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Das Projekt umfasst fünf Anlagen, welche alle vom Seilbahnhersteller DOPPELMAYR/GARAVENTA gebaut werden. Fotos: Schilhornbahn AG

Doppelmayr/Garaventa:

Fünf Anlagen am Schilthorn

Lange wurde daran getüftelt, doch jetzt steht das Großprojekt Swiss Skyline 20XX endlich kurz vor dem Startschuss.

 

Vor 50 Jahren kam das Schilthorn durch den bekannten Doppelnull Agenten James Bond zu internationaler Bekanntheit. Im Film „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ verfolgt der Held den Bösewicht bis auf den Gipfel des Schilthorns.

 

Dieser Aufstieg war spektakulär anzusehen, aber einfach und schnell war er nicht. Wenn das geplante Projekt Swiss Skyline 20XX bereits umgesetzt worden wäre, hätte der charmante Brite die Bergfahrt gemütlich in der neuen DOPPELMAYR/GARAVENTA Anlage genießen können. 

 

Die Luftseilbahn und die Infrastrukturelemente wie Fundamente, Masten, Stationen und Gebäude sind über 50 Jahre alt.

 

Veränderte Gästebedürfnisse und verschärfte technische Vorschriften haben dazu geführt, dass die Förderleistung gesunken ist. Dies steht in einem markanten Gegensatz zu den Frequenzzunahmen.

 

Der Verwaltungsrat der Schilthornbahn AG hat sich über die vergangenen Jahre intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, in welcher Form eine Modernisierung der Bahn mit entsprechendem Mitteleinsatz erfolgen könnte. Dafür wurde auch ein unabhängiger Seilbahnplaner beauftragt, einen Masterplan zu erarbeiten. Darin enthalten war ein Kostenvergleich „Neubau der Bahnanlagen“ gegenüber „Modernisierung der bestehenden Pendelbahn“.

Christoph Egger

Direktor der Schilthornbahn AG

„Wir haben Pendelbahnen ausgeschrieben, die Funifor-Lösung wurde von Garaventa als Unternehmer-Lösung zusätzlich angeboten. Wir waren natürlich sofort begeistert, da dieses System deutlich windstabiler betrieben werden kann und markant kompaktere und niedrigere Stationen zulässt. Wir durften von mehreren Anbietern sehr innovative und attraktive Angebote für das Projekt entgegennehmen. Letztlich war sicher das Funifor-System, der Angebotspreis und die große Erfahrung der Firma Garaventa ausschlaggebend für die Auftragsvergabe.“

Das dann im Herbst 2018 final ausgearbeitete und vorgestellte Projekt für den Neubau SCHILTHORNBAHN 20XX berücksichtigt Auflagen, die Förderkapazität angepasst werden muss, ohne den Berg zu „überschwemmen“, dass die Reisezeit Stechelberg – Schilthorn reduziert wird, der Gästekomfort durch eine Reduktion der Umsteigerelationen erzielt wird und das Schilthorn – Piz Gloria ganzjährig erreichbar ist.

 

Ebenfalls darin enthalten ist die Sicherstellung der dauerhaften Anbindung von Gimmelwald und Mürren an den öffentlichen Verkehr. Obwohl es sich bei dem Projekt mit dem Titel Swiss Skyline 20XX um ein Großprojekt mit fünf Anlagen handelt, liegt der Anspruch eindeutig bei besser nicht größer. Denn die neuen Aufstiegshilfen sollen den Qualitätstourismus in der Region weiter voranbringen.

Rund ums Jahr verfügbar

Für die Betreiber war von Anfang an klar, dass das Großprojekt von einem Seilbahnbauer geplant und realisiert werden soll. Die DOPPELMAYR/GARAVENTA Gruppe hat die Ausschreibung für das Projekt Swiss Skyline 20XX für sich entschieden und setzt nun die neuen Seilbahnen von Stechelberg auf den bekannten Ausflugsberg Schilthorn um.

 

Dabei setzt die Betreiberin auf den Bau von vier Funifors und einer Pendelbahn. Der Seilbahntyp Funifor zeichnet sich durch eine besondere Windstabilität aus. Auch in Sachen Sicherheit, Technik und Ökonomie sind die, auf einer niedrigen Bahnhöhe fahrenden Gehänge, im internationalen Vergleich vorne dabei. Die einspurig geführten Funifors werden unabhängig voneinander geführt wodurch der Bahnbetrieb auch bei starkem Wind sicher durchgeführt werden kann.

 

Der Direktor der Schilthornbahn AG, Christoph Egger freut sich auf die weitere Zusammenarbeit: „Das Konzept von GAraventa hat uns überzeugt. Da wir sowohl im Sommer als auch im Winter viele Touristen auf das Schilthorn führen dürfen, war uns eine hohe Verfügbarkeit und Wetterstabilität besonders wichtig. Mit dem innovativen System erfüllt Garaventa diese Bedürfnisse perfekt.“

Die Bauarbeiten beginnen frühestens im Jahr 2021. Der Zeitpunkt der Fertigstellung aller fünf Bahnen steht derzeit noch nicht genau fest, doch Christoph Egger erzählt schon kurz von der erhofften Finalisierung: „Das Projekt trägt den Namen Schilthornbahn 20XX, was diesbezüglich Raum für Spekulationen lässt. Wir sind aber optimistisch, dass wir das Projekt in den nächsten fünf bis sieben Jahren realisieren können."

 
Das Gesamprojekt beläuft sich auf 90 - 100 Millionen Schweizer Franken. tm