Forschungsstandort Köln

Urbane und Vernetzte Seilbahnsysteme sollen nun genauer untersucht werden.

Seilbahnen als umweltfreundliches Verkehrsmittel im öffentlichen Personennahverkehr gewinnen weltweit an Bedeutung. Auch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sieht das Potenzial einer urbanen Seilbahn und hat das Stuttgarter Planungs- und Beratungsunternehmen Drees & Sommer SE gemeinsam mit der Verkehrswissenschaftlichen Institut Stuttgart GmbH (VWI) beauftragt, eine Studie über die „stadt- und verkehrsplanerische Integration urbaner Seilbahnprojekte“ zu erarbeiten.

Weitere Kooperationen

Die Chancen vernetzter Seilbahnsysteme sollen auch für die Frage nach optimierter, innerstädtischer Güterlogistik betrachtet werden, um umweltfreundliche Alternativen/ Ergänzungen zu den bekannten Transportketten (Schiene, LKW, Kleintransporter) valider abwägen zu können.
Die Kooperation, zwischen der Technischen Hochschule Köln und dem Planungsbüro Urban Netways, strebt die Erforschung und Entwicklung einer bedarfsgerechten IT-Steuerung für Seilbahnen an und eruiert Implementierungsszenarien insbesondere für den urbanen und suburbanen Raum. Dabei orientieren sie sich an konkreten Anwendungsmöglichkeiten in der Region, wie etwa ein Projekt im Kölner Norden.

Projektbeschreibung

Mit einer Seilbahn On Demand zwischen Chorweiler Nord und Leverkusen Mitte halbiert sich die Fahrzeit für Pendler*innen auf 20 Minuten im Vergleich zur S-Bahn und das ganz ohne Wartezeit. Wer von Merkenich mit dem ÖPNV zum Leverkusener Bus- und Bahnfernverkehr über den Rhein möchte, muss aktuell noch in der Innenstadt umsteigen und würde mit der Seilbahn weniger als 10 Minuten benötigen. Neben der Historie der Stadt Köln als Forschungsmotor für Mobilitätslösungen (Otto-Motor, Schwebebahn) und der Erfahrung mit einer städtischen Seilbahn zur Flussquerung, vereint die Region in und um Köln auch eine Vielzahl an Akteur*innen u.a. aus der Logistikbranche sowie der Mobilitäts- und KI-Forschung.