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2001 entstand weltweit das erste LVS Trainingscenter in Zinal. Fotos: GIRSBERGER

Girsberger-Elektronik

Die Lebensretter am Berg

Die Schweizer Firma GIRSBERGER ist für ihre bewährten Bergrettungs - technologien bekannt. Damit man damit richtig umgehen kann, wurde 2002 in Zinal/Wallis das erste Trainingscenter weltweit errichtet.

 

Mit der Errichtung dieses ersten Avanchal Training Centers (ATC) in Zinal wurden Meilensteine für die weitere Entwicklung in der Lawinenverschütteten- Suche mit Lawinenverschütteten-Suchgeräten (LSV) und Lawinensonden gesetzt. GIRSBERGER ist der Ansprechpartner, wenn es um dieses Thema geht. „Weltweit wurden bereits 44 Trainingscenter installiert, erzählt Inhaber und Geschäftsführer Marcel Würgler.

 

Die ATC‘s sind stationäre Anlagen, die dazu dienen, den Umgang mit den Rettungstechnologien zu üben. Eine An lage kann mit mindestens 5 bis maximal 16 Sendern betrieben werden. Die Sender, welche im Suchfeld vergraben werden, senden die gleichen Signale wie ein LVS.

 

An der Steuerzentrale können die ferngesteuerten Sender per Zufallsprinzip oder manuell aktiviert werden. Mit diesen Möglichkeiten lassen sich einfache und komplexe Verschüttungsszenarien, insbesondere Mehrfachverschüttungen, trainieren.

Jeder, der die Piste verlässt, kann den LVS Sende- Modus überprüfen.

Damit es aber erst gar nicht zu einem Unglück kommt, setzt GIRSBERGER einen besonderen Schwerpunkt auf die Prävention. Hier hat sich die Firma vor allem mit dem LVS Checkpoint einen Namen gemacht. „Diese einzigartige und vielseitige Gerät bietet Skitourengänger oder Freeridern mehr Sicherheit“, erklärt Würgler.

 

Der Checkpoint detektiert, signalisiert und registriert das LVS im Sende-Modus beim Vorbeigehen bzw. beim Verlassen der markierten Pisten, Freeride-Points, Bergstationen oder an den beliebten Einstiegen in die Welt des Tiefschnees.

 

Ziel ist aber ebenso eine Sensibilisierung für die Notwendigkeit einer funktionstüchtigen und kompletten Rettungsausrüstung. Es muss sichergestellt werden, dass sich jedes LVS im Sende- Modus befindet. „Lawinen kommen ja total überraschend“, sagt Würgler, „und dann sind natürlich kontrollierte Manipulationen am LVS nicht mehr möglich.“

Der Checkpoint ist eine energieautonome Personen-Zählanlage. Auch der Anteil ohne LVS ausgerüsteten Personen kann erfasst werden. Diese Daten können über die USB Schnittstelle ausgelesen und zur weiteren Auswertung herangezogen werden. Damit stehen detaillierte Informationen inklusive Datum und Uhrzeit über die Frequentierung einer Route oder eines Freeride – Gebietes zur Verfügung.

 

Auch in Österreich setzt man auf die Technologien von GIRSBERGER. In Tirol wurden bereits im Jahr 2015/16 gemeinsam mit der Bergrettung und einigen Tourismusverbänden insgesamt 24 LVS-Checkpoints installiert. Und im Wipptal sind heuer nochmals 14 neue Geräte dazugekommen. Sicherheit ist innerhalb großer Ski- und Snowboardgebiete ein großes Thema, deshalb werden LVS-Checkpoints am Ausgangspunkt beliebter Skitouren errichet.

Auch das Üben mit Kindern steht in den LVS Suchfeldern auf dem Programm. Foto: GIRSBERGER

Checkpoint-Boards beachten

Am Checkpoint werden die dazugehörigen Informationstafeln, die Checkpoint Boards – gut sichtbar für jeden – aufgestellt. Fragen wie „Hast du die Tour gewissenhaft geplant?“ oder Hinweise wie z.B. „Nie alleine fahren“, „Achte auf Wald und Schutzzonen“, „Überprüfe deine Funktion des LVS“ oder eine Auflistung von Notfallnummern, sollen die Wintersportler für die Gefahren sensibilisieren.

 

Eine weitere große technologische Errungenschaft, schildert der Schweizer Rettungs-Experte weiter, ist das Helicopter Antenna System. Es ermöglicht mit Einsatz eines Helikopters eine sehr schnelle Suche von Personen, die von einer Lawine verschüttet wurden und mit einem LVS 457kHz (Normfrequenz) Transceiver ausgerüstet sind. Das LVS Signal wird mittels einer Kabelverbindung in den Helikopter zum Empfänger und anschliessend in das Intercom - System (ICS) geführt.

 

Alle Mitglieder der Besatzung können somit mithören.“ Die Firma GIRSBERGER, die schon im Jahr 1966 gegründet wurde, steht nicht nur für Qualität, wenn es um die Herstellung modernster Rettungstechnologien geht, sondern auch dann, wenn es um kompetente Kundenberatungen geht. bm