, hängt letztendlich auch noch vom Wetter ab. Und das kann man leider oder besser gottseidank noch nicht beeinflussen.