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Darstellung: Ergebnis einer Skifahrerstromanalyse; Gegenüberstellung von möglicher Kapazität und aktueller Frequenz.

Klenkhart & Partner

Moderne Planungsmethode

Mit den Ansprüchen der Ski-Gäste hat sich in den vergangenen zehn Jahren auch die Infrastruktur in Skigebieten verändert. KLENKHART & PARTNER setzten daher auf moderne planerische Methoden.

 

Perfekte Skipisten und bequeme Aufstiegshilfen sind Teil der touristischen Infrastruktur. Gäste verlangen nicht nur in der Vier- und Fünfsterne Hotellerie Perfektion und eine exzellente Küche, sondern machen die Wahl Ihrer Urlaubsdestination auch von der Schnee-Garantie abhängig. Nachdem Naturschnee seit Jahren unberechenbarer wird, arbeiten Ski-Destinationen fast ausschließlich mit technischem Schnee. Das Ingenieurbüro KLENKHART & PARTNER setzen daher auf planerische Methoden, die mit denen vor zehn Jahren nicht mehr vergleichbar sind.

Skifahrerstrom-Analyse

Ein wichtiges Instrument für die Planung in Skigebieten ist die Skifahrerstrom- Analyse, die Aufschluss über Frequenz und neuralgische Punkte auf den Pisten gibt. Hier gibt es viele Faktoren: Wetter, Tageszeit, Skifahrer-Können, Aufstiegshilfen oder Abfahrten. Bei modernen Seilbahnsystemen ist die Förderleistung kaum technisch begrenzt – erfolgt jedoch keine Anpassung auf den Abfahrten, kann es zu unerwünschtem Gedränge und somit einem erhöhten Unfallrisiko auf den Pisten kommen.

 

An repräsentativen Tagen erfolgen Erhebungen von Frequenzen der Wintersportler auf Pisten und Bahnen. Aus den erhobenen Daten sowie aus diversen weiteren Parametern, wie Pistenbreite, Neigung oder Skifahrerkönnen werden der maximale Platzbedarf pro Skifahrer, sowie die Pistenleistungsfähigkeit auf den Abfahrten ermittelt. Dies funktioniert mittels eines komplexen Algorithmus, der durch das GIS-Team des Büros KLENKHART & PARTNER entwickelt wurde.

 

In diesen Algorithmus fließen zahlreiche Parameter, wie Frequenzen der Wintersportler, aber auch Geometrien des Skigebiets (z.B.: Polygone oder Achsen der Abfahrten, Aufstiegsanlagen, etc.) ein. Das Resultat wird anhand von Karten präsentiert, wobei sowohl die „überlasteten“ als auch die sehr wenig frequentierten Pisten und Bahnen dargestellt werden.

 

Die Skifahrerstrom-Analyse dient der Geschäftsführung als Entscheidungshilfe für sicherheitstechnisch relevante Maßnahmen wie Verbreiterung, Verflachung oder die Errichtung von zusätzlichen Abfahrten oder Anlagen (Lifte, Beschneiung) und dem Gesamt-Design eines Gebietes. So können damit beispielsweise auch Aussagen über zukünftige Auslastungen oder Frequentierung nach einem Ausbau getroffen werden. Auch Hinweise auf eine Verbesserung des Skifahrerleitsystems können eine der Empfehlungen sein.

Komplexer Pistenbau (rechts) auf Basis einer 3D-Planung (links) am Beispiel der Talabfahrt Kanzelwand, Mittelberg. Fotos: KLENKHART & PARTNER

3D-Geländemodelle

Moderne Pistenplanungen beruhen heute auf 3D-Geländemodellen. Dabei hat sich in den letzten Jahren die Qualität der flächendeckenden Basisdaten wesentlich verbessert. Hat man früher für alle Planungsbereiche Geländevermessungen benötigt, so sind heute flächendeckend Laserscandaten verfügbar und die Vermessung kann sich auf wichtige Detailbereiche beschränken. Über diesen Basis- Geländemodellen wird nun mit modernen Planungstools die Piste oder Pistenkorrektur in 3D geplant. Der große Vorteil ist, dass verschiedene Varianten rasch gegenübergestellt und mit dem Auftraggeber diskutiert werden können. Auch bei den für die UVP-Relevanz wichtigen Flächenbilanzen hilft die 3D-Planung, eingriffsparende Lösungen zu finden. Durch die bei jeder Variante ebenso leicht abrufbaren Massenbilanzen (Abtrag/Schüttung) gibt es dann im Bau keine Überraschungen mehr.

Systemanalyse & Risikobetrachtung

Bei Beschneiungsanlagen gibt es heute fast keine „Neuanlagen“ mehr. Zumeist hat man es als Planer mit komplexen Rohrsystemen mit oft zahlreichen Pumpstationen zu tun. Für Verbesserungen und Erweiterungen bestehender Schneisysteme müssen zuerst alle Schneiflächen (Bestand, Planung) erfasst und den jeweiligen Wasserspendern (Speicherteiche, Direktentnahmen, etc.) zugeteilt werden. Daraus abgeleitet wird dann das „hydraulische System“ gecheckt: Passt die Pumpleistung für den ermittelten Wasserbedarf, sind die Rohrleitungen groß genug dimensioniert, etc.

 

Immer häufiger wird auch die Stromversorgung zur Engstelle von Beschneiungsanlagen. Bestehende Feldkabelnetze werden analysiert und geprüft, ob sie der heutzutage üblichen, viel flächendeckenderen Bestückung mit Schneeerzeugern noch entsprechen. Zusammengefasst wird dies alles in einer Systemanalyse, die das gesamte Schneisystem betrachtet, Schwachstellen analysiert und Verbesserungen vorschlägt. Dabei wird in einer Risikobetrachtung im Detail geprüft, ob bei den verschiedenen Betriebsfällen keine unzulässigen Systemzustände (z.B. zu große Drücke, elektrische Überlastung) auftreten können.

 

 

Folglich sind diese Risikoanalysen bei komplexen Systemen für die gesamte Anlagensicherheit ganz wesentlich. Da die meisten Schneeanlagen über viele Jahre von diversen Firmen errichtet wurden, ist gerade hier eine firmenneutrale Bearbeitung durch unabhängige Experten sinnvoll. Die Maschinenbau- und Elektroingenieure des Planungsbüros KLENKHART & PARTNER haben im Rahmen von Kollaudierungen und Neubewilligungen bereits zahlreiche Anlagen analysiert.

Beispiel einer 3D-Gebäudeplanung inkl. Anlagenbau (große Pumpstation).

Photorealistische Planungen

Auch bei der Planung von Zweckgebäuden in Skigebieten (Wasserfassungen, Pumpstationen, Pistengerätegaragen, Nebenräume bei Seilbahnstationen, etc.) ist heute eine 3D-Planung Standard. Verschiedene Varianten können dabei rasch mit allen Details dargestellt und dem Kunden sowie den Anrainern präsentiert werden. Photorealistische Darstellungen ergänzen die 3D-Planung bei Bedarf. Bei der Ausführungsplanung hilft die 3D-Planung, Fehler zu vermeiden, da sämtliche Maueröffnungen, Rohrdurchführungen und sonstige Baudetails, wenn einmal richtig geplant, in allen Schnitten und Ansichten dargestellt werden. Das Hochbauteam von KLENKHART & PARTNER hat mit der Erstellung von seilbahnspezifischen Raumkonzepten sowie 3D-Planungen der diversen Zweckbauten viel Erfahrung. ts