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Der Naturspeichersee Hochalpsee in Warth fasst 170.000 Kubikmeter.

Klenkhart & Partner

Bahnen, Pisten & Beschneiung

KLENKHART & PARTNER waren auch 2017 für zahlreiche Infrastrukturverbesserungen verantwortlich. Während die Skigebiete schon in den Startlöchern für die neue Saison stehen, laufen im Hintergrund noch zahlreiche Arbeiten für die neuen Projekte.

 

Sowohl in Österreich, als auch im benachbarten Ausland vertraut man auf Konzepte & Lösungen von KLENKHART & PARTNER. Mit ihrem Knowhow und jahrelanger Erfahrung sind die Ingenieure begehrte Partner im Hochgebirge. Die Tiroler Profis zeichnet vor allem ein raumplanerisches und landschaftsökologisches Bewusstsein aus. Stellvertretend für viele aktuelle Projekte sind hier einige Beispiele genannt:

Die Einbindung der Talstation der Dorbahn Warth erforderte einen großen Geländeabtrag von über 15.000 Kubikmetern. Fotos: KLENKHART

Großer Geländeabtrag in Warth

Mit der neuen Dorfbahn Warth erfolgt der direkte Einstieg ins Skigebiet Arlberg. Stressfrei – ohne Auto oder Ski Bus - können die Gäste ab Saisonstart mit der Gondelbahn vom Ortszentrum ihren Skitag in Angriff nehmen. Diese rund 420 Meter lange Aufstiegshilfe in Form einer 8-er Einseilumlaufbahn erfüllt sowohl die äußerst wichtige Zubringerfunktion für den Skigroßraum Arlberg als auch eine ideale Ergänzung für das Anfängergelände und den Skischulbereich.

 

Die größten Herausforderungen bei dieser wichtigen Infrastruktureinrichtung waren der große Geländeabtrag von über 15.000 Kubikmetern im Talstationsbereich, deren architektonische Einbindung in das Ortsbild von Warth sowie die intensive Abstimmung mit den geplanten Hotelprojekten im unmittelbaren Nahebereich der Talstation.

 

Das Gebiet der Skilifte Warth - skitechnisch im Kartenverbund mit Schröcken und Lech - gilt zwar als wahres Naturschnee-Paradies, hatte jedoch in den vergangenen Jahren mit Schneemangel zum Winterbeginn zu kämpfen. Daher entschloss man sich gemeinsam für absolute Schneesicherheit zu sorgen.

 

 

Basierend auf einem schneitechnischen Grundsatzkonzept von KLENKHART & PARTNER wurde in Zusammenarbeit mit der Naturschutzabteilung der Bezirkshauptmannschaft Bregenz, sowie der Landesumweltanwaltschaft Vorarlberg ein optimales Projekt in einem geologisch schwierigen Gebiet entwickelt. Auf 2.020 Metern Höhe entstand der Naturspeichersee Hochalpsee mit einem Fassungsvermögen von 170.000 Kubikmetern sowie zwei Pumpstationen mit einer Gesamtleistung von 700 Litern pro Sekunde.

 

Dadurch wird auch die Wasserbereitstellung für den Bereich Schröcken garantiert. Insgesamt wurden im Gebiet 18 Kilometer Schneileitungen mit insgesamt 300 Schneischächten verlegt. Für die neue Saison sind 104 modernste Schneeerzeuger im Einsatz, die eine vollflächige Beschneiung ermöglichen.

Die Bauarbeiter verlegten in Pfronten 2,5-Kilometer Schneileitungen, die mit 23 Schneischächten ergänzt wurden.

Entflechtung der Skifahrerströme

Das Skigebiet Steinach-Bergeralm im Wipptal ist sowohl bei Einheimischen als auch Gästen gleichermaßen beliebt und punktet sehr früh im Jahr mit perfekten Pistenverhältnissen, dank der Investition in eine schlagkräftige Beschneiungsanlage. Den Sommer über erfuhr das Skigebiet eine weitere qualitäts- und sicherheitstechnische Verbesserung.

 

Die in die Jahre gekommene Doppelsesselbahn Hoher Turm wurde abgetragen und durch eine neue Kombibahn ersetzt. Eine weitere Aufgabenstellung war die Entflechtung der Skifahrerströme im Mittelstationsbereich und eine bessere Anbindung an den Skigebietsteil Hochsonnlift. Dies erfolgte durch eine Trassenverschwenkung. So wurde die Talstation der Kombibahn optimal an das SB-Restaurant Bergeralm angeschlossen.

 

Dadurch wurde mehr Platz für die Einfahrt in die Talabfahrten geschaffen. Die Bergstation der neuen Kombibahn wurde höher gelegt. Durch diesen neuen Ausstieg ist der Hochsonnlift wesentlich leichter und schneesicherer erreichbar. Die neue Bahn geht bereits zum Saisonstart im Winter 2017 in Betrieb.

Mit der weltweit höchsten Seilbahnstütze besitzt die neue Eibseebahn bei der Zugspitze ein Alleinstellungsmerkmal.

Planungen für die Zugspitzbahn

Nach dreijähriger Bauphase steht nunmehr die neue Eibseebahn der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG unmittelbar vor ihrer Fertigstellung. Dies war sowohl bau- als auch seilbahntechnisch ein sehr komplexes Projekt. Mit der weltweit höchsten Seilbahnstütze wurde ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Für die 127 Meter hohe Stütze wurden 420 Tonnen Stahl verarbeitet.

 

Insgesamt galt es 1.100 Einzelteile zusammenzufügen und 9.500 Schrauben zu montieren. Die Errichtung der neuen Bergstation, größtenteils während des laufenden Seilbahnbetriebes der Bestandsanlage, war unter Zuhilfenahme einer Materialseilbahn sowie von Hubschraubertransporten aufgrund der ausgesetzten Höhenlage und bei den vorherrschenden Witterungsbedingungen eine herausragende Leistung aller beteiligten Firmen.

 

KLENKHART & PARTNER hat bei diesem Leitprodukt der deutschen Seilbahnwirtschaft die gesamte Vorplanung durchgeführt, die Bewilligungsunterlagen für die Bau- und Betriebsbewilligung erarbeitet sowie die EU-weite Ausschreibung organisiert.

Pfronten erhöhte die Schneileistung

Die bestehende Schneeanlage war an ihre Grenzen gestoßen. Das beliebte Skigebiet Pfronten-Steinach engagierte daher die Tiroler Skigebietsplaner um ein effizientes Schneikonzept zu erstellen. Die Umsetzung erfolgte im Sommer 2017 sodass rechtzeitig zum Saisonstart perfekt beschneit werden kann. Dafür wurden eine neue Hauptpumpstation errichtet, die die Gesamtpumpleistung im Endbausbau verdoppelt, sowie eine Kühlturmanlage und eine Druckerhöhungsstation.

 

Dazu kamen 2,5 Kilometer zusätzliche Schneileitungen, die mit 23 Schneischächten ergänzt wurden. In diesem Zusammenhang wurden auch die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung bis zum Tiroler Stadl erneuert.

Naturspeicherteich auf der Steinplatte

Das auf Salzburger und Tiroler Seite liegende Skigebiet Steinplatte ist skitechnisch und über einen Kartenverbund mit dem deutschen Nachbarskigebiet Reit im Winkl-Winklmoosalm verbunden und dementsprechend sehr gut frequentiert. Nachdem Frau Holle immer länger auf sich warten lässt, muss die Schneesicherheit durch Technik unterstützt werden.

 

Für die Erhöhung der Schneikapazität wurde am höchsten Punkt im Skigebiet – dem so genannten Bäreck – ein weiterer Speicherteich errichtet. Dieser wurde sensibel in die Landschaft eingepasst und als Naturspeicherteich geplant. Das Fassungsvermögen beträgt 54.000 Kubikmeter. Außerdem wurde eine zusätzliche Pumpstation mit einem Durchsatzvermögen von 280 Litern pro Sekunde gebaut. Hinzu kommen insgesamt 12,5 Kilometer neue Schneileitungen, die eine großflächige Beschneiung ermöglichen. Darüber hinaus wurden 110 weitere Schneischächte bewilligt, die dann Zug um Zug umgesetzt werden. Einem rechtzeitigem Saisonstart steht somit nichts mehr im Weg.