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Die Flying-Mozart-Mittelstation wird die neue Drehscheibe des Skigebiets – dank aufwendiger unterirdischer Bauelemente. Fotos: Snow Space Salzburg

Salzmann

Superlative „Snow Space“

Mit „Flying Mozart“ und „Panorama Link“ realisiert das Ingenieurbüro SALZMANN in Snow Space Salzburg zwei Bahnen, die es technisch und planerisch in sich haben.

 

In der Wintersaison 2020/21 steigt Snow Space Salzburg zu den größten Skigebieten in Österreich auf. Mit der jetzt baubewilligten Verbindungsbahn ins Skigebiet Flachauwinkl/Kleinarl und dem Neubau der Flying Mozart Gondelbahn in Wagrain können Wintersportler künftig über 200 Pistenkilometer an einem Skitag nutzen. Seilbahntechnischer Planer der beiden Projekte ist das Ingenieurbüro SALZMANN, das vor großen Herausforderungen steht.

 

Denn vor allem die 10EUB Flying Mozart in zwei Sektionen hat es in sich. Die Gondelbahn von DOPPELMAYR wird die 970 Höhenmeter vom Wagrainer Ortsteil Kirchenboden auf das Grießenkareck in weniger als elf Minuten überwinden.

 

„Eine Förderleistung von 4.000 Personen pro Stunde und eine Fahrgeschwindigkeit von 6,5 Metern pro Sekunde sind schon eine Hausnummer“, so Planer Stephan Salzmann. Zum Vergleich: die aktuelle Bahn befördert 2.500 Personen pro Stunde.

 

 

142 innovative OMEGA V Kabinen mit sämtlichen Ausstattungen werden die Gäste transportieren, zwei davon in Spezialausführung. Das Herzstück der Bahn bildet die neue unterirdische Mittelstation, sie ermöglicht künftig einen Zugang auf demselben Niveau zur G-Link Pendelbahn, die das Grießenkar mit dem Grafenberg verbindet. Sämtliche Baukörper der neuen Drehscheibe werden fast zur Gänze unter der Erde verschwinden.

Die Flying-Mozart-Talstation verfügt über eine Tiefgarage.

„Auch ein Tunnel für die Seilbahntrasse ist nötig. Wir rechnen insgesamt mit 100.000 Kubikmeter Aushub. Das ist finanziell und technisch aufwendig“, so Salzmann. Die Bergstation wird ein Stück weit nach oben versetzt und auf selber Höhe mit der Bergstation der 8er Sesselbahn Starjet 3 liegen, die von Flachauer Seite auf den Berg führt, daraus ergibt sich ein wesentlich breiteres Pistenangebot im Bereich der Bergstation.

 

Das Niveau der Talstation wird ebenfalls abgesenkt und mit einer Tiefgarage versehen. Besonders fordernd wird der Bau bei gleichzeitigem Betrieb der alten Bahn sein. „Der Zeitplan ist ambitioniert, die Maßnahmen anspruchsvoll. Wir werden in zwei Schichten arbeiten“, betont Salzmann.

Die Flying-Mozart-Bergstation bietet zahlreiche Pistenmöglichkeiten.

Die neue Bergstation des Panorama Link am Shuttleberg.

Der Panorama Link mit Blick ins Snow Space Salzburg.

Panorama Link macht Namen Ehre

Zeitgleich zur neuen Flying Mozart Gondelbahn wird von den Snow Space Salzburg Bergbahnen gemeinsam mit dem Skigebiet Shuttleberg eine Verbindungsbahn errichtet. Die 3,1 Kilometer lange Seilbahntrasse des Panorama Link führt ohne viel Höhenunterschied von der Bergstation am Grießenkareck unterhalb des Bergrückens zur Bergstation des Skigebiets Shuttleberg.

 

So kann zur neuen 10EUB auf der einen Seite sowohl von Flachau und Wagrain und auf der gegenüberliegenden Seite von Kleinarl und Flachauwinkl direkt zugestiegen werden. „Beim Panorma Link war besonders das Genehmigungsverfahren schwierig. Es gab nur ein kurzes Zeitfenster für die naturrechtliche Erlaubnis“, sagt Salzmann.

 

Auch die Strecke ist herausfordernd, da sie großteils über unwegsames Gelände führt. „Die Montage wird hauptsächlich mit Hubschraubern erfolgen müssen“, erklärt Salzmann. Dafür werden dann Gäste – passend zum Bahnnamen – während der achtminütigen Fahrt ein beeindruckendes Bergpanorama in die Hohen und Niederen Tauern genießen können. ts