DE
DE
EN

Die Simalube-Spender sorgen auch nachts für einen ruckelfreien Betrieb der Luftseilbahn Grindelwald-Pfingstegg. Foto: Luftseilbahn Grindelwald-Pfingstegg

Simatec: Automatisch schmieren im Trend

Die Simalube-Spender schmieren die Seilbahntechnik automatisch und kontinuierlich bis zu einem Jahr.

Drei Seilbahnen zeigen, inwiefern das Produkt von SIMATEC die Wartung verbessert.

Ob hoher, unnötiger Schmierstoffverbrauch, häufige Wartungsarbeiten oder unangenehme Vibrationen durch mangelnden Schmierfilm – bei der manuellen Schmierung von Seilbahntechnik treten häufig Probleme auf.

 

So sind Seilsattel und Rollen zunächst oft stark verschmutzt, da zu viel Schmierstoff auf einmal aufgetragen wird. Nach kürzester Zeit fehlt jedoch der Schmierfilm.

 

Die Folge: Kabinen stottern, Eletromotoren pfeifen und Lauf-, Stütz- sowie Führungsrollen werden stark und rasch abgenutzt.

 

Damit solche Probleme der Vergangenheit angehören, setzen immer mehr Seilbahnbetreiber auf den Schmierstoffspender Simalube des Schweizer Unternehmens SIMATEC. Drei Seilbahnbetriebe zeigen dabei besonders, inwiefern die automatische Schmierung die Wartung der Seilbahntechnik verbessert hat.

Neben Tragseilauflagen (wie hier der Mürrenbahn) kann Simalube auch Seile, Seilrollen, Kabinentüren, Fahrgetriebe, Ventilatoren, Kühlungen, Aggregate, Motoren und Zugstangen schmieren.

Tragseilsattel der Mürrenbahn

Seit mehr als einem Jahr nutzt die Mürrenbahn in Lauterbrunnen Simalube-Spender für die automatische Schmierung der Tragseilsattel (siehe Ausgabe SI 3/2018).

 

Die Wartung der Bahn war bis dato dementsprechend zeitaufwändig, vor allem die manuelle Schmierung der Tragseilsattel benötigte viel Zeit – und wirkte meist nur kurzfristig.

 

„Meistens hat das Tragseil den Fettfilm bereits nach zwei Tagen weggetragen. Das Seil ruckelt, der Komfort für die Gäste wird beeinträchtigt und die Lebensdauer der Anlage sinkt“, so Armin Peter, Technischer Leiter der Bergbahn Lauterbrunnen- Mürren.

 

Doch dank der konstanten und bleibenden Schmierung der 80 Simalube-Spender an den vier Stützen der Bahn (zehn pro Sattel) gehört dieses Problem der Vergangenheit an: „Selbst bei großen Temperaturunterschieden von minus zwanzig bis plus 40 Grad hatten wir immer einen super Schmierfilm“, zeigt sich Peter beeindruckt.

 

Anfangs hatte er Bedenken, ob es im Sommer zu einer Überschmierung kommt und der Spender schneller leer werden würde und dass Simalube im Winter gar nicht schmieren kann.

 

 

Es habe aber alles einwandfrei funktioniert. „Ich hatte auch Bedenken, dass die großen Temperaturunterschiede nicht gut für das Kunststoffgehäuse seien und dass während der Revision etwas kaputt gehen könnte. Aber bis heute läuft alles einwandfrei“, freut sich der Technische Leiter.

 

Die Spender sind auf sechs Monate Laufzeit eingestellt, sodass sie nur zur Revision nachgefüllt werden.

„Impulse“ bei der Pfingsteggbahn

Vibrationen in der ganzen Talstation spürten bislang die Mitarbeiter der Luftseilbahn Grindelwald-Pfingstegg, wenn der Schmierfilm am Tragseilsattel zu schwach wurde. Meist war dies schon nach wenigen Tagen der Fall, obwohl sie monatlich sehr viel Fett auftrugen und dessen Überschuss oft wegwischen mussten.

 

Seit drei Monaten haben die Seilbahner nun zehn 60-Milliliter-Spender installiert und sind bereits jetzt von der automatischen Schmierung begeistert, die kontinuierlich einen kleinen Fettstoß abgibt.

 

„Das Tragseil läuft durch die konstante & kontinuierliche Schmierung einwandfrei, geräuschlos und geschmeidig“, berichtet der stellvertretende Technische Leiter Daniel Vanhove.

 

„Zudem haben wir einen Impulse als Druckverstärker installiert, weil an einer Schmierstelle ein Gegendruck wirkt und wir das Fett vorher nur mit hohem Kraftaufwand einpressen konnten. Auch er hat sich bestens bewährt,“ so Vanhove.

Die Spender werden an den vorgesehenen Schmierstellen des Tragseilsattels montiert.

Rollen bei der Männlichenbahn

Simalube-Spender eignen sich aber nicht nur zur Tragseilschmierung, sondern auch zum Schmieren von Klemm-, Stützund Führungsrollen, wie das Beispiel der Sesselbahn Männlichen beweist.

 

„Früher haben wir die Schienen manuell mit einem Pinsel eingeölt, das hat immer extrem viel Schmutz verursacht“, sagt der stellvertretende Technische Leiter Daniel Bohren.

 

Zudem mussten die Seilbahner jeden Tag nachschmieren – und konnten die Abnützung der Rollen trotzdem nicht verhindern.

Kontinuierliche Schmierstoffabgabe mit Simalube verhindert wirksam die bei Handschmierung oft auftretende Mangel- oder Überschmierung.

Die Simalube-Spender geben dagegen automatisch die dosierte Ölmenge von zwei Millilitern pro Woche ab und schmieren gleichmäßig und zuverlässig über einen Filz die Schaltrolle, welche die Klemmen auf der Schiene auf- und zumacht.

 

„Das gleiche System haben wir auch hinten an der Stützrolle, während die Laufrolle mithilfe eines Pinsels geschmiert wird“, erklärt Bohren.

 

Der größte Vorteil sei, dass die Anlage sauber bleibt, sowie kein Öl mehr über die Schienen läuft und auf den Boden tropft.

 

„Zudem erhöht sich die Arbeitssicherheit. Wir montieren die Spender im Herbst und müssen somit nicht den ganzen Winter während des Betriebs schmieren“, schließt Bohren.

Daniel Bohren, Technischer Leiter Stellvertreter, Männlichenbahn Grindelwald:

„Simalube schmiert unsere Rollen über den Filz – dosiert und gleichmäßig. Seitdem tropft kein Öl mehr auf den Boden und wir müssen im Winter nicht manuell schmieren!“

Daniel Vanhove, Technischer Leiter Stellvertreter, Luftseilbahn Grindelwald-Pfingstegg:

„Der Simalube-Spender erleichtert uns die Schmierung, da er den Schmierstoff am richtigen Ort und in der richtigen Menge aufträgt!“

Armin Peter, Technischer Leiter, Bergbahn Lauterbunnen-Mürren:

„Wir haben seit Tag 1 eine konstante Schmierung und großen Fahrkomfort auf den Tragseilen, da diese perfekt gleiten. Simalube hat sich über ein Jahr lang bewährt – nicht nur in der Anfangsphase.“