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SI-TrendCheck

Überraschende Unterschiede: Schweiz & Österreich im Vergleich

„International wird die Schweiz als DAS Alpenland gesehen“, weiß Mountain Management- Chef Mike Partel. „Das hat stark damit zu tun, dass die spektakulären Attraktionen größtenteils in der Schweiz liegen. Die alpine Landschaft ist höher, steiler und dramatischer. Sie bietet mehr Eis & Schnee als in Österreich“, betont Matthias Imdorf von Erlebnisplan. „Die Schweizer Gästeströme sind viel internationaler“, beschreibt Christian Lang von Pronatour einen weiteren Unterschied.

Wirtschaftliche Bedeutung

„Der Alpentourismus hat in Österreich einen viel höheren volkswirtschaftlichen Stellenwert. Die Menge an Gästen und Nächtigungen ist in den österreichischen Alpen deutlich größer“, stellt Matthias Imdorf klar. „Die Schweiz hat im Wintertourismus teilweise mit Existenzsorgen zu kämpfen, weil ihr Skifahrer zum Teil abhanden kommen. In Österreich hat man momentan eher eine Hochphase“, beschreibt Daniel Wakounig, von Alturos Destinations (Skiline u.a.), den Status quo.

Innovationsbereitschaft im Wandel

„Von außen betrachtet, war die Innovationsfreunde in der Vergangenheit bei Seilbahnunternehmen in Österreich deutlich höher. Meiner Einschätzung nach gibt es hier aktuell Änderungen zugunsten der Schweiz. Wollte vor acht Jahren kaum jemand in der Schweiz von unseren inszenierungslastigen Projekten wissen, hat sich das bis heute deutlich geändert“, weiß Erlebnisplan-Chef Imdorf aus eigener Erfahrung.

 

Gleichzeitig wird, so Imdorf, der Sommer in beiden Ländern wiederentdeckt. „Lange Zeit hat die Schweiz gut von ihrem Status und ihren Naturschönheiten leben können. Nun sind die Schweizer dabei, in Richtung Erlebnisinszenierung und Angebotsentwicklung und damit Richtung Angebotsqualität nachzuziehen“, beschreibt Pronatour-

Vorteile & Schwächen

Ganz klar im Vorteil ist Österreich bei Spaß & Unterhaltung sowie Après-Ski, das lässt sich aus dem „Best Ski Resort Report 2016“ herauslesen. Auch was Gastronomie & Freundlichkeit im Skigebiet betrifft, hat laut Mike Partel, Österreich die Nase vorne. Die enormen Investitionen, insbesondere in neue Bahnen, führen dazu, dass Österreich im Bereich Beförderungskomfort moderner gesehen wird, als die Schweiz.

 

Schwächen in beiden Ländern sieht Partel, was die klare Positionierung von Skigebieten betrifft. „Nur wenige Top-Skigebiete haben ein klares Profil. Die meisten bieten ‚more of the same‘, anstatt sich klar zu positionieren“, analysiert er. Serfaus- Fiss-Ladis (Kinder & Familie), Ischgl (Spaß Daniel Wakounig Wo liegen die Unterschiede? Und wo die Parallelen? Österreich und die Schweiz aus Experten-Sicht. Gästewünsche und Marketing im Analyse-Fokus. & Unterhaltung) bzw. Laax (Snowboard & Funparks) oder Zermatt (Exklusivität & Natur) sind, so Partl, die Ausnahme.

Nase vorne bei Vertriebslösungen

„Bei der Digitalisierung im Skigebiet wird in Österreich stark ausgebaut, während in der Schweiz erst neu aufgebaut wird. Dabei werden von den Schweizern allerdings gleich Vertriebslösungen etabliert, die ganze Regionen digital buchbar machen. Dabei und bei der Verwertung der Daten ihrer Gäste, haben die Schweizer derzeit die Nase vorne“, analysiert Alturos- Chef Daniel Wakounig.

Die vier Experten