DE
DE
EN

Die DEMACLENKO-Testlanze auf dem Skiberg Natrun überzeugte die Verantwortlichen der Aberg-Hinterthal Bergbahn AG Foto: SI/Surrer

Demaclenko

Ein Berg wird blau

Einen Großauftrag konnte sich DEMACLENKO am Hochkönig sichern. Der Skiberg Natrun wird blau, also mit Propellermaschinen, Lanzen & Infrastruktur des Tiroler Herstellers mit Sitz in Telfs ausgestattet.

 

Die drei Skiberge Aberg, Hinterthal und Natrun sind Teil des Skigebiets Hochkönig – und „Hoheitsgebiet“ der Aberg-Hinterthal Bergbahnen AG. Während der Aberg und Hinterthal schon lange Teil der „Königstour“ sind, war der Natrun mit dem Ort Maria Alm bisher kein Teil der beliebten Skifahrerrunde. Nun wird der Berg mit einer neuen Piste endlich an das restliche Skigebiet angebunden.

 

Dazu wird auch die gesamte Beschneiungsanlage am Natrun erneuert. Erstmals konnte sich DEMACLENKO in der Ausschreibung am Hochkönig durchsetzen – der Natrun wird „blau“! „Wir werden über 100 neue Schneeerzeuger installieren, eine neue Pumpstation mit Cooling System errichten und die bestehende Infrastruktur erneuern“, fasst Projektkoordinator Hannes Oppl von DEMACLENKO den Millionenauftrag zusammen.

 

Installiert werden insgesamt 106 neue Schneeerzeuger sowie 61 neue Betonschächte. „Konkret werden 22 EOSSchneilanzen komplett neu errichtet und die 67 bereits bestehenden Lanzeneinheiten durch neue ersetzt. Zusätzlich montieren wir 39 Propellermaschinen des Typs Titan 3.0“, führt Oppl weiter aus.

Jonglieren mit den Lanzen

Die Modernisierung und der Ausbau der 20 Jahre alten Beschneiungsanlage sei unumgänglich, so Hartwig Moßhammer, Vorstand der Bergbahnen Aberg-Hinterthal AG: „Bisher mussten wir bis in den Jänner beschneien, um auch nur eine spärliche Schneedecke auf den Pisten zu erreichen.“ Die Mitarbeiter hätten den nur 4.000 Kubikmeter fassenden Speicherteich bis zu 16 Mal auffüllen müssen, um überhaupt schneien zu können.

 

„Dadurch mussten wir mit den Schneilanzen jonglieren, sie ein- und ausschalten, um wenigstens eine punktuelle Beschneiung zu erreichen“, sagt Moßhammer. Die Sonnbergpiste wurde überhaupt nicht technisch beschneit.

Hartwig Mosshammer

Vorstand der Aberg-Hinterthal Bergbahnen AG

„DEMACLENKO konnte mit Montafon und Kitzbühel nicht nur beeindruckende Referenzen vorweisen, sondern bot uns auch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis an. Das maßgeschneiderte Beschneiungspaket umfasste neben Lanzen, Propellermaschinen, Pumpstationen und Software sogar eine Fußgängerbrücke. Dank der effizienten Schneilanzen konnten wir uns zudem eine ganze Kompressorstation sparen.“

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis

Eine leistungsstarke und effiziente Beschneiungsanlage musste also her – und die fanden die Seilbahner erstmals bei DEMACLENKO. „Allen voran haben uns die hohen Schneileistungen und die bemerkenswerte Energieeffizienz der Produkte überzeugt. Und wir bekommen eine schlüsselfertige Gesamtlösung aus einer Hand“, begründet Siegfried Egger, Technischer Leiter in Maria Alm, die Entscheidung.

 

Zudem gebe es weitere Aspekte, warum der Tiroler Beschneiungshersteller die Ausschreibung der Bergbahn und des Planungsbüros AEP gewonnen hat, wie Vorstand Moßhammer ergänzt: „DEMACLENKO konnte mit Montafon und Kitzbühel nicht nur beeindruckende Referenzen vorweisen, sondern bot uns auch das beste Preis-Leistungs- Verhältnis an“.

Neue Lanzen sparen Kompressor ein

Besonders angetan sind die Bergbahner von der Schneilanze EOS mit einem Luftverbrauch von 0,195 Ku bikmetern in der Minute: „Durch den strategischen Einsatz der EOS war der Bau einer bereits vorgesehenen neuen Kompressorstation nicht mehr notwendig“, berichtet Egger. Und Moßhammer ergänzt: „Der Ursprungsplan war es, die alten Lanzen eines Mitbewerbers zu erhalten. Doch die modernen Maschinen von DEMACLENKO brauchen viel weniger Luft. Wir sparen uns damit enorme Bau- und Stromkosten.“

Die Hauptpumpstation wird am neuen Speicherteich positioniert. Foto: Aberg-Hinterthal Bergbahn AG

Pumpen, Brücke, Cooling-System

Das Wasser für die Beschneiungsanlage wird dem Talbach Urslau entnommen. Dort erweitert DEMACLENKO die bereits existierende Pumpstation mit einem zusätzlichen Pumpensatz, um die Förderleistung von 60 auf 120 Liter in der Stunde zu erhöhen.

 

Zudem baut DEMACLENKO eine Fußgängerrohrbrücke, um Wasser und Skigäste über den Bach zu bringen. Um das Wasser am Berg zu verteilen, errichten die Beschneiungsexperten am neuen Speicherteich eine moderne Hauptpumpstation.

 

360 Liter in der Stunde soll die Anlage künftig aus dem 65.000 Kubikmeter großen Speicherteich am Gipfel des Natruns pumpen. Um auch im Grenztemperaturbereich noch bessere Ergebnisse zu erzielen, wird zudem ein Cooling-System am Dach der Pumpstation installiert.

 

Drei Dreifachkühltürme mit einer Kühlwassermenge von 270 Litern in der Sekunde sorgen für ideale Wassertemperaturen. Zusätzlich verlegt wurden drei Hochdruckschieberschächte, die von DEMACLENKO vormontiert und versetzfertig geliefert wurden.

 

 

Kontrolliert wird die Beschneiungsanlage durch die Steuerungssoftware Snowvisual 4.0. DEMACLENKO gewährleistet damit die optimale Steuerung und Kontrolle sowohl der neuen Komponenten, als auch der Altanlagen, da die Software in Fremdsysteme eingreifen kann. Snowvisual ist damit der letzte Baustein des maßgeschneiderten Beschneiungspakets, welches DEMACLENKO für den Natrun geschnürt hat. Der Berg ist nun „blau“ – oder wie es Vorstand Moßhammer formuliert: „Jetzt ist auch das Skigebiet Hochkönig eine erstklassige Referenz für DEMACLENKO“. ts