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Matthias Stauch (2. stellv. Vorstand VDS), Peter Lorenz (1. stellv. Vorstand VDS), Peter Schöttl (Vorstand VDS), Verena Feyock (GF Saint Elmo´s Tourismusmarketing) und Robert Klauser (GF Infomax websolution) berichteten beim Pressegespräch über Trends in der Branche. Fotos: SI/Mair

Deutsche Seilbahntagung 2018

Seilbahnen und Digitalisierung

Die Schwerpunkte der Tagung in Oberstdorf lagen auf den Herausforderungen und Chancen, welche die digitale Entwicklung für die Seilbahnbetriebe bedeuten könnte.

 

Vertreter aus Industrie und Wirtschaft, sowie rund 120 Mitgliedsunternehmen des Verbandes Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte e.V reisten zur diesjährigen Fachtagung nach Oberstdorf.

 

Bei diesem Treffen wurden nicht nur die aktuellen Branchenthemen diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht, sondern auch der Blick in die Zukunft gerichtet. Neben Neuheiten und Investitionen für die kommende Saison 2018/19 wurde vor allem der Weg der Branche zur Digitalisierung besprochen.

Urlaub auf einen Blick

Die sozialen Netzwerke sind nicht nur im persönlichen Umfeld perfekt für die Selbstvermarktung geeignet, auch Firmen setzten dieses Tool immer häufiger mit Erfolg ein.

 

Peter Schöttl, Vorstand vom Verband Deutscher Seilbahnen weiß über die Notwendigkeit eines übersichtlichen und vernetzten Online-Auftrittes: “Heute sind Kunden spontan. Man will spontan entscheiden können, wo man hinfährt und am besten gibt es das ganze Angebot auf einen Knopfdruck.

 

Wir müssen auf diese Kundenwünsche reagieren und das geht nur, wenn Tourismus und Bergbahnen noch weiter zusammenrücken und gemeinsam an einem Strang ziehen.“ Auch die Wichtigkeit einer App, die dieses Angebot übersichtlich darstellen kann, wurde im Zuge der Deutschen Seilbahntagung besprochen.

 

Damit will man die Spontanität des Kunden unterstützen. Verbraucher sind heute bestens mit Endgeräten und Anwendungen ausgerüstet. Mit den Smartphones kann der Gast nicht nur die von App und Website dargestellten Services nutzen, sondern selbst als Testimonial auftreten.

 

Diese Werbewirkung des Gastes gilt es nun richtig zu nutzen. Einer Studie zufolge treffen bereits 40 Prozent der Millennials die Entscheidung nach dem Urlaubsort aufgrund der Instagrammability.

Nadine Haas und Sabrina Kappaun von DOPPELMAYR waren auf der Veranstaltung gut gelaunt.

Viralität

In Oberstdorf haben sich die Branchenvertreter auch der Frage der Viralität gestellt. Diese neue digitale Form des Empfehlungsmarketings ist nicht direkt steuerbar. Es stellt sich also für die Beteiligten die Frage, wie man Personen effektiv mit einem Angebot ansprechen kann und gleichzeitig trotzdem noch selbst steuern kann, was gepostet wird.

 

Die Antwort fanden die Fachexperten der Digitalisierung im USP sowie der gebotenen Qualität. „Durchschnitt hat keine Chance mehr. Außerdem muss ich den Gästen etwas Besonderes bieten, was es sonst nirgendwo zu finden gibt.

 

Aufgrund der Digitalisierung muss man sich eine konkrete Strategie für die Zielgruppe suchen und hart daran festhalten.“, sagt Verena Feyock, Geschäftsführerin von Saint Elmo´s Tourismusmarketing. Sie erklärt weiter: „Wenn den Leuten ein Platz oder ein Erlebniss geboten wird, welches typisch für die Region ist, werden sie dieses sicher gerne online präsentieren.“ tm