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Foto: Zauchensee/Hans Huber

Sonderthema Umwelt: Nachhaltigkeit als Unternehmensziel

Mountain.Excellence: Nachhaltig ist klug, langweilig, geil, überlebensnotwendig – oder?

Wir wissen ja nicht wie es Euch geht, aber wenn wir den Begriff Nachhaltigkeit hören, sind wir zwiespältig unterwegs!

 

Plötzlich ist ja alles und jedes nachhaltig – das ärgert uns! Und weil alles dann gleich so gut wie nix ist, ruiniert der Missbrauch den Begriff Nachhaltigkeit nachhaltig – das ärgert uns nachhaltig!

 

Bevor wir uns also in eine Nachhaltigkeitsärgerspirale eindrehen zurück zum Zwiespalt – weil wir ja eigentlich auf Nachhaltigkeit stehen – und das nachhaltig seit den 70er Jahren!

 

Da gab es autofreie Tage, da gab es Zwentendorf, Hainburg & Co. Kann sich das bitte heute einmal jemand vorstellen? Und wir lernten damals wie heute, dass die Natur unser Lebensraum und Kapital darstellt.

Jetzt einmal sozusagen back to the roots – woher stammt der Begriff? Nachhaltigkeit bedeutet im ursprünglichen Wortsinn „längere Zeit anhaltende Wirkung“.

 

Diese Definition wurzelt im forstwirtschaftlichen Denken und wurde erstmals 1560 in der kursächsischen Forstordnung erwähnt, um trotz hohem Holzbedarf für die Bergwerke eine fortlaufende Nutzung sicherzustellen. Die „nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder“ verhindert das gänzliche Abholzen und gewährleistet die natürliche Regenerationsfähigkeit des Waldes, weil immer nur so viel Holz entnommen wird, wie nachwachsen kann.

 

Der Forstwirt Hans Carl von Carlowitz prägte den Begriff und beschrieb 1713 das Dreieck von ökologischem Gleichgewicht, ökonomischer Sicherheit und sozialer Gerechtigkeit. Laut dem 1987 veröffentlichten „Brundtland-Bericht“ ist eine Entwicklung nachhaltig, wenn sie den Bedürfnissen der heutigen Generation genügt, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, deren eigene Bedürfnisse zu befriedigen.

 

„Die Alpen sind ein Schatz, der uns anvertraut ist.“ sagt VITALPIN Gründer Hannes Parth, Ischgl, Vordenker & Entwickler 2019! Die Alpenkonvention sagt 1995

„ ...in der Überzeugung, dass wirtschaftliche Interessen mit den ökologischen Erfordernissen in Einklang gebracht werden müssen!“

 

Also für uns als einfache Geister – wo Nachhaltigkeit drauf steht, MUSS Nachhaltigkeit drinnen sein! Mogelpackungen & Schwindeletiketten helfen uns, den nachkommenden Generationen schon überhaupt nicht. Was wir tun können, sollen und müssen wir diskutieren.

 

Und zwar am BERG.BAHN.CAMP am 26. und 27. September 2019 unter anderem mit Hannes Parth, Tristan Horx und Co. auf der Seegrube oberhalb von Innsbruck! Nachhaltig und herzlich willkommen in ernsthaft nachhaltigen Zeiten!

Christof NETZER ist MOUNTAIN. EXCELLENCE

Wolfgang EDER ist MOUNTAIN. EXCELLENCE

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